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 PND - Pränataldiagnostik 

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Seelsorger

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Hallo Jane,

ich kenne mich mit Belegärzten nicht aus. Die 3 großen Kliniken in Karlsruhe haben keine Belegärzte. Die kleine Frauenklinik hat nur Belegärzte.
Von unseren Hebammen höre ich, dass die Belegärzte ihre Frauen mitbringen. Da fragt keine nach, wie hoch die Kaiserschnitt-Rate ist. In der Klinik der Belegärzte ist die Rate der Kaiserschnitte rund doppelt so hoch, wie in den anderen Kliniken. Dabei haben die bei Leibe nicht die Problemschwangerschaften. Diese Frauen schicken sie schnell in die anderen Kliniken.
Aus einer Umfrage unter verwaisten Eltern, die wähend der Schwangerschaft ihr Kind verloren haben, weiß ich, dass rund 1/3 der Frauen nach dem Tod ihres Kindes den FA wechselt. Das wissen auch die FÄ. Sie ändern jedoch nicht ihr Verhalten. Sie sagen sich, dass sie schließlich auch das Drittel der Kollegen bekommen.
Solange die Verwaltung von Belegärzten ihr Geld bekommt, dürfte dieser relativ gleichgültig sein, wie die FÄ arbeiten.
FÄ mit schlechtem PND-Umgang zu meiden, hat sicherlich seinen Erfolg. Es müssen nur ausreichend Frauen mitmachen. Das Beispiel der Kaiserschnitte zeigt jedoch, dass die meisten Frauen ihren FÄ "hörig" sind, wie ich es mal ausdrückte.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


02.08.2006, 01:05
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Guten Morgen,
ich frage mich ob die meisten Hebamen da nicht zugänglicher wären.
Die meisten schwangeren werden von Hebamen betreut und ich denke die könnten wenn solche Fälle sind Aufklärungsarbeit leisten.
Ich denke das bei Hebamen vielleicht auch eine ganz andere Einstellung vorhanden ist.
Vielleicht wäre ein Erlebnissbericht und eine kleine Informationsbroschüre da nicht schlecht.
Ich habe wärend meiner Ausbildung (lang ists her)auch im Kreißsaal gearbeitet und glaube die Einstellung der Hebamen ist eine andere als die der Gynekologen (der meisten jedenfalls).Frauenärzte die solche Eingriffe nicht selbst vornehmen sind sicher auch zugänglicher.

Gruß
Katja


02.08.2006, 09:28
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Seelsorger

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Guten Morgen Katia,

ich bin auch der Meinung, dass die Berufsgruppe der Hebammen für PND aufgeschlossener sind als FÄ. Das Problem sehe ich jedoch darin, dass eine Frau bei PND an einer Hebammer vorbei kommt, aber an keinem FA.
Wie hoch der Prozentsatz der Frauen ist, die bei dieser Schwangerschaft bis zur PND keinen Kontakt zur Hebamme hatten, weiß ich nicht. Ich schätze ihn jedoch auf 50-80 % ein. Daher sehe ich diesen Weg wenig sinnvoll. Ich kann mich hierin auch irren.
Meine Bemühung ist eine 100 % sichere Lösung, die keine Auswege und Ausflüchte offen lässt. Dies ist nur über eine verbindliche Vorschrift oder Gesetz zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


02.08.2006, 10:21
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Lieber Herr Schäfer,liebe Katja,

das stimmt so ungefähr mit den Belegärzten.
Allerdings mit der Sectio waren sie nicht so schnell,obwohl es bei mir eine geworden ist.Da konnte aber keiner was dafür.Die Hebammen dieser Klinik sind auch nicht so das Wahre.Meine Freundin brachte dort ein Down-Kind auf die Welt und die Hebamme ,die sie entbunden hat,gab die Nachsorge ab.
Ich schätze von dem Stamm sind vielleicht 2-3 zugängliche dabei.
Ich muß sagen,bis zu meiner Entbindung habe ich noch keine Hebamme gesehen.Die Vorbereitungskurse gehen ja erst später los.Und da brauchte ich sie nicht mehr.
Das ist unsere eine Klinik.
In der anderen,die eine normale Klinik,also ohne Belegärzte,ist, sieht alles ganz anders aus.
Als ich meiner Hebamme(sie machte die Nachsorge bei mir) die ganze Geschichte erzählte,war ich sehr überrascht.Sie gab mir Tips,wie ich an meine Infos herankommen könnte und hörte mir zu!
Also dort sieht es sehr viel anders aus.
Mit dem Gesetzentwurf habe ich nur die Angst,dass es zu lange dauert.
In wiefern könnte man das etwas beschleunigen?Vielleicht über eine Pedition?
Liebe Grüße
Jana


