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 Noch eine Woche Bedenkzeit ... 

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Beitrag Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Mein Mann und ich sind 3 Jahre verheiratet , unsere Beziehung begann mit der Schwangerschaft unseres ersten Sohns (2012) und geplant gewünscht kam in 2014 bereits unsere Tochter ..

Total unmöglich bin ich jetzt schon wieder schwanger . Der Größe ist 2,5 die kleine ein Jahr und 3 Monate alt.
Ich mag nicht mehr und kann nicht mehr.. Aber mich gegen diese Seele entscheiden ?
Wir glauben wir schaffen es als Paar nicht noch ein Kind zu bewältigen . Mein Mann neigt zu Depressionen und ist oft Elan los. Fast alles hängt an mir..

Ich merke ganz stark, dass ich mit einer anderen Struktur unserer Familie niemals Nein zu einem Baby sagen würde .. In mir drinnen , mit meinem Herz und Glauben an die Welt würde ich diese Seele nicht entwurzeln und vertreiben ...

Aber ich habe Angst meinen Kindern alles kaputt zu machen wenn ich das Kind bekomme.
Was wiegt mehr , die Gewissheit zwei Kinder behalten ihre Familie , Papa und Mama .. Oder die Seele des unschuldigen Kindes, was mit dem dazugehörigen Stress mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Zusammenbruch der Familie bewirkt ...
Wir haben keine Unterstützung durch Familie um uns . Sind Ende 20 und stehen neben der harten Zeit mit zwei kleinen Mäusen nun also vor der schwersten Entscheidung überhaupt ..

Ich weiß nicht was ich wählen soll .
Es ist leicht geschrieben und leicht analysiert, aber in mir drin wiegt alles sehr schwer ..
Am 22. muss die Entscheidung stehen .
Wäre mein Mann stärker wüsste ich sofort dass ich das Kind behalten / schützen muss. Allein schaffe ich keine drei so kleinen Mäuse , wenn alles zerbricht


14.07.2015, 22:59
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Beitrag Re: Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Guten Morgen, lass Dich erst mal ganz fest drücken! Das ist eine ganz schwierige Situation. Deine beiden Kinder sind noch klein und liegen altersmäßig nahe beieinander.

Bevor ich Dir