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 Wie mit Trauernden nach Abruptio umgehen? 

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Registriert: 22.06.2008, 01:23
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Umdenken.
Wenn du im Konflikt bist, unsicher bist, dann ist Übelkeit ätzend!


06.12.2008, 00:37
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Registriert: 09.12.2007, 17:47
Beiträge: 109
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Liebe Choki,

erstmal möchte ich Irad zustimmen. Auch ich habe die üblichen Schwangerschaftsbeschwerden als eine unglaubliche zusätzliche Belastung erlebt. Eine "glücklich" Schwangere kann sich ruhigen Gewissens eine Auszeit nehmen, sich betüddeln lassen und darauf hoffen, dass sich die Beschwerden bald legen. Aber wenn man im Konflikt ist, dann sieht das anders aus. Man muss denken (und glaube mir, soviel ich auch zuvor schon grübeln, überlegen, entscheiden musste - dass denken sooo kraftraubend sein kann, hätte ich nie für möglich gehalten), sich informieren, evtl. diskutieren (mit Eltern, KV, etc), findet keine Ruhe, kann und darf sie sich nicht nehmen.
Allerdings denke ich, dass diese Probleme von dem Praxisalltag zu weit entfernt sind. Inwiefern ihr da für Erleichterung sorgen könnt, weiß ich nicht, aber vielleicht fällt dir ja was ein.

Was mir als Wunsch an die Ärzte einfällt ist Reden. Als ich das erste Mal nach dem AB zur Nachuntersuchung wieder bei meiner FA war, fragte mich die Arzthelferin wie es mir ginge. Beschissen gings mir, aber mal so eben im Eingangsbereich konnte ich nichts anderes als "Gut" antworten.
Seit dieser Untersuchung hat meine Ärztin kein Wort mehr darüber verloren. Sie hat sich umfassend mit mir über Verhütung unterhalten und wir sind zu einer Lösung gekommen, mit der ich ganz zufrieden bin. Aber letzlich wird geschwiegen.
Mein AB ist in 11 Tagen ein Jahr her. Neulich erst war ich wieder bei der FA. Wieder auf dem Stuhl. Wieder Ultraschall. Erinnerungen, Bauchkrämpfe, feuchte Augen, Kloß im Hals. Klar, ich hätte es ansprechen können, aber ich habe es nicht geschafft.
Du schriebst, dass du nicht wüsstest, ob die Frauen darüber reden wollen würden. Aus meiner Sicht kann ich dir sagen, dass du sie durch Nachfragen ja nicht drängst. Sie haben die Wahl wieviel und was sie preisgeben wollen, aber du reichst ihnen die Hand, gibst ihnen die Möglichkeit zu reden. Und das kann so wertvoll sein!

Ich finde es ganz wunderbar, dass du hier bist, dass du dich informierst und dass du es bei den Betroffenen tust. So blöd das klingt, aber sowas hilft unsere Welt ein kleines Stück besser zu machen.

herzliche Grüße
Eleonora


08.12.2008, 23:43
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