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 Abbruch im 7. Monat 

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Registriert: 07.11.2017, 15:45
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Beitrag Abbruch im 7. Monat
Hallo Ihr lieben Frauen,

ende July habe ich meinen kleinen Sohn tot auf die Welt gebracht.

Max hatte einen sehr schweren Herzfehler. Nach der Diagnose habe ich 2 Wochen recherchiert, zig Gespräche mit Ärzten geführt und mich mit anderen Betroffenen ausgetrauscht. Dann kam der Entschluss zum Spätabbruch. Freitags war das Gesräch mit der Frauenärztin und Dienstag früh war dann der Eingriff in der Klinik. Die Einleitung hat leider bis Donnerstag mittag angedauert und abends war dann die Geburt. Es war Alles die Hölle, ich wollte nur noch sterben. Ich wünschte, die Ärzte hätten mir auch gleich die Nadel mit in mein Herz gestochen.

Mein kleiner Max war wunderschön, er hatte schon 1.700g und ich bereue etwas, dass ich Ihn nicht kompett ausgewickelt habe. Auch am nächsten Tag, als ich ihn mir nochmal angeschaut habe, traute ich mich nicht. Sein kalter Körper hat mich etwas erschreckt.
Wir haben ihn im Friedwald unter einem Sternkinderbaum beerdigt.


Der Bruder meines Lebenspartners hat den Kontakt abgebrochen - er sagte zur gemeinsamen Mutter das sei Mord.
Ziemlich schwerer Vorwurf!

Aktuell bin ich noch im Mutterschutz, danach werde ich meine Kündigung erhalten. Ich war leider die ganze Schwangerschaft im Beschäftigungsverbot, weil ich Hyperemesis hatte.
Und meine Stelle war wohl eh eine Fehlplanung.
Naja ... mehr fällt mir dazu nicht ein


Ich bin nun im 4. Zyklus und im Grunde wünsche ich mir schon wieder eine
Schwangerschaft, aber ich habe auch große Angst.




Wie Ihr seht, mein Jahr war bisher durch und durch zum Kotzen. :lol:




Ich wünsch euch allen viel Kraft! Verliert vorallem nie den Humor - mir hilft Galgenhumor manchmal weiter - und nicht unterkriegen lassen!

Sind hier noch Frauen aktiv, die nach einem Spätabbruch wieder schwanger wurden?


Isabell


07.11.2017, 16:20
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Registriert: 27.12.2017, 01:14
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Beitrag Re: Abbruch im 7. Monat
Hallo Isabell,

ich weiß dein Beitrag ist schon lang her. Leider ist das Forum sehr ruhig, weshalb ich es kurz nach der Anmeldung wieder aufgegeben habe hier reinzuschauen. Ich hätte dir gerne früher geschrieben. Es tut mir leid, was dir passiert ist und dass du dafür so verurteilt wirst.

Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Ich habe im April letzten Jahres selbst einen Spätabbruch in der 34. Woche durchgemacht. Auch unser Baby hatte auch einen schweren Herzfehler. In der 32. Woche wurde dann zusätzlich festgestellt , dass das Gehirn nicht normal entwickelt ist und alles mögliche an "kleineren" Fehlbildungen. Unser Sohn hatte Krampfanfälle in meinem Bauch. Wir konnten ihm und uns (mit bereits zwei Kleinkindern) dieses Leben nicht zumuten. Der Abbruch bzw. die Geburt war furchtbar und mir ging es danach sehr, sehr schlecht. Die ersten Monate waren ein einziger Alptraum und ich denke, ohne meine Kinder würde ich nicht mehr leben. Ich wurde von Schuldgefühlen aufgefressen, obwohl ich die Entscheidung immer "richtig" fand und finde. Und natürlich trauere ich total um unser Baby. Ich vermisse ihn so sehr.

Ich gehe seit vielen Monaten zur Psychologin und das tut mir sehr gut. Ich bin wieder so weit hergestellt, dass ich das Gefühl habe damit leben zu können, aber richtig toll oder gar wie früher ist auch ein knappes Jahr später nichts. Wir hatten auch von Anfang an einen starken Wunsch nach einer neuen Schwangerschaft, hatten aber auch unglaublich große Angst davor. Wir haben dann nach einen dreiviertel Jahr wieder aufgehört zu verhüten und jetzt bin ich in der 10.SSW. Ich freue mich schon, aber seit ich schwanger bin, geht es mir auch wieder deutlich schlechter und ich habe riesige Angst. Die Ärzte waren sich einig, es muss ein Gendefekt sein, aber gefunden haben sie ihn nicht, weshalb nicht getestet werden konnte, ob wir dafür ein größeres Wiederholungsrisiko haben. Es kann also nicht ausgeschlossen werden und wir warten sehnsüchtig auf die frühe Feindiagnostik um zu sehen, ob das Baby wieder einen Herzfehler hat.

Wie geht es dir mittlerweile?

Liebe Grüße
Katharina


24.03.2018, 11:57
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