02.08.2006, 10:40
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Seelsorger

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Hallo Jane,

es stimmt, ein Gesetz kann sehr lange dauern. Über eine Petition kann so manches beschleunigt werden. Das Problem ist, dass es über den Ablauf von PND noch keine statitische Zahlen gibt, mir zumindest noch nicht bekannt.
Ich habe noch 1,5 Bücher durchzuarbeiten, dann will ich für meine Umfragen unter www.1ssk.de ein oder gar auch mehrere Fragebögen zum Ablauf und Erleben von PND aus der Sicht der betroffenen Frauen erstellen. Damit wäre schon mal eine erste Grundlage geschaffen. Die (Zwischen-)Ergebnisse hiervon könnte ich hier veröffentlichen.
Für die Bestattung von fehlgeborenen und abgetriebenen Kindern habe ich auf meiner Domain www.kindergrab.de für Betroffene einen Textvorschlag einer Petition verfasst, die sie dann nur noch einreichen mussten. In Bayern haben wir seit 1.1.2006 ein Bestattungsrecht, das alle meine geforderten Punkte erfüllt wurden.
Ähnlichen Weg beabsichtige ich auch bei PND zu gehen.
Daneben können selbstverständlich auch andere Wege gegangen werden. Betroffene können sich an Presse und Medien wenden und ihre Erfahrungen mit der derzeitigen Reglung öffentlich machen.
In der Summe der einzelnen Wege hoffe ich auf einen baldigen Erfolg, der keine Auswege und Ausflüchte mehr zulässt.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


02.08.2006, 11:01
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Lieber Herr Schäfer,

haben Sie meinen Vorschlag, eine anständige Aufklärung über PND an die Abrechnung der Schwangerenvorsorge zu binden, schon mit Ihren Kollegen besprochen?
Es würde mich sehr interessieren, was dabei herausgekommen ist.

Gruss, Barbara


03.08.2006, 16:07
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Hallo Barbara,

ich hatte mit dem Oberarzt ausgemacht, dass er mich am vergangenen Sonntag mal anpiepse, wenn er zu dem Gespräch Zeit hat. Er hatte dann so viel Arbeit, dass er es vergessen hatte. Somit ist es verschoben, aber nicht aufgehoben.

Ich werde sie unterrichten, was dabei herausgekommen ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


03.08.2006, 23:34
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Lieber Herr Schäfer,
ich habe da einen interessanten Link für Sie.
www.vpah.de
Es geht da um die Aspekte der PND.
Liebe Grüße


09.08.2006, 10:44
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Seelsorger

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Hallo Jane,

ich danke Ihnen für diesen wichtigen wie auch interessenten Link.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


09.08.2006, 11:02
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Hallo,

für alle, die es interessiert: ich hab in www.hilfe-schwanger.de einige Links gemeldet, die in die Kategorien "Behinderung", "Pränataldiagnostik" und "Trauer" gelandet sind.

Viele Grüße
Barbara


16.08.2006, 16:20
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Beitrag Hallo
zu dem thema aufklärung hätte ich auch was zu sagen. wir haben unsere tochter in der 16.SSW verloren,sie wäre nie lebensfähig gewesen,die schädeldecke war offen und das kleinhirn rutschte nach hinten raus,es wäre beim weiteren wachstum immer weiter rausgerutscht und wie soll ein mensch ohne hirn leben? an maschinen? wurde zu mir gesagt...sehr taktvoll aber leider wahr :( .
zum eigentlichen thema:
ich sollte vom arzt aus zu so einem aufklärungsgespräch,obwohl 14 tage feststand das sie nie leben wird. also machten wir uns auf den weg zu dieser einrichtung. er redete auf uns ein,wir sollten unser kind behalten (wenn er nur wüßte wie gern ich eine andere wahl gehabt hätte und meinen kleinen engel behalten hätte können),obwohl ja alles klar war. dann fragte er uns warum wir dort wären,es wäre nich nötig gewesen (der arzt wollte eigentlich das ich nach dem abbruch betreut werde). aber was der liebe mitarbeiter dieser einrichtung dann sagte,schlug dem fass den boden aus. er meinte zu mir,das wir ein vorteil den tieren vorraus haben,wenn wir,ich zitiere wort wörtlich, die schnautze voll von unserem scheiß leben haben,können wir den balkon nehmen und runterspringen,aber es sollte schon ab der 4. etage sein,sonst lohnt sich das nicht. wisst ihr was in mir vorgegangen ist als er das zu mir sagte? mein leben war ab dem zeitpunkt der diagnose eh schon am abgrund und dann sowas? beim besten willen nich! ich würde so ein gespräch auch nie wieder machen und scheuhe mich jetzt auch total psychologische hilfe anzunehmen aus angst wieder an so einen volldeppen zu geraten!

