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 Die letzten Beiträge des Themas - Entscheidung... Ich fühle mich mehr tot als lebendig 
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Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 08.12.2008, 13:48
hallo eleeny,

wie geht´s dir? warst du auf dem termin am samstag? Weißt du, ich denke, ich muss meine aussage zum teil zurücknehmen: eigentlich ist es nicht die wahl zwischen pest und cholera. eigentlich ist es "nur" eine sehr schwierige entscheidung zwischen zwei schwierigen wegen - entscheidung für deine wünsche, dein bewusstsein, für dich eben. oder für ein kind.

wie dem auch sei, ich wollte dich nur kurz wissen lassen dass du nicht alleine bist. und dass deine entscheidung, egal wie sie ausfällt, richtig ist (oder war). denn was auch immer du tust, es gibt gute gründe dafür. du hast dein leben selbst in der hand, du kannst deine zukunft selbst bestimmen und gestalten! ich wünsche dir alles erdenklich gute dafür!

wäre schön, von dir zu hören!

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 05.12.2008, 16:49
hallo eleeny,

ja, ich dachte auch, wenn ich mich von kind und mann trenne, bin ich wieder frei in mir, von allen belastungeen und beziehungsproblemen.

aber weit gefehlt.
alles kam so anders, statt befreiung der zusammenbruch.
und die frage immer wieder und die geht niemals weg, warum ich ein ungeborenes dafür büßen lasse, was bei mir und ihm nicht stimmte!
hat sich das kleine das gesucht? diese frage quält mich noch wir vor 9 monaten.

heute würde ich es ohne mann angehen.

ob es leichter wäre?
was ist leicht im leben? aber schuldgefühle, jemanden nicht leben gelassen zu haben sind sehr schwer zu tragen.

ich wünsche dir kraft für deinen weg, egal welchen!

lg
thari

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 04.12.2008, 23:53
liebe Eleeny,
ich hab bisher nur still mitgelesen. mir geht es genauso wie IRAD, dass ich den eindruck habe, dass du zweifel hast. darum würd ich dir raten, den termin am samstag erstmal abzusagen, damit du nicht noch mehr unter druck – zeitdruck – stehst.
was du erlebt hast, ist echt nicht leicht wegzustecken... ich kann’s verstehen, dass du nicht mehr dran erinnert werden willst. aber ungeschehen kann man es nicht machen. und ich fürchte, dass dich eine abtreibung auch an diese zeit erinnern wird, weil sie ja unmittelbar damit zusammenhängt und sich nicht vergessen lässt...
zum besuchsrecht hat Barbara dir ja grad schon geschrieben.
du schreibst, dass du angst davor hast, dass das kind dich immer an deinen ex erinnern könnte. aber weißt du, es ist ja genauso viel auch dein kind und ist ein original, kein abklatsch vom ex. du hast angst vor depressionen. aber du selbst meinst, dass du dir eine abtreibung nie verzeihen könntest und dir der gedanke dran das herz zerreißt. das würde dich so belasten... du stehst vor den scherben deines lebens, schreibst du. wäre die abtreibung nicht vielleicht eine weitere scherbe? du meinst, dass dein ex dich dazu treibt, abzutreiben. zieh doch hier den schlussstrich, lass nicht zu, dass er dich zu etwas treibt, wo du nicht weißt, wie du damit klar kommen sollst. für deine finanzielle lage gibt es auch hilfen. ich weiß nicht, warum du unter dem existenzminimum leben solltest!
ich wünsche dir so doll, dass du einen weg findest, auf den du stolz sein kannst. wo du auch in ein paar jahren zufrieden mit sein kannst. bitte nimm jetzt erstmal den enormen zeitdruck von dir. ich kann dir empfehlen, dich noch mal mit der beratung profemina in verbindung zu setzen (im netz findest du die unter profemina.de und hier im forum eine info dazu: http://www.nachabtreibung.de/viewtopic.php?t=16154). vielleicht können sie noch neue aspekte in deine überlegungen einbringen, und dir auch hinsichtlich der finanziellen lage hilfen, auch über staatliche hinaus, anbieten. ich denke, es schadet nicht, noch eine zweite stimme zu hören. ach mensch, ich wünsch dir alles gute!
glg, elvira

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 04.12.2008, 23:01
Bitte mach dein Baby nicht weg.
Du wirst da ewig dran knabbern.
Du wirst es lieben können, trotzdem.
Du weinst...
Ich fürchte, du liebst es schon und willst es dir nicht eingestehen.
Kopf hoch Süße.
Du packst es.Aber schick dein Baby nicht in den Himmel und dich in die Hölle. Es gibt schlimmere Höllen, als die, in der du steckst.
Die Hölle danach ist so eine.

