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 Wie ein Alptraum 

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Beitrag Wie ein Alptraum
Schon seit einer Woche, kenne ich dieses Forum. Ich habe viel gelesen und immer gedacht, ich mache alles mit mir selbst aus. Aber es zerfrisst mich innerlich. Ich weiß nicht, ob ich hier auf Verständnis stosse oder Ablehnung, aber ich möchte einfach alles von der Seele reden bzw schreiben.
Es wird eine längere Geschichte.
Ich war mit meinem mittlerweile wieder ex Freund zwei Jahre zs. Ich habe erst später gemerkt, dass er immer recht viel trinkt. Er ist ein. Quartalstrinker. Sein Vater war Alkoholiker. Er hatte aber nie die Einsicht. Er war sonst ein liebevoller Mensch und ich habe mir immer eingeredet er i wird sich ändern. Wir sind zusammengezogen, ich habe schon ein Kind, sie ist sechs. Aber es wurde immer schlimmer. Er ging wieder regelmäßig feiern und dadurch stritten wir viel, weil er nie seine Grenzen kannte. Das möchte ich auch sehr kurz halten, sonst schreibe ich morgen noch. Ich trennte mich und ordnete mein. Leben wieder. Es viel mir schwer, denn ich habe mich nicht getrennt, weil ich ihn nicht liebe sondern, weil ich einfach nicht mehr so leben konnte. Es war funkstille. Ein halbes Jahr später nahm er Kontakt auf und erzählte mir die schönsten Dinge. Er geht in Therapie er hat alles verstanden. Er will seine Familie zurück Etc. Ich liebte ihn noch immer und wir trafen uns wieder. Nach drei Monaten trank er nach einem Streit wieder. Ich war ihm hörig, Abhängig, ich weiss es nicht. Denn er redete immer alles so, dass ich mich schuldig fühlte. So blieb ich bei ihm. Meine Tochter hielt ich aus der Sache raus. Wir trafen uns nur wenn sie schlief. Ich wollte erst sehen dass er sich ändert, bevor ich sie wieder ins Boot holte.
Wir haben im Januar miteinander geschlafen verhüteteten mit kondom.. Nach ein paar wochen wusste ich, ich bin schwanger
Nun ja, er wusste meinen Kinderwunsch. Ich hatte vor einem Jahr eine konisation und der Arzt sagte mir damals, wenn sie Kinder möchten dann jetzt. Ich habe gesagt gut, ich werde sehen was die Zukunft bringt, ich habe eine Tochter ich werde nicht einfach so ein Kind in die Welt setzen.
Ich nahm die Pille nicht Da ich ja eh niemanden hatte in unserer Trennungszeit.
Da stand ich nun. Ungeplant schwanger, er war überall nur nicht bei mir. Er lebte in dem. Jahr wo wir getrennt waren ein anderes Leben. Ich Familienleben und er Single Mann. Er hatte wieder ganz andere Vorstellungen. Obwohl er mir Monate in den Ohren lag, wir fehlen ihm so, er brauch den alkohol und das feiern nicht mehr etc.
Meine erste Reaktion war, ich kann das Kind nicht behalten. Nicht mit ihm. Nicht in der Situation. Er hat schon ein Kind, das ihm damals untergejubelt wurde wie er sagt, um dass er sich nicht kümmert. Ich hane einen guten Job, bin alleinerziehend und dann noch ein Baby?Und obwohl mein Kinderwunsch da war, so gross, wusste ich es wäre nicht richtig, es zu behalten.
Sein Verhalten ging von bis. Von du wirst alleinerziehende sein, es wird sich zwischen uns nicjt ändern ich soll nicht rum. Heulen, dass ich dann keine zeit mehr für mich habe (da war er sauer) bis hin zu ich würde mich um das Kind kümmern. Tag und Nacht.. Nach den Sätzen die er mir um die Ohren knallte war mir klar, so geht es nicht. Es war eine Höllen Woche. I ch weinte so viel und war allein. Nie hätte ich gedacht, dass ich das jemals tun müsste. Aber es wäre für das Kind, für meine Tochter und mich alles andere als einfach ausgegangen. Mein ex Freund hat es immer wieder geschafft mich hörig zu machen und schuldig zu fühlen. Auf der anderen Seite war er aber wieder liebevoll.
Deswegen liebe ich ihn wohl auch.
Ich ging am. Montag in die Klinik mit einer Freundin. Ich brach schon in der Praxis zusammen und sagte ich kann das nicht. Ich habe es bis in den aufwachraum, wo ich auf die OP warten musste geschafft, hatte ein Gespräch mit dem Arzt. Ich weinte stundenlang. Er schickte mich wieder nach Hause und sagte, ich solle mir meine Gedanken machen. Ich war wie erleichtert. Aber zuhause angekommen, war wieder das gleiche Dilemma. Du kannst das Kind so nicht bekommen. Nicht mit ihm. Er wird sich wie ein roter Faden durch dein Leben ziehen wenn er sich nicht endlich ändert. Und das tut er nicht. Bei seiner Therapie war er ganze zwei mal danach nie wieder. Er hätte kein Problem.
So machte ich einen Termin am nächsten Tag. Ich war ruhig und entschlossen. Als ich im. OP war weinte ich, und schämte mich. Als ich aufwachte brach ich in den Armen meiner Freundin zusammen.
Mein ex Freund machte mir Vorwürfe was ich für ein Mensch wäre, ich hätte es allein entschieden. Dabei hätte alles anders laufen können, wenn er gesagt hätte ich stehe dir bei. Wir schaffen das. Wir gehen den Weg der Therapie zs. All sowas.
Nun ja. Drei Tage später hatte ich immernoch starke Schmerzen. Ich ging zum Arzt und er sagte mir, dass. Die Gebärmutter noch mit. Resten vollsitzt und es so absolut nicht geht. Ich muss sofort wieder in die Klinik. Dort gab man mir Tabletten, die die Gebärmutter zs ziehen sollen. Ich hab immer wieder Krämpfe . Die nehme ich seit gestern und es ist heftig. Es sind Schmerzen ohne Ende. Wenn es bis Montag nicht raus ist, muss ich zur zweiten ausschabung am Dienstag. Es ist alles wie ein Alptraum.
Und ich sitze hier weinend. Mein ex. Freund, von dem ich dachte es wird alles. Gut Macht mir Vorwürfe geht sich am Wochenende betrinken, obwohl er wusste was passiert war.
Und ich fühle mich schlecht, weil ich das Kind abgetrieben habe. Ich bereue es nicht, weil ich weiss, dass es das richtige war. Aber allein dass ich es tun musste, ist grausam.
So der Text war wirklich lang.
Vllt hat es ja. Jmd. Geschafft, bis zu Ende zu lesen


