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 Ich komm nicht klar nach Abbruch mit med. Indikation 

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Registriert: 10.04.2016, 00:10
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Beitrag Re: Ich komm nicht klar nach Abbruch mit med. Indikation
Hallo,
ich bin neu hier und ebenso betroffen, hatte dieselbe Diagnose und bin daher in einer ganz ähnlichen Situation, es ist noch ganz frisch. Bin gerade auf dieses, schon etwas ältere Posting von Katharina gestoßen.
Die Beiträge sind ja schon etwas älter, das Forum recht still in letzter Zeit. Schade..
Liest hier noch jemand?
Ich würde mich gerne austauschen mit ebenso Betroffenen und würde mich sehr über eine Antwort oder Nachricht freuen! Wäre ebenfalls sehr dankbar über Austausch mit jemand, der Ähnliches durchgemacht hat, egal ob ganz frisch oder schon vor etwas längerer Zeit.

Noch eine Frage: wie bekomme ich Zugang zu dem Bereich "Schwangerschaftsabbruch nach medizinischer Indikation"? Wenn ich auf die angegebene Gruppe klicke, erscheint nur eine Fehlermeldung. Oder ist das Forum nicht mehr wirklich aktiv? (Wenig Beiträge in den letzten Wochen/Monaten)

Freue mich über eine Antwort oder Unterstützung.

Marge


10.04.2016, 00:31
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Beitrag Re: Ich komm nicht klar nach Abbruch mit med. Indikation
Hallo,

Liest hier noch jemand?

Ich bin in derselben Situation und würde mich sehr über Austausch freuen!

Vielleicht antwortet ja jemand, der auch betroffen ist.
Ich würde mich auch sehr freuen, zu erfahren, wie es euch, die ihr vor über einem Jahr hier geschrieben habt, mittlerweile geht. Werden die Schuldgefühle irgendwann weniger?

Liebe Grüße!


03.07.2016, 00:09

Registriert: 07.03.2017, 12:15
Beiträge: 2
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Beitrag Re: Ich komm nicht klar nach Abbruch mit med. Indikation
Hallo,

bei mir ist es noch nicht mal eine Woche her, dass ich meinen geliebten Maximilian verloren habe. In der 20. SSW wurden im Organultraschall ein schwerer Herzfehler, massive Fehlbildungen am Magen-Darm-Trakt und Verdacht auf Trisomie 21 festgestellt. Die Fruchtwasserpunktion bestätigte dann die Trisomie 21. Zu viel Fruchtwasser und Schluckstörungen von Maximilian wurden auch festgestellt.
Wir haben bereits eine 2,5-jährige Tochter. Maximilian war unser absolutes Wunschkind. Dennoch konnten wir uns nicht vorstellen ihn zu bekommen. Da wir der Ansicht sind, dass wir nicht die Kraft haben diese ganzen anstehenden OPs zu meistern und ihn dann doch wahrscheinlich nach kurzer Zeit gehen lassen zu müssen. Auch die Auswirkungen für unsere geliebte Tochter konnten wir nicht ertragen, dass ihr ihre Kindheit genommen wird und sie auf Mama und Papa verzichten müsste. Wir hatten auch ein Gespräch mit einer Kinderchirurgin, die uns ehrlich gesagt hat, dass wenn sie die Wahl hätte sie sich für den Abbruch entscheiden würde - für Maximilian wäre Leben eine Qual.
Letzten Mittwoch hatte ich dann in der 21. SSW den Abbruch mit Ausschabung. Maximilian überlebte die Geburt und war 25 Minuten bei uns. Diese 25 Minuten betrachte ich als absolutes Geschenk! Laut Ärzten hat er in dem Moment nicht gelitten. Wir hatten nochmal die Chance Abschied zu nehmen.
Ich bereue den Abbruch an sich nicht, da ich immer noch der Ansicht bin, dass es keinen anderen Weg für uns gab. Aber ich vermisse meinen Maximilian so! Ich habe ein schlechtes Gewissen weil ich ihm nicht mehr meine Liebe zeigen konnte. Die ganze Schwangerschaft hatte ich immer das Gefühl mich nicht richtig auf unser Wunschkind zu freuen. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich kurz zuvor in der 6. SSW einen Abgang hatte und bei Maximilian aufgrund Blutungen in der Frühschwangerschaft auch Sorge hatte, dass wieder was passieren könnte. Vielleicht habe ich aber auch unterbewusst gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Unsere Nachbarin ist auch schwanger - ihr errechneter Entbindungstermin ist 2,5 Wochen früher als der von Maximilian. Sie zu sehen ist für mich die Hölle! Nicht, dass ich ihr nicht gönnen würde ein gesundes Kind zu bekommen (ich wünsche es ihr absolut!), ich weiss aber nicht wie ich damit leben soll jeden Tag das Glück nebenan zu sehen. Wegziehen kommt leider nicht in Frage, da wir ein eigenes Haus haben.
Mir zerreisst es einfach das Herz. Wenn wir nicht unsere Tochter hätten um die ich mich kümmern muss, würde ich nicht mehr aus dem Bett aufstehen.Ich weiss einfach nicht wie ich damit leben soll.
Ich weiss nicht ob von euch hier noch jemand aktiv ist ... Vielleicht könnt ihr mir erzählen wie ihr es geschafft habt.
Liebe Grüße


07.03.2017, 13:33
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