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 04.12.2008, 22:59
Hallo Eleeny,

Zitat:
Wenn ich AB machen würde, dann muß ich auch in die Therapie, aber ich hoffe sooooo sehr, dass ich meine Beziehung und den AB irgendwann verarbeiten kann... Und dann ist ENDE. SCHLUß. AUS.

NICHTS, rein gar nichts würde mich an mein jetziges Leben erinnern...


hmmm...ich weiss nicht. Ich hatte hier oft den Eindruck, ein AB bindet zumindest manchmal viel stärker an den Mann (z.B. als der einzige, mit dessen Hilfe man glaubt, den AB verarbeiten zu können, oder auch einfach nur als nicht verdrängbare Erinnerung) als ein lebendes Kind es je könnte. Ich denke auch, dass ein Kind, mit dem man täglich zusammen ist, aber mit dem Erzeuger nicht mehr, viel stärker als das eigene und außerdem ein ganz eigenständiger Mensch empfunden wird, als dass es an den Erzeuger erinnert.

Du müsstest auch nicht zwangsläufig mit ihm weiter Kontakt haben. Er hat ein Besuchsrecht für das Kind, aber nicht für dich. Das könnte man auch über das Jugendamt regeln, ohne dass du ihn sehen musst.

Wenn du wegziehen würdest und den Kontakt abbrichst und ihn nicht als Vater angibst, würde ich auch bezweifeln, dass er dich suchen würde.

Wenn du die Schwangerschaft austrägst und wider Erwarten feststellst, dass du mit dem Kind gar nicht zurecht kommst, könntest du es immer noch in eine Pflegefamilie oder zur Adoption freigeben...es ist nicht so, dass du dann ein für allemal in der "Falle" säßest.

Das alles soll nicht heissen, dass du das Kind gegen deinen Willen austragen müsstest. Ich will dir nur Mut machen, Sachverhalte selbst zu gestalten und sie nicht als ausweglos gegeben zu nehmen. Irgendetwas scheint in dir gegen den AB zu sprechen, sonst wärest du - bei den von dir geschilderten "klaren" Sachverhalten - nicht so verzweifelt und unsicher. Was ist das eigentlich? Eine von außen auferlegte Moral ("so etwas tut man nicht") oder wirklich deine eigene, innere Stimme? Wenn letzteres, solltest du sie besser genauso ernst nehmen wie deine Zweifel. Denn sein Inneres nmmt man mit, wohin man auch geht.

Liebe Grüße und viel Kraft für deine Entscheidung,
Barbara

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 04.12.2008, 22:40
ich weiß nicht, was mit mir los ist... Ich muß ständig weinen... Ich weiß nicht um wen, um dieses Kind, um meine kaputte Beziehung, um die Enttäuschung? Ich habe keine Ahnung....

Wahrscheinlich könnt ihr nichts mehr für mich tun....

Es ist nur so, dass ich mich gerade in ein tiefes Los fallen sehe... Ich stehe vor Scherben meines Lebens und alles woran ich geglaubt habe, erwies sich als eine Lüge...

Ich fühle mich verraten von meinem Ex, Ich sitze allein hier in der Wohnung mit seinem Kind im Bauch und vor lauter Tränen kann kaum sehen, was ich schreibe...

Ich fühle nur noch Schmerz, und will endlich, dass es aufhört. Aber dieser Alptraum geht morgen weiter, übermorgen und überübermorgen auch....

Mit seiner Frau wollte er nicht zusammensein und die beiden haben sich nicht verstanden, und er macht trotzdem ein Kind mit ihr... Mit mir wollte er angeblich für immer zusammenbleiben, bin angeblich seine Traumfrau, aber er treibt mich dazu das Kind abzutreiben. Ich habe so ein Hass auf ihn, es kann sich kaum einer vorstellen...

Ich bin verzeifelt und habe keine Ahnung, was nun wirklich richtig ist und was falsch... Ich bin blind vor Schmerz...

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 04.12.2008, 22:15
hmmmm...klingt, als könne man da gar nichts mehr tun...
deine entscheidung steht.
wie können wir dir helfen?
irgendwelche zweifel scheinst du doch zu haben, sonst wärst du nicht hier, oder?