03.03.2018, 17:57
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Beitrag Re: Wie ein Alptraum
liebe uninteressant,
ich habe deinen text bis zum schluss gelesen und fand ihn gar nicht so lange ;)
herzlich willkommen hier im forum. hier wird dich keiner verurteilen. hier hat jeder seine eigene geschichte. hier hat sich die entscheidung keiner leicht gemacht.
einige sachen aus deiner geschichte kommen mir sehr bekannt vor.
qaurtalstrinker... das is mein vater auch. und ich kann sehr gut nachvollziehen wie schlimm sowas is. meine mutter kommt auch nicht von ihm los. is natürlich nach 50 jahren ehe auch nicht so einfach. ich wünsche dir viel kraft das du es schaffst von ihm los zu kommen. denn ich kann nur aus der erfahrung sprechen das es nicht besser wird sondern eher schlimmer. wenn der trinker sich keine hilfe sucht und einen entzug macht.
das mit dem weinen in der praxis kann ich auch sehr gut verstehen. mir ging es genauso und der arzt wollte das ich wieder gehe. ich bin nicht gegangen und hab den abbruch vornehmen lassen. allerdings bei mir war allerding danach medizinisch alles gut.
ich drück dir die daumen das die schmerzen bald vorbei sind und du nicht zu einer zweiten ausschabung musst.
er wird übrigens immer eine ausrede finden warum er wieder trinken geht oder gegangen ist.
ich schick dir einen sack voller kraft, herzlichst cordula


04.03.2018, 18:15
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Beitrag Re: Wie ein Alptraum
Hey vielen Dank für deine Antwort.
Ich brauche keine zweite ausschabung. Es ist zwar noch nicht ganz ok, aber das soll sich mit der nächsten regelblutung legen.
Ich finde es so schimm, dass den Betroffenen nicht helfen kann. Aber das sollte für mich nicht mehr im Vordergrund stehen. Ich habe mich gegen ein Kind entscheiden müssen. Und das ist schlimm.


05.03.2018, 23:09
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