ich hoffe nur das es nich nur solche berater gibt!

mfg Claudia


13.02.2007, 13:22
Konflikt-Beratung

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@ Claudia

Liebe Claudia,

ich bin mehr als entsetzt über dein Erlebnis.

Bei was für einer Beratungsstelle warst du denn?

Und ganz ehrlich wenn du irgendwie die Möglichkeit und Kraft dazu hast unternehme was gegen diesen Menschen. Es mag ja wirklich schlechte Tage von Beratern und Therapeuten geben, habe ich auch - aber das was du schilderst geht GAR NICHT! :x :x :x NIE.

Ich hoffe, du findest einen Weg dir Unterstützung zu holen, wenn du sie benötigst, trotz dieser ätzenden Erfahrung.

Herzlichst Andrea


13.02.2007, 13:57
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Beitrag @ Andrea
hallo Andrea

der berater war von Pro familia. es macht mich wütend das solche menschen andere in so einer situation noch beraten dürfen und sich noch berater nennen dürfen! :x

diese chance hatte ich bei meinem behandelten arzt. ich schilderte ihm das gespräch und er war genauso entsetzt und verärgert drüber. er hatte schon mehrmals solche erfahrung mit diesem berater gemacht und hat sich auch in meinem namen bei ProFamilia beschwert,was raus gekommen ist weiß ich nicht,aber ich hoffe dieser mensch wird sich nicht länger berater nennen dürfen!

danke für dein feetback

Claudia


13.02.2007, 20:06
Seelsorger

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Hallo Claudia,

bei allem Verständnis, das ich gerne für andere Menschen aufbringe, aber das ist wirklich zu viel. Solchen "Beratern" gehört die Lizenz auf Lebenszeit entzogen.
Machst Du bereits bei den von mir durchgeführten Umfragen zum Verlust der Kinder während der Schwangerschaft mit? - Wenn ja, dann hast Du in einigen Wochen dort die Möglichkeit, dieses Zitat und die Situation auf meiner Internetseite der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich will diese Möglichkeit der Veröffentlichung der "dummen Sprüche" nur den Frauen vorbehalten, die bei den Umfragen mitmachen.
Auf der Seite www.1ssk.de (= ein Schwangerschaftskonflikt) habe ich im letzten Jahr eine Umfrage unter Frauen nach SSK begonnen. Ich werde dabei auch das Thema Abbruch nach med. Indikation auch noch näher beleuchten. Die ersten Fragebögen für das erfahrene Beratungsgespräch sind schon fertig.
Wenn die Ergebnisse auch spät veröffentlicht werden, so werden sie dennoch kommen. Die Beratungsstellen sollen wirklich beraten, damit sie diese Bezeichnung auch wirklich verdienen. Dies geht jedoch nur mit der Offenlegung deren Arbeitsweise.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


13.02.2007, 22:46
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Beitrag hallo herr schäfer,
ich war grad auf ihrer seite und habe die umfrage mitgemacht,so gut wie es möglich war.
es ist unmöglich was sich heute berater nennen darf,entweder hatte er keine lust oder kein interesse,ich tippe beides. ich hoffe wirklich nur das es nicht noch mehr solche berater gibt...mir fehlen für solche leute das verständnis und die worte,ich kann im moment eh nich klar denken!

vielen dank für den tip mit der umfrage,ich hoffe ich hab nichts falsch beantwortet!?

bis bald

Claudia


13.02.2007, 23:14
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