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 04.12.2008, 21:06
Danke für den Zusruch loopi und Andrea...

Tja, mir geht es immer noch nicht besser. Ganz ehrlich, ich habe tatsächlich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber wenn man nicht weiß, wie sich das anfühlt, kann man sich schlecht entscheiden...

Ich möchte dieses Kind nicht. Ich denke, schon bereits während der Schwangerschaft würde ich in tiefe Depressionen fallen und auch nach der Geburt da nicht mehr raus kommen. Dieses Kind wird mich immer daran erinnern, was ich durchmachen mußte, und wie sehr ich gelitten habe... Und dann noch diese Besuchsrechte vom Vater, die mich einfach kaputt machen werden. Ich werde es nicht ertragen können.

Im Grund kommt es für mich nicht in Frage... Wenn ich jetzt an ihn denke, werde ich soooooo wütend auf ihn! Er war nie da, wenn ich ihn gebraucht habe. NIE. Aber ich habe ihn soooo sehr geliebt... Jetzt fühle ich nur noch Wut auf ihn. Es wäre mir lieber, wenn er mir egal wäre, dann würde es nicht so weh tun...

Es ist komisch, man liebt einen Menschen abgöttisch, obwohl man weiß, er ist ein Arschloch und bleibt auch einer...

Die Tatsache, dass ich den AB über mich ergehen muß, zerreißt mir das Herz. Ich kann meine Gefühle nicht mehr deuten.... Was fühle ich?

Wenn ich nicht schwanger wäre, dann würde ich weg gehen, und würde mein Ex auf gar keinen Fall zurück haben wollen...

Wenn er gar nicht mehr existierte, dann würde ich sein Kind auch nicht haben wolllen....

Ich will kein Kind von ihm, denn ich will, dass er aus meinem Leben für immer verschwindet...

Ja, ich weiß, alles ist zu schaffen... Man kann auch allein das Kind groß ziehen. Aber, versteht ihr, das ist bei mir mehr oder weniger Kopfsache... Ich will mit dem jetzigen Leben für immer abschließen, mit dem Kind werde ich das nicht machen können. Ich muß mich halt entscheiden: Wenn ich das Kind behalte, muß ich mein ganzes Leben lang damit leben und ich weiß nicht, ob ich damit klar komme... Eine Therapie werde ich auch machen müssen, denn ich würde nicht mehr funktionieren...

Wenn ich AB machen würde, dann muß ich auch in die Therapie, aber ich hoffe sooooo sehr, dass ich meine Beziehung und den AB irgendwann verarbeiten kann... Und dann ist ENDE. SCHLUß. AUS.

NICHTS, rein gar nichts würde mich an mein jetziges Leben erinnern...

Oh Gott, wer kann mir nur helfen... Ich bin echt am Boden...

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 04.12.2008, 17:43
Hallo Du liebe!

Was Du schreibst, hört sich für mich nach einer sehr starken Persönlichkeit an... Deine Geschichte ist wirklich hart, und was Du durchstehen musstest kostet wohl unmengen an Energie. Aber Du scheinst da wirklich einen Rest von Klarheit zu behalten, siehst, was Du Dir zutrauen kannst und wann Du Rat und Hilfe benötigst. Hut ab!

Hm. Du hast quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera, und das weißt Du wohl auch. So ein Abbruch ist weiß Gott nicht ohne, ich bin jetzt im Monat 6 danach und habe immer noch Tage wie ganz am Anfang (nichts geht mehr...). Aber auch ein Leben mit Kind ist nicht ohne, ganz klar. Vielleicht hier eine kleine Mutmach-Geschichte: Meine Schwester war auch alleinerziehend, ohne Job und ohne Ausbildung. Hat sich eben mit ihrem Kleinen durchgewurstelt mit teilweise 3 Jobs (Morgens auf den Markt, Mittags ins Kaffee und Abends im Lokal kellnern) und viel Kraft. Dann kam ein Bandscheibenvorfall und Ende der Gastronomie. Weil sie aber so lange schon in dem Job war hat sie eine Umschulung finanziert bekommen. Und so ist ihr Kleiner heute 12 und ein gigantisches Kind und sie ist fast fertig mit ihrer Logopädenschule und hat einen super Job an der Klinik in Aussicht.

