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 Meine Geschichte- lernt daraus 

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Beitrag Meine Geschichte- lernt daraus
Hallo ihr Lieben,

ich bin auch neu hier. Ich wollte euch meine Geschichte erzählen, damit andere daraus lernen können:
Meinen Partner kenne ich noch aus der Kinderzeit. Seine Eltern waren immer nett, schon herzlich. Vor allem seine Mutter. Als sie erfahren haben, dass wir zusammen sind, haben sie sich gefreut. 1 Jahr nach dem ersten Kuss, dass war vor 7 Jahren ( WM lief gerade) bekam ich im Sommer die Nachricht, "Sie sind Schwanger!" mit damals 36 eine große Freude. Ich hatte fest damit gerechnet, dass mein Partner, den ich schließlich seit Jahren kannte, sich auch freuen würde. Er machte zum damaligen Zeitpunkt ein Studium und verdiente nicht viel. Aber mit Unterstützung seiner und meiner Eltern schaffen wir das schon. Ich konnte die schöne Nachricht später loswerden....die Freude blieb allerdings aus. "Wir haben kein Geld für ein Kind, wie stellst du dir das vor!?" usw. wir gingen an diesem Tag mit Krach auseinander. 2 Tage später kam meine Mutter ins Krankenhaus, Intensiv-Station, Wiederbelebung, Koma usw. das volle Programm. Ich war jeden Tag bei ihr, hatte Angst, dass sie stirbt. Ich war abends dann meißt bei Schwiegermutter. Die redetet nun auf mich ein ich solle Abtreiben. Sie hat natürlich in der Zeit, wo ich im Krankenhaus bei meiner Mutter war, ihren Sohn bearbeitet. Der kam dann später auch mit den gleichen Worten. (Er neigt dazu, Dinge dann genau so wiederzugeben!) Alle redeten plötzlich auf mich ein....ich konnte nicht mehr klar denken, hatte Angst alleine dar zu stehen. Dann kam ein Satz von meinem Vater: "Wie hast du dir das vorgestellt deine Mutter zu pflegen, mit einem Baby unterm Arm?" Er ging davon aus, dass ich das dann alles machen würde. Er legt dann die Hände auf den Schoß. Später stellte sich heraus, dass er zu diesem Zeitpunkt eine Affäre hatte.
Schwiegermutter:"Mach das Leben meines Sohnes nicht kaputt! Wenn er wegen dir sein Studium aufgeben muss." Ich habe mich nur noch gefügt, ich fühlte mich wie in einem Traum der nicht zu enden schien. Wie unter Hypnose. Meine Schwiegermutter begleitete mich zu ProFamilia. Das Gespräch führte die Mitarbeiterin (Ärztin) mit meiner Schwiegermutter alleine. Ich war derweilen auf dem WC und heulte mir die Augen aus. Ich weiß bis heute nicht, was dort besprochen wurde, aber ich bekam das Schriftstück, welches ich für die Abtreibung brauchte. Schließlich hatte ich einen Termin zur Abtreibung. Ich habe die ganze Praxis zusammengebrüllt. Ich hatte das Gefühl, der Arzt hätte mir einen Staubsauger mit 10.000 Watt unten rein geschoben, der nun meine Innerein aussaugt. Später erfuhr ich, dass ich keine Betäubung erhalten habe. Ich war in der 16. Woche. Nun war alles vorbei. Der Druck ließ nach. Keiner mehr da, der auf mich einredete. Habe mich dem Willen der anderen gefügt. Meiner Mutter ging es dann langsam immer besser und sie erholte sich. Mein Freund beendete sein Studium erfolgreich. Meinen Schwiegereltern ging es gut. Und was war mit mir? Ich fühlte mich leer, depressiv, konnte nicht mehr lachen. Ich lag Nächte lang wach. Meiner Mutter konnte ich nicht erzählen was passiert war. Sie hätte meine Schwiegereltern zerstückelt. Mein Freund hat es eingesehen, dass es ein großer Fehler war. Trotzdem ist Mama die Beste.
Ich hatte all die Jahre, nun sagen wir mal einen normalen Zugang zu meinen Schwiegereltern. (solange ich die Arbeit für sie erledigt habe). Ich kam zum Haareschneiden, Putzen, mit dem Hund gehen, alles was meine Schwiegermutter wegen ihrer schweren Unlust (eher Faulheit) nicht schaffen konnte. Weihnachten saßen sie bei uns und ich servierte ein 6-Gänge-Menü. (An allen 3 Tagen!!) Alles war gut. Vor ihrer Sicht aus. Aus meiner Sicht hätte ich sie in einem Löffel voll Wasser ertränken können. Meine Wut gegenüber meiner Schwiegermutter hatte sich immer mehr angestaut und mein Freund hat es dann abbekommen. Spätestens beim nächsten Mutter-Streit zwischen uns. Ich entwickelte eine Verachtung die sich gesteigert hatte, nachdem meine Schwiegermutter ihre eigene Mutter in einem Heim regelrecht verrecken ließ. Sie hat zu Hause ein ganzes Zimmer, dass leer steht. Den ganzen Tag Zeit, da sie eh keine Hausarbeiten macht. Der Pflegedienst wäre 3 x täglich, ich 1x täglich und eine Freundin von mir (gelernte Krankenschwester) 1x täglich gekommen um die Oma zu waschen, zu pempern und die Wunden zu versorgen. Sie hätte lediglich füttern müssen. Schwiegermutter: "Ich hab es im Rücken das geht nicht!" Ich hoffe, sie kriegt das gleiche! Mein Freund versuchte sie umzustimmen, aber ohne Erfolg. Schließlich ist Oma nach langer Qual verstorben. "Ich habe meine Mutter gepflegt" hieß es dann. Ja, stimmt sie war von morgens bis abends im Heim, nee in der Nähe des Heims, in den Geschäften. Zwischendurch auch mal im Heim, da sie genau wusste, wie die Pflegerinnen hießen, wo wann und wie sie ihren Urlaub verbrachten. Nur als ich sie gefragt habe, ob die Oma denn noch dieses eine Medikament bekommt, das konnte sie mir nicht sagen. "Das weiß ich doch nicht!" hieß es. Man kann die Pflegerinnen auch mal fragen, wenn ihr ehr zusammen sitzt und über den neuesten Tratsch erzählt. Was ist denn wichtiger? Sparbuch wurde dann nach allem gefunden und anstatt es für eine Beerdigung auszugeben, wurde ein anonymes Grab gemacht. Wir wissen weder unter welchem Baum sie liegt, noch erinnert irgendeine Tafel an sie. Nach diesem Ereignis waren meine Schwiegereltern bei mir unten durch.

