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 Abgang, wie weiter? 

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Registriert: 05.09.2005, 03:00
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Beitrag Abgang, wie weiter?
Hallo an alle

Ich bin mir zwar nicht sicher ob das hier rein gehört aber ich möchte einfach mit jemanden reden bzw schreiben.

heute ist montag der19 september 2005 und gestern habe ich mein kind verloren. ich bekam auf einmal blutungen und hab mich hingelegt und die ganze zeit probiert meinen Arzt zu erreichen leider ohne hoffnung.
dann gegen mittag ist es pasiert (sagt mir mein Gefühl). ich bin auf die tolette gegangen und habe mir mein kind aus dam leib gezogen, da ich wusste es ist tot habe ich mir das angesehen was ich da rausgezogen habe. es war schrecklich anzusehen.

heute muss ich zum arzt und dann warscheinlich ins krankenhaus zur ausschabung.

was jetzt eigentlich mein grund ist warum ich hier schreibe ist:
ICh würde mich sehr freuen wenn mich ein Paar menschen anschreiben würden dennen es genauso erging oder noch schlimmer war.

ich suche einfach jemanden mit dem ic darüber reden kann, wie es ihm/ihr erging um irgent wo die trauer zu verarbeiten.

ich danke euch das ihr hier mal rein geschaut habt bzw gelesen habt.
wünsche euch noch alles gute
liebe grüße Steffi


19.09.2005, 10:55
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Moderation

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Beitrag 
Hallo Steffi,

lass dich erst einmal ganz lieb drücken. So was zu erleben ist immer ein Schock, egal auf welche weise ein Sternchen geht.

Ich hatte am 24.08. diesen Jahres einen Abgang. Ich hatte erst ziemliche Unterleibskrämpfe. Die gingen aber dann wieder weg. Wir wollten dann auch direkt zum FA. Soweit kam es dann aber nicht mehr. Ich stand auf einmal in einer riesigen Blutlache und als ich mich umziehen wollte und noch mal auf die Toilette bin, ist mein Sternchen einfach ins Klo geplumpst. Das hab ich aber erst erfahren, als ich im KH war, sonst wär ich wahrscheinlich total hysterisch geworden.

Im Mai hatte ich für meine kleine Sophia, die ich vor zwei Jahren hergeben musste, einen Olivenbaum gepflanzt. Hier habe ich für unser Sternchen, ich hab es Christopher-Robin genannt, einen Frosch aufgesetzt um mich von ihm zu verabschieden. Der Olivenbaum steht bei uns auf dem Balkon, er nimmt also an unserem täglichen Leben teil. Oft setze ich mich einfach vor den Baum und denke an die kleinen.

Ich hoffe, du findest einen Weg, um dich von Deinem Sternchen zu verabschieden. Mir haben der Baum und die Personifizierung der Sternchen geholfen mich richtig von Ihnen zu verabschieden. Sicher gibt es immer wieder Momente, wo ich traurig bin und an meine zwei kleinen denke, aber im guten und ganzen komme ich mittlerweile ganz gut damit klar.

Liebe Grüße
Steffi


19.09.2005, 12:58
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Beitrag 
Hallo Ihr!

Ersteinmal mein Beileid für das, was Euch passiert ist. (Auch wenn es eine zu oft gehörte Phrase ist und leider auch nicht weiter hilft)

Mein Freund und ich haben im August 2005 erfahren, dass ich schwanger bin und wir haben uns wahnsinnig gefreut. Trotz aller ersten Bedenken.

Es waren wunderschöne 7 Wochen, die wir zusammen genossen haben, mein Freund, ich und unser werdendes Baby...

An einem Nachmittag hab ich dann plötzlich leichte Blutungen bekommen und bin auf direktem Weg zum Arzt. Der hat mir auf dem Ultraschall gezeigt, dass mein Baby noch da ist. Ich sollte Bettruhe halten und mich möglichst nicht bewegen.
Das hab ich auch gemacht, ich habe mich so wenig bewegt, wie mir möglich war, habe die ganze Zeit mit meinem Bauch geredet und tausend gute Gedanken auf den Weg geschickt...

Eines Samstag Nachts ist es dann passiert... Mein Freund war auf der Arbeit und ich lag allein zu Hause im Bett. Plötzlich bin ich aufgewacht und hatte so unglaubliche Schmerzen. Ich wußte, dass es vorbei ist, wollte es aber nicht wahr haben.
Ich bin dann auf Toilette gegangen und alles war voller Blut, das Bett, ich.... Und da hab ich eine kleinie gelbe Kugel gesehen und ich wußte, dass das mein werdendes Baby war......

Es ist jetzt schon ein halbes Jahr rum, aber es ist so schrecklich! Die ganze Zeit ging es mir eigentlich recht gut (nachdem ich die erste Trauer überwunden hab) aber jetzt, da sich er errechnete Geburtstermin nähert denke ich wieder öfter daran und jedesmal steigen mir die Tränen in die Augen!!
Ich tröste mich damit, dass es wohl seinen Grund gehabt hat, aber es tut weh......... Jedes Babyfoto hinterlässt einen Stich in meinem Herz!!

