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 Medizinische Indikation 
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Beitrag Medizinische Indikation
Ich stehe vor einem Abbruch und frage mich wie ich in Erfahrung bringen soll, ob meine Diagnosen für eine Medizinische Indikation für einen SS- Abbruch reichen. Es geht hauptsächlich hier um die Kostenübernahme der KK. Ich habe eine schwere Depression und PTBS ... Bin eigentlich auch krankenhausreif, aber wegen Kindern Zuhause Versuche ich irgendwie das Krankenhaus zu umschiffen. Nun bin ich in der ca 7ten Woche und muss abtreiben, da ich manchmal noch nicht mal Zähneputzen auf die Reihe bekomme. Wer stellt denn eigentlich fest, ob die Abtreibung aus medizinischen Gründen erfolgt? Eine andere Wahl hab ich nicht... Denn ich bin mir sicher ich werde die SS psychisch nicht überleben.

Ich habe aber noch zusätzlich bedenken...weil ich schon 2 Kinder habe ... Ihr Vater versorgt sie... Also ich möchte uns nicht noch mehr Probleme aufhalten mit der Kostenübernahme als wir ohnehin haben. Wegen Einkommen würde es eigentlich nicht übernommen werden. Wir sind kein Sozialfall.


28.01.2020, 23:44
Konflikt-Beratung

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Beitrag Re: Medizinische Indikation
Ich habe leider nicht die Zeit inhaltlich auf Deinen Beitrag einzugehen, möchte Dich aber zum Einen Willkommen heißen und 2 Infos geben.

Bzgl. der KOstenübernahme zählt nur Dein eigenes Einkommen. Dass deines Mannes wird nicht mitgerechnet.

Eigentlich sollten Deine Diagnosen für einen medizinischen Abbruch reichen. Die Ärzte tun sich manchmal schwer damit dies zu bescheinigen, sondern schicken die Frauen zur Beratung.

Insgesamt würde ich Dir aber auch zu einer Beratung bei einer Beratungsstelle raten.

Alles Gute für Dich

Andrea


29.01.2020, 10:50
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Beitrag Re: Medizinische Indikation
Dir geht es hauptsächlich um die Kostenübernahme der Krankenkasse. Ich habe mal für dich gegoogelt. Auf der Seite von BZfgA fand ich das zur medizinischen Indikation: „.... dass die Schwangerschaft eine schwere Gefahr für das Leben oder die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren bedeutet und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann.“
Wenn der Arzt das bestätigt, werden die Kosten getragen. Du müsstest es also mit deinem Arzt besprechen.
Hast du da schon was unternommen? Siehst du dich überhaupt in der Lage, einen Arzttermin auszumachen und wahrzunehmen? Du klingst gerade sehr schwach.
Wie schaffst du es überhaupt, die Kinder einigermaßen zu versorgen?
Das Finanzielle ist sicher nicht das Schwierigste, was dir zu schaffen macht.
Wir würde es nach der Abtreibung weitergehen? Ein Klinikaufenthalt würde dir sicher guttun. War das schon in Planung, bevor du die Schwangerschaft bemerkt hast?
Viel Kraft für den heutigen Tag! Immer nur Schritt für Schritt und Tag für Tag!
Liebe Grüße von Tizia


30.01.2020, 11:55
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Beitrag Re: Medizinische Indikation
Dankesehr!


31.01.2020, 20:11

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Beitrag Re: Medizinische Indikation
Hallo Sofie,
jetzt sehe ich erst dein Dankesehr.
Hat dich die Nachricht doch "erreicht" - sie wurde nicht gleich freigeschaltet. Wie geht es dir inzwischen? Bist du mit der medizinischen Indikation weiter?
Und wie bist du durch die letzten Tage gekommen?
Und - letzte Frage: Was würde dir im Moment am meisten helfen?

Es geht ja immer Tag für Tag und Schritt für Schritt. Geht ein Schritt gut, bekommt man wieder Mut für den nächsten.
Und kann auch einen Rückschritt mal verkraften, wenn man die guten Schritte sieht. Wenn man auf das achtet, was einem guttut, was gelungen ist.
Auch wenn es was Kleines ist, was diesmal besser ging als sonst.
Ganz wichtig, dass du ärztlich-therapeutische Begleitung bekommst.
Hast du einen Arzttermin in den kommenden Tagen?
Gute Gedanken zu dir!
Tizia


03.02.2020, 11:47
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Beitrag Re: Medizinische Indikation
Hallo,

die Kosten würden übernommen, da ich selbst nicht arbeite. Es ist wohl ein schwieriges Verfahren mit der medizinischen Indikation... Das dauert so an die 3 Wochen hat die Frauenärztin befürchtet. Somit sei das normale Prozedere , bei dem die Kosten auch nun übernommen worden für mich das beste, da mit deutlich weniger kompliziert.

Ein seltsames Gefühl. Ich war an den Tag schon sehr traurig und war etwas neben der Spur. Insgesamt bin ich aber erleichtert.

Verstört hat mich eher, dass es wohl schwierig ist für Frauen heutzutage Akzeptanz zu diesem Thema zu finden. Dass es wohl vor manchen Praxen irgendwelche Demonstranten manchmal zu finden sind oder ähnliches. Komischerweise wird vor Bordellen nicht protestiert... Das ist mit dem Wertesystem der Lebensschützer vereinbar... Alles irgendwie seltsam.

Ich glaube von Nietzsche gibt es ein Gedicht über das Ungeborene, das nicht nur vom Staat geschützt und unter Strafe alles gestellt wird, das ihm schadet... Aber so bald es geboren ist niemand sich mehr nach diesem, ach so wertvollen Leben umdreht, das vor Hunger und Einsamkeit zu Tode siecht und Schmerzen zu erleiden hat , für die sich niemand mehr interessiert.

Ich hätte gern das Baby behalten. Es fehlt mir. In dieser kurzen Zeit haben mich die Hormone in eine verliebte Mama verwandelt. Auch wenn es mir dir letzten 3 Wochen richtig schlecht war und ich kaum vor Übelkeit aufstellen könnte. Es war wirklich schrecklich. Auch in der Nacht.

Dennoch. Ich hätte es gern gesehen. Ich vermisse es.

Danke für die Antworten.


12.02.2020, 16:27
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