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 PND - Pränataldiagnostik 

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Seelsorger

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Hallo Janastar,

ich finde Ihren Beitrag recht gut recherchiert. Einen Gesichtspunkt haben Sie jedoch nicht genannt: Ärzte stehen auch unter dem Druck, dass sie verklagt werden können, weil das Kind eine Behinderung aufweist, die sie nicht zuvor diagnostiziert haben.
Dazu gibt es in Deutschland und Österreich Urteile, die den Arzt zu Schadenersatz verurteilten, weil er zwar der Frau zwar gesagt hat, dass sie zu einer Beratung gehen soll - die Frau ging nicht hin -, aber nicht deutlich genug gesagt hat, dass das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit genetisch geschädigt ist.
In Deutschland setzte sich auch der Marburger Bund für den Arzt ein. Es half nichts. Der Arzt wurde zu Schadenersatz verurteilt.
Seit ich um diese Hintergründe weiß, verstehe ich das Drängen der Ärzte auf AB besser. Damit sind sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Die sichere Seite könnte jedoch auch dadurch erreicht werden, indem die Frau zur Beratung geht. Dadurch könnte der Arzt sagen, dass er seinen Teil (Medizin) geleistet habe, die Beratung jedoch die Sache der Beratungsstellen sei.
Doch auch hier gilt: Beratung für PND ist nicht zu vergleichen mit den üblichen Schwangerschaftskonflikten. Hierfür sollten die Beraterinnen eine entsprechende Ausbildung besitzen, damit sie die med. Berichte lesen und verstehen können, um dem Paar wirklich beratend beistehen zu können.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


26.10.2007, 18:34
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nun, das meinte ich ja damit, dass Ärzte verklagt werden können, wenn das Kind aufgrund einer Fehldiagnose das Kind mit Behinderung auf die Welt kommt. Andererseits können Ärzte auch verklagt werden, wenn das Kind zwar aufgrund medizinischer Indikation zur Spätabtreibung freigegeben wurde, dennoch aber die ABtreibung überlebt. Hier wird der Arzt aufgrund unterlassener Hilfeleistung verklagt, wenn er nicht sofort alles daran setzt dem Kind die nötige mdizinische Betreuung gibt, andereseits aber auch von Seiten der Mutter, weil sie nicht aufgeklärt wurde, dass das Kind die eigene Abtreibung evtl. überleben könnte!

LG Janastar


26.10.2007, 19:19
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Seelsorger

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Hallo Janastar,

Ärzte stehen nicht so sehr unter dem Druck, dass das Kind die AB überleben könnte. Dem beugen sie inzwischen mit einer Injektion mit Salzlösung in das Herz des noch ungeborenen Kindes vor, die den sofortigen Herzstillstand und damit Tod des Kindes nach sich zieht.
Der Druck der Ärzte besteht vielmehr darin, dass sie zu Schadenersatz verklagt werden können, wenn das Kind behindert geboren wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Schäfer


26.10.2007, 19:48
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nun, beides kommt immer wieder vor, vgl. Tim oder Fötus, der der in Italien in der 23. SSW seine eigene Abtreibung überlebte, von den Ärzten als BEhindert eingestuft wurde, aber kerngesund auf die Welt kam, leider aber nach dem Abbruch einem Kreislaufproblem, aufgrund der Abtreibung erlag!

LG Jacqueline


26.10.2007, 20:01
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Seelsorger

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Richtig, beides kommt vor. Ich kenne auch die Seite von Tim-lebt. Das ist mir nicht unbekannt. Nur ist es hierbei so, dass hiervon die Medien berichten.
Wenn tausende Kinder die Spritze vor der AB bekommen, das ist nicht medienwirksam. Das ist Alltag.
Bei einem abgetriebenen Kind wird keine Obduktion vorgenommen, ob es auch wirklich krank war. Niemand hat an dieser Frage ein wirkliches Interesse, denn es könnte ja sein, dass ein gesundes Kind abgetrieben wurde.
Dass aber ein möglicherweise krankes Kind wirklich krank ist und die Mutter es nicht zuvor weiß, das macht den Ärzten Angst. Die Mutter könnte Schadenersatz fordern. Dem bauen die Ärzte vor, indem sie zur raschen AB raten bzw. auch drängeln. Damit sind die Ärzte auf der sicheren Seite.
Ein Arzt, der AB machte, sagte mir zu Fällen wie Tim: Da hat der Arzt Pfusch gemacht. Wenn er die Standards einhält, kann bei einer Spätabtreibung nur ein totes Kind geboren werden.
Daher verweise ich nicht auf die Einzelfälle von Kindern die eine AB (vorübergehend) überleben. Ich verweise auf die Tausende von Kinder, bei denen die Ärzte nach PND zur raschen AB raten bzw. drängeln, weil sie Angst vor Schadenersatzansprüchen haben. Hier liegt das Problem!


26.10.2007, 20:40
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