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 Die letzten Beiträge des Themas - Wie geht ihr mit der Trauer um? 
Autor Nachricht

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 16.10.2021, 10:37
Re: Wie geht ihr mit der Trauer um?
Hallo,
deine Nachricht ist leider schon sehr lange her. Aber vielleicht kann meine Antwort andere Frauen helfen.

Ich hatte bei meiner Entscheidung damals einen absoluten Tunnelblick. Hatte sämtliche positiven Aspekte verdrängt, nicht realisiert und beiseite geschoben. Wie ich jetzt weiß war ich in einer Depression, bzw. einer depressiven Phase gefangen.

Weinen tue ich heute ebenfalls noch sehr viel, wenn ich zurückdenke. Wir sind schlichtweg keine Roboter. Der Verlust, auch wenn er "selbstbestimmt" war, ist dennoch ein Verlust und unwiederrufbar. Dazu noch das schlimme, dass man alles mit sich selber ausmachen muss. Bei einer Fehlgeburt wird man bemitleidet, aber hier stehen wir alleine da.

Ja, auch ich stehe alleine da. Bin verzweifelt und niedergeschlagen. Ich klammer mich aber immer wieder an dem Gedanken fest, dass es nunmal nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Ich kann nur mein zukünftiges Leben, meine zukünftiges Kind oder Kinder ein besserer Mensch und Mutter sein. Wir haben den Verlust eines Kindes bereits mitgemacht, und können das Geschenk, falls wir die Geburt eines Kindes erleben dürfen, dann auch ganz anders schätzen.

Nichts passiert ohne Grund. Auch wenn er noch so sinnlos erscheint. Lass die Traurigkeit und den Schmerz zu, geb ihm Raum, aber packe ihn anschließend auch wieder beseite. Konzentriere dich auf dein neues Leben. Das Leben danach. Meine Hoffnung ist, dass dieser riesen Stein auf meinem Herzen, zwar nie ganz verschwindet, aber irgendwann nur noch ein Sandkorn ist, der mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich jetzt bin.

Schöne Grüße (aus dem Schatten)

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 12.02.2020, 17:21
Re: Wie geht ihr mit der Trauer um?
Hi!
Weiß nicht ob du das noch liest...

Ich glaube das hängt davon ab, warum du dir überhaupt die Schuld gibst. Warum es dein persönliches versagen darstellt ... So lange wie es das ist, wird es doch auch begleiten. Da hilft auch kein Trost. Du musst dich selbst annehmen, lieben und dir verzeihen. Das was passiert ist auch aus der Hand geben können und akzeptieren, dass eine Schwangerschaft nun Mal passieren kann; die Sicherheit der Verhütung ist eine statistische Größe... Du machst dich fertig weil du schwanger wurdest... dann müsstest du dich auch bitte nieder machen weil du nicht Lage warst die Pille richtig zu verstoffwecheln und die Dicke des Kondoms einzuschätzen ja sogar für einen Herstellungsfehler müsstest du dich bitte nieder machen... Klingt übertrieben? So sind wir... Frauen.. nehmen alles persönlich... Vor allem wenn es uns nicht gut geht und unseren Körper nicht wertschätzen... Da gibt es kein Rezept. Nur Geduld und Liebe zu sich selbst. Ich hasse das - ich bin da auch weit von entfernt... Aber ich verstehe mittlerweile warum es wichtig ist... Gerade als Mutter... Oder eine die es nicht werden konnte.

Bis dann. Traurig bin ich auch.

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 18.10.2019, 18:14
Wie geht ihr mit der Trauer um?
Hallo zusammen,

am 05.09. hatte ich eine medikamtentöse Abtreibung (6 SSW) eingeleitet und seitdem befinde ich mich immer noch im Gefühlschaos.
Ich hätte niemals gedacht, jemals in dieser Situation zu stecken und es ist einfach so eine schmerzhafte Entscheidung. Dazu muss ich sagen, dass ich schon 33 Jahre alt bin und mir eigentlich eine eigene Familie sehr wünsche. Aber ich befand mich in keiner festen Beziehung. Noch dazu kannte ich ihn gerade mal 4 Monate, trotz Kondom und die Pille danach ist es einfach passiert. Er studiert noch, hat noch paar Jahre vor sich und war für die Abtreibung. Ich selbst war auch für die Abtreibung, allein aus dem Grund nicht in einer Beziehung mit ihm zu sein, befristeter Arbeitsvertrag und hab noch Schulden aus meiner Selbstständigkeit. Ich hätte es behalten, wenn ich zumindest in einer festen Beziehung mit ihm wäre. Aber es war alles so ungünstig wie es nur sein kann :( Ich ahnte dass ich die Entscheidung nicht einfach weg stecken kann. Dazu bin ich auch einfach zu sensibel und hatte auch nicht die Kraft mir das noch anzusehen -das hätte mich noch mehr mitgenommen bzw. traumatisert. Aber ich wollte das ich und mein Körper da selber durchgehen.

Zu allen Terminen musste ich alleine hingehen, was auch nicht einfach war. Aber sonst war er für mich in der Zeit (bis heute) da, er selbst konnte das gut weg stecken bzw für ihn war das Thema schnell erledigt. Er hat mich jetzt nicht enorm unter Druck gesetzt, ich kannte ja seine Meinung dazu, die ich mehr oder weniger -bedingt durch die Situation, auch vertreten habe. Seitdem sind wir irgendwie vertraueter und enger zusammen gekommen. Wenn er da ist, tut es gut mit ihm zu sein. Aber ich sehe ihn nicht als festen Partner, dazu sind wir einfach zu unterschiedlich und haben einfach sehr unterschiedliche Prioritäten im Leben. Noch dazu denke ich dann umso mehr daran...

Ich hatte mich zwei Freundinnen anvertraut, die mich bei jedem Gedankengang mental sehr unterstützt haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Dennoch habe ich jetzt hin und wieder ein richtiges Tief, sodass mir plötzlich Tränen in die Augen schießen, wenn ich daran denke oder einfach plötzlich sehr Traurig werde. Ich habe die Woche auch das erste mal wieder meiner Periode bekommen und bin dementsprechend sehr emotional. Ich fühle mich einfach sehr schuldig überhaupt in diese Situation geraten zu sein.
Das waren die schlimmsten Wochen meines Lebens. Ich stand so unter enormen Stress, dass ich 5 Kilo in weniger als 2 Wochen (bis zur Entscheidung) abgenommen habe. Generell bin ich vorher schon sehr unzufrieden mit meiner Lebenssitation gewesen. Mein aktueller Job überfüllt mich nämlich überhaupt nicht, bin sehr unterfordert und auch schon seit längerem auf der Suche nach etwas neuem. Nun denke ich mir auch, was wäre gewesen wenn ich es behalten hätte...? -was dumm ist, ich weiß.

Ich habe es begraben, mich entschuldigt, habe einen Brief geschrieben um mich an die Situation erinnern zu können, wenn ich zweifel habe und alles was man sonst noch macht. Mit ihm kann ich irgendwie schwer darüber sprechen, da er das so einfach verarbeitet hat und sehr rational ist.
Dennoch komme ich gedanklich nicht von dieser Trauerlosigkeit los. Ich bin mir auch bewusst dass das noch Zeit braucht. Aber vielleicht hat die ein oder andere ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben.

Wie lange hat das Gefühl so bei euch angedauert und was habt ihr dagegen unternommen?

Liebe Grüße


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