Wie ist es denn mit Deinem Ex? Wenn Du nicht schwanger wärst, wolltest Du ihn zurück? Und wenn er gar nicht mehr existierte, wolltest Du dann Dein Kind? Vielleicht solltest Du hier trennen, denn für mich hört es sich nicht so an, als wäre Eure Beziehung noch groß zu retten (hat ja auch schon in einer Lüge angefangen, das Ganze...)

Egal wie Du Dich entscheidest... ich bin sicher dass Du das schaffst!

Viele Grüße,

Kadda

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 03.12.2008, 23:55
Liebe Eleeny,

hefitge Geschichte die Du schon so lange lebst und die jetzt in eine noch größere Krise ausgeartet ist.

Ich finde schon mal sehr bewundernswert, dass Du die Psychologin zu Rate gezogen hast, die Dir ja in einigen Dingen Klarheit beschert hat.

Nicht klar ist mir die Aussage, dass Du unter dem Existenzminimum leben müsstest. ALG 2 und Erziehungsgeld sind sicher nicht der Hit, aber man kann damit auskommen. Ist die Beratung mal die finanzielle Situation mit Dir gründlich durchgegangen?

Es ist sicher so, dass Du durch ein Kind auf irgend eine Art und Weise immer mit dem Mann verbunden bleibst, aber ich glaube die innere Trennung ist da viel wichtiger.

Und wie Du hier gelesen hast, ist der Weg nach einem AB für viele Frauen nicht leicht. Du hast noch etwas Zeit.

Wenn Du Dich wirklich für den AB entscheidest - dann verabschiede Dich vor ab von Deinem Kind, auch wenn das hart und sehr traurig ist. Aber dann ist die Entscheidung für Dich klarer und die Trauer holt Dich nicht so unvermutet hinterher ein. Auch wenn ich lese, dass Du sie jetzt schon zulässt. Nimm bewusst Abschied, wenn Du Dein Kind wirklich gehen lässt.

Ich wünsche Dir alles erdenklich gute für Deine Entscheidung und hier findest Du immer einen Platz und ein "offenes Ohr" - egal welche Entscheidung Du triffst.

Ganz herzlich

Andrea

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 03.12.2008, 20:58
Entscheidung... Ich fühle mich mehr tot als lebendig
Hallo,

ich habe ähnliche Geschichte, wie viele von euch hier... Und dachte niemals, dass mir sowas passieren würde... Und es tut schrecklich weh....

Ich fange von vorne an:

Vor ca. 2 Jahren habe ich mich von meinem Ehemann getrennt. Es war schreckliche Zeit, ich wußte aber, dass es die richtige Entscheidung war, deshalb war die Trauerphase nicht so lang. Damit fingen meine finanziellen Probleme an, weil ich mich kurz davor selbstständig gemacht habe... Das war lange mein Wunsch...

Kurz nach der Trennung bin ich mit meinem Ex-Freund zusammen gekommen und war anfangs sehr glücklich und konnten icht glauben, dass es einen Menschen gibt, der scheinbar 100% ig zu mir passt. Er hat mir viel Kraft gegeben. Er hat mich aber belogen, weil er sagte, dass er auch getrennt lebend ist... War er nicht. Er lebte noch mit seiner Frau zusammen. Zudem war sie auch schwanger. Das habe ich alles viel später erfahren. Er sagte mir aber, dass die alles schon geklärt hätten, das Kind war eigentlich nicht gewollt und sollte zur Wiedervereinigung dienen... Es hat aber nicht geklappt, weil die beiden sich nicht mehr verstanden haben...

Das Kind ist zur Welt gekommen... Ich habe die Hölle durchgemacht... Ich habe mich ständig von ihm getrennt, wir sind aber immer wieder zusammen gekommen, weil er sagte, dass wir nur etwas abwarten müssen, weil das im Moment eine schwere Zeit ist... Ich habe abgewartet... Er hat sich letztes Jahr im Oktober endgültig getrennt... Aber es nahm kein Ende... Er durfte das Kind nicht sehen... Als die Frau von mir erfuhr, hat sie gefordert, dass er mit mir Schluß machen soll, erst dann darf er das Kind wieder sehen...

Ich habe sehr drunter gelitten... Er hat sich während der ganzen 2 Jahre nicht klar zu mir positioniert, obwohl er immer wieder sagte, dass er mich über alles lieben würde und mit mir für immer bleiben möchte...