Mein Freund erzählte bei seinen Elterin immer alles von uns, was wir am Wochenende gemacht haben, wer zu besuch war. Wo wir waren. Einfach alles. Die wissen sogar wie meine Kollegen heißen, wo sie wohnen, was ihre Hobbys sind. (Und das ist nicht übertrieben!!) Vor ca. 4 Wochen,war ich mal da und fragte nach meinen Schwiegervater, der eine neue Arbeitsstelle angefangen hatte. Meine Schwiegermutter meinte: "Frag ihn am besten selber." Ich: "In welcher Stadt arbeitet er denn jetzt?" Schwiegermutter: "Puhhh, hab ich vergessen, lass ihn mal erzählen." Da ich keine richtige Antwort von ihr bekam, kam es mir vor, als ob ich nichts wissen darf. Am Abend rief uns Schwiegervater an und fragte nach seinem Sohn. Als ich anfing ihn zu fragen, wie denn der neue Job wäre, kam kein Gespräch, sondern nur eine kurze Antwort: "Gut, alles bestens, sagst du meinem Sohn, er soll mich zurückrufen?!" Telefonat beendet. Dies war nicht zum 1. x so. Ich regt mich dann mal wieder so auf, Nun ja, dachte ich mir, wenn ich nichts mehr von euch wissen darf....dann ihr von mir auch nicht.... Nur leider habe ich diese Rechnung ohne meinen Freund gemacht. Denn der hat nichts anderes zu tun, als 3x in der Woche "Zum Sport" zu seinen Eltern zu fahren. Mama fragt ihn dann aus und erzählt es beim nächsten Treffen meiner Mutter. Die erzählt es dann mir. Ich flippe aus. Es gibt krach und mein Freund sagt: "Ich will damit nichts zu tun haben, klär das mit meiner Mutter." so ging es immer wieder. Wir stritten uns wenn, immer wegen seiner Mutter. Vor ca. 4 Wochen hab ich die Sache dann geklärt. Ich bin seiner Mutter gegenüber ausgerastet. Meine Schwiegermutter fragte mich, was mit mir wäre. Das fragt sie ständig obwohl man vielleicht nur in Eile ist oder gar nichts ist. Da habe ich sie auf die Sache mit der Arbeit meines Schwiegervaters angesprochen. Sie tat so als ob das völlig normal gewesen wäre. Dieses Gespräch intensivierte sich schließlich so weit, dass sie sagte:"Du beeinflusst doch meinen Sohn!" Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig. Sprechen wir von dem gleichen Menschen? Der, der immer zu seiner Mutter hält, nie zu mir steht? Ja, sie meinte ihn. (Sie ist ja nie was schuld!) Schließlich kamen wir zum Thema Abtreibung. Wir hatten all die Jahre nie darüber gesprochen. Da fing sie an, mir klar machen zu wollen, dass eine Abtreibung nix schlimmes ist. Ich soll mich nicht so anstellen. Ich würde ja wohl nicht in so einer schlechten Welt noch Kinder in die Welt setzen wollen. Als ich ihr dann sagte, dass sie mich dazu gedrängt hat die Abtreibung zu vollziehen, sagt sie allen ernstes zu mir, das wäre sie nicht gewesen sondern ihr Mann. Ich:" Schieb doch nicht wieder alles auf deinen Mann....steh mal zu dem was du gesagt hast. Willst du mir jetzt tatsächlich sagen, dass du nicht mit erhobenem Zeigefinger vor mir gestanden hast und gebrüllt hast: "Mach das Leben meines Sohnes nicht kaputt!"?" Ich hab sie aus meinem Auto (vor ihrer Haustüre) rausgeschmissen. Bevor sie die Tür zuschmiss, ganz kleinlaut: "War es das jetzt?" Ich:"JA, mach die Tür zu!"