Es ist das erste mal, dass ich das so erzähle. Außer mit meinem Freund konnte ich darüber mit eigentlich niemandem reden. Und ihm fällt es sehr schwer darüber zu reden, er trauert lieber für sich im Stillen.

Wie haben Eure Partner darauf reagiert? Konnten sie Euch stüzten?
Mein Freund sagt mir nur immer wieder, wie gern er mit mir ein Kind hätte, aber ich kann es einfach noch nicht wieder.......

Danke, fürs zu"hören" ... :wink:


10.03.2006, 03:54
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Beitrag Heute gehts etwas besser...
Hallo Pueppi,

den Spruch "Ich bin für dich da und hör dir zu" kenn ich nur zu gut. Weiß auch, dass er ernst gemeint ist, aber es ist halt doch was anderes, ob man mit einem Mann oder einer Frau darüber redet. Es ist keinesfalls männerfeindlich gemeint, aber wirklich den Schmerz nachvollziehen kann ein Mann glaub ich nie! Und auch wenn ich die ein oder andere Freundin habe, mit der ich zumindest teilweise über das Erlebte reden kann... Es hat noch keine von ihnen (ich wünsche es auch niemandem) selbst erlebt. Auch da fehlt also ein Stück Verständnis..... Verständlicherweise, aber es hilft mir leider nicht weiter!

Freue mich sehr über deine Reaktion auf mein Posting, hatte schon Angst, es schreibt niemand was dazu!!!

Vielleicht magst du mir einfach mal eine eMail schreiben! Würde mich freuen, mit dir austauschen zu können!! Mit jemandem, der einen verstehen kann....

greengables@gmx.net


10.03.2006, 20:28

Registriert: 14.04.2006, 03:00
Beiträge: 4
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Beitrag ihr seid nicht allein
hallo ihr lieben, ich habe die texte von euch gelesen und mußte dann weinen... ich habe mein baby am 01.03.06 verloren. das herzchen hatte nicht mehr geschlagen, dann mußte ich ins krankenhaus. dort hat man dann wehen eingeleitet und eine ausschabung vorgenommen. es war schon das zweite mal das ich wehen hatte und kein kind in meinen armen halten konnte. mein freund und ich hatten uns so auf unser baby gefreut und jetzt bin ich nur noch gereitzt und zickig... für mich ist das alles zu viel, da meine zwillingsschwester nur zwei wochen nach mir schwanger geworden ist. am anfang haben wir beide uns so gefreut, gleichzeitig schwanger zu sein, doch mit der fehlgeburt hat sich das geändert. wir hatten immer ein sehr gutes verhältnis zueinander, aber jetzt kann ich mich nicht für sie freuen... das tut mir so leid, aber ich kann nicht anders. es ist so ungerecht, sie :( :( hat doch schon eine süsse tochter! :(


15.04.2006, 16:25
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Beitrag 
hi joan76

Erst mal es tut mir wirklich sehr leid für dich!!!!! :(
Aber ich Glaube deine Schwester versteht das und ist dir mit sicherheit auch nicht Böse!!!
Ich Drücke DIR ganz fest die daumen das du bald dein kleines sternchen in den armen halten wirst, und wenn es soweit ist dann erfreu dich an ihm!! Es wird dir über den ganzen schmerz hinweg helfen!!!
Kopf Hoch auch wenn es schwer fällt!!

liebdrück!!!!


15.04.2006, 20:02
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Beitrag hallo ihr lieben
Ich kann euch alle sehr gut verstehen.

Ich selbst habe im Oktober 2005 erfahren, dass ich in der 5Woche schwanger bin und mein Freund und ich haben uns sehr darauf gefreut obwohl es nicht gewollt war, trotzdem haben wir sofort uns Gedanken gemacht und uns entschlossen es zu behalten.

Doch dann am 29.11.2005 bekam ich fürchterliche Schmerzen und starke Blutungen und als ich dann auf der Toilette war bemerkt ich eine kleine Kugel und wußte sofort das dies mein kleines Baby war.

Für mich brach eine Welt zusammen und ich kam eigentlich die erste Zeit sehr gut darüber hinweg, doch nun denk ich nur noch an das Baby und je näher der eigentliche Geburtstermin ranrückt desto mehr trauer ich.

Leider habe ich auch keinen an dem ich mich wenden kann, denn mein Partner ist dabei keine große hilfe da ich denke, dass er sowas nicht nach empfinden kann so wie wir Frauen.

Es tut so verdammt weh in der Seele und man findet keinen Weg damit klar zukommen. Und dann hört man immer wieder die Worte, die man gesagt bekommen hat wie z.b "Das Leben geht weiter so wie zuvor" und da kann ich nur sagen, NEIN das Leben hat sich verändert denn man stellte sich ab den ersten Tag an ein Leben mit einem Kind vor und nun ist alle vorbei und das ohne vorwarnung.

Und ich kann nur allen raten, lasst eure Trauer zu und errinert euch zurück. Und so etwas kann man nie vergessen oder sonst wie, denn man trauert immer wieder.

Und wenn wer mag sich mit mir mehr zu unterhalten dann wendet euch doch bitte an die Email Trayli@web.de

Danke ihr lieben und für mein Sternchen habe ich nun auch ein Bäumlein gepflanzt mit den namen Marlon


22.04.2006, 14:32
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