Aber sein Leben ist ein Chaos, ich habe böse Briefe von der Frau bekommen, seine Eltern sind scheinbar gegen mich, obwohl er das verneint... Kann sein, dass ich überreagiere, aber diese Beziehung hat zum Schluß meine ganze Kraft ausgesaugt... Er hat mir immer erzählt, was für Probleme er hat und er hat mir immer Leid getan und ich dachte nur, ja er hat es auch nicht leicht...

Vor vier Wochen habe ich mich endgültig von ihm getrennt... Wir haben uns gar nicht mehr verstanden, nur gegenseitig angeschrien... Ich habe mein Gewerbe abgemeldet und wollte weg ziehen aus dieser Stadt, weg von ihm von seinen Problemen... Ich war seelisch am Boden und konnte mich nicht aufraufen...

Dazu kam noch, dass ich letzten Donnerstag erfahren habe, dass ich schwanger bin... Seitdem lebe ich nicht, sondern exestiere nur...

Wir haben verhütet, weil ich momentan auf gar keinen Fall Kinder haben wollte. Ich wollte so gern ein gutes Leben aufbauen, endlich etwas mehr Geld verdienen, damit ich nicht jeden Cent umdrehen muss. Ich wollte mich in einer großer Firma bewerben, weil ich meine Selbstständigkeit nicht mehr ausführen konnte... Hatte keine Kraft dazu... Und jetzt schwanger...

Ich habe ihm das gesagt... Denn obwohl ich mit der Sache abgeschlossen habe, habe ich mich gefragt ob das ein Zeichen ist, und wir es doch zusammen schaffen werden. Wir haben uns hin gesetzt und geredet, wie sich derjenige die gemeinsame Zukunft vorstellt.

Meine Vorstellung war, dass wir weg ziehen, sonst würde ich hier einfach kaputt gehen. Einfach weg von den ganzen Leuten hier, weg von seiner Frau... Er müßte dafür seine Selbstständigkeit aufgeben, die übrigens nicht so gut läuft und er uns damit nicht ernähren kann..

Seine Vorstellung war, dass wir hier bleiben, ich arbeite bis das Kind kommt und gleich danach wieder und er ist weiter selbstständig, denn er kann einfach sein Traum nicht aufgeben, sagte er... Ich bin danach ausgerastet und wollte von ihm kein Wort mehr hören...

Gestern war ich bei der Beratungsstelle. Danach war mir klar, dass ich das Kind nicht behalten denn. Denn ich habe keinen Partner und allein erziehen und somit unter dem Existenzminimum leben müssen... Ich würde durchdrehen...

Danach hat mich mein Ex angerufen und sagte, dass er sich wünscht, dass ich nicht abtreibe... Das war´s. Aber was weiter? Nun habe ich das Kind und dann?

Heute war ich bei einer Psychologin, die auch in Konfliktsituationen angeboten wird... Sie sagte, dass es erfahrungsgemäß noch Jahre dauern wird, bis er sich klar positioniert hat weil er anscheinden selbst psychische Probleme hat und für ihr das auch sehr belastend ist - was ich auch glaube... Sie hält das für sehr unwahrscheinlich, dass er sich jetzt auf einmal ändern würde.... Ich hätte nur 2 Möglichkeiten: entweder das Kind behalten und damit mein Umfeld stark einbeziehe (meine Eltern um Hilfe bitte etc.) oder abtreiben. Danach müsste ich einen Therapeuten aufsuchen und mich auf die Warteliste setzten lassen, denn ich werde psychische Probleme bekommen, nicht nur wegen der AB sondern auch weil die ganze Beziehung starke Spuren in meiner Seele hinterlassen hat...

Nach dem Gespräch war mir klar, dass ich mir keine Illusionen aufbauen soll, dass mein Ex sich doch wandelt und es stand fest... Ich werde AB durchführen...

Jetzt sitzte ich da und weine vor mich hin... Weil ich glaube, dass ich mir das NIE verzeihen würde, wenn ich das tun würde... Jedoch wenn ich daran denke, dass es SEIN Kind ist, will ich das nicht... Ich würde dann mein ganzes Leben lang mit IHM verbunden sein, ich muss ihn dann mein ganzes Leben ertragen, und das Kind wird mich immer an IHN (!) erinnern.

Aber wie soll ich klar kommen, dass ich DAS gemacht habe....
Der Termin ist am Samstag um halb neun... Mir geht es sehr schlecht...


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