Als ich nach Hause kam, sagte ich meinem Freund: "Du hast doch gesagt, ich soll das mit deiner Mutter klären?! Ich hab das mit deiner Mutter geklärt!" Er war geschockt. Damit hat er nicht gerechnet. Seine Mutter behauptet nun, dass hätte sie alles nicht gesagt. Das sagt mir eine Frau, die ihren eigenen Sohn über Jahre angelogen hat, dass sie nicht mehr rauchen würde. Dabei rauchte sie die ganze Zeit heimlich weiter. Alle wussten es nur mein Freund nicht. Bis er sie erwischt hat. :D
Ich denke jeden Tag an mein Kind, welches ich abtreiben ließ. Ich habe den Termin gemacht und das alles über mich ergehen lassen. Trotzdem habe ich Wut auf meine Schwiegermutter. Ist das Falsch? Eine Kombination aus Wut und Traurigkeit begleiten mich durch meinen Alltag. Freunde, die mich von früher kennen, fällt auf, dass ich nicht mehr so viel lache und stiller geworden bin.
Weihnachten steht bald vor der Türe....mein Freund muss nun ohne Eltern feiern (oder ohne mich). Ich habe bereits aus einem Streit heraus zu ihm gesagt, dass ich seine Mutter unter der Erde am liebsten hätte. Sowas sagt man nicht. Es tat mir auch unendlich leid. Er sagte dann nur, "ich kann dich verstehen". Ob er es wirklich tut, kann ich nicht erkennen. Denn er geht immer noch 3x die Woche "Zum Sport" in sein altes Zimmer. Und er macht da nur Sport, er redet mit niemandem. Ja, klar! :wink:
Ich kann nur allen Frauen die Schwanger sind raten, wenn ihr unsicher seid, entscheidet euch immer für das Kind. Glaubt mir, eine Abtreibung verfolgt euch ein Leben lang. Man fragt sich immer wieder, wäre es ein Junge oder ein Mädchen, jetzt würde es auch eingeschult werden, usw.
Leider kann ich keine Kinder mehr bekommen...wie es aussieht....wir haben es mit allen Mitteln versucht, es hat nicht sollen sein. Und die einzige Chance habe ich vertan.
Nun frag ich mich,...ich habe das Leben ihres Sohnes nicht zerstört, sie unseres aber schon. Denn wir hätten uns beide über Nachwuchs gefreut. Sie kann damit leben, ich leider nicht.
Ich wünsche euch alles Gute und ganz viel Kraft.


24.09.2013, 13:34
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Beitrag Re: Meine Geschichte- lernt daraus
Tippfehler, sorry ich war in der 12. Woche! Aber eigentlich schon drüber! Es gibt aber Ärzte, die manipulieren alles...


26.09.2013, 09:41
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Beitrag Re: Meine Geschichte- lernt daraus
Hallo Betty,

Uiuiuiu, Deine Geschichte klingt so traurig und es tut mir so unendlich leid! Das es Dir vergönnt bleibt, Mama zu werden. Ich drücke Dich und schicke Die viel Kraft! Ich wünsche dir das sich noch ein kleines Wunder auf den Weg zu Euch macht!

Fühl Dich gedrückt!


09.10.2013, 22:11
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