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 Albtraum 
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Beitrag Albtraum
Ich möchte hier meine Geschichte erzählen.
Als ich erfahren Hab, das ich schwanger bin, war ich hin und her gerissen, bis die Angst und die Panik die Oberhand gewonnen haben und ich dadurch einen Tunnelblick entwickelt habe. Meine Angst und Panik bestand daraus, das das baby auch krank sein wird...der Gedanke es könnte gesund sein, ließ ich nicht zu. Ich habe eine balancierte reziproke translokation der chromosomen 15 und 18. Mein Sohn kam unbalanciert und mit Herzfehler auf die Welt( der Herzfehler stammt aber nicht von den chromosomen). Er wurde im Januar am offenen Herzen operiert. Ein Jahr davor haben wir 2 Wochen um sein Leben gekämpft wegen einer Influenza. Mich hat die Schwangerschaft alles wieder durchleben lassen, die Ängste die Sorgen....als ich den positiven Test sah wusste ich nicht, was denken, was fühlen....dann sortierte ich die babysachen ob noch alles da wäre...bis die Angst und Panik auf mich einschlug. So entschied ich mich für einen abbruch...bei der voruntersuchung wurde festgestellt das kein Herzschlag da ist und somit hatte ich 5 Tage Zeit mir bewusst zu werden das das kleine nicht mehr lebt. Die Ärztin beließ es auf abbruch und so nahm der Alptraum seinen Lauf...Ich ging in die Klinik zur op , am nächsten Tag Las ich den Arztbrief....herzaktivität positiv....mir zog es den Boden unter den Füßen weg, ich knallte richtig auf. Es ist nun 4 Wochen her und ständig Frage ich Mich, warum wurde ich nicht geweckt? Warum haben sie mir diese Neuigkeit nicht mitgeteilt? Hätte ich gewusst das es schlägt, wäre ich wirklich hin, hätte ich es wirklich getan? Ich werde diese fragen nie beantwortet bekommen und es geht mir damit soso schlecht! Ich geh auch nicht zu dieser nachuntersuchung, ich kann es einfach nicht! Ich wünsche mir so sehr, das sie mich geweckt hätten und ich erfahren hätte das das kleine doch lebt, vielleicht hätte ich mich doch dafür entschieden.....heute weiss Ich, das die Ärztin es hätte ändern müssen auf ausschabung, aber diese Erkenntnis hilft mir absolut nicht, auf keiner weise! Jeden Tag immer die gleichen Fragen in meinem Kopf, was wäre wenn ich's gewusst hätte.....

Liebe Grüsse Steffi


21.09.2020, 09:16
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Beitrag Viel Trost und Kraft für dich!
Liebe Steffi,

mir fehlen fast die Worte - von Herzen mein tiefes Mitgefühl für dich! Es ist unfassbar, was geschehen ist... und dass es geschehen konnte. Dein Mutterherz hat viel zu verkraften und die große OP und der Kampf um das Leben deines Sohnes vor zwei Jahren haben ihre Spuren hinterlassen. Von Herzen viel Trost und Kraft für dich! Kannst du mit deinem Mann sprechen? Habe Geduld mit dir – die Trauer kostet Kraft und Zeit.... Gestehe sie dir zu. Suche dir ruhig auch Hilfe, um das Geschehene zu verarbeiten, um mit der Zeit wieder Mut und Hoffnung zu finden.

Alles, alles Liebe für dich von Lydia


23.09.2020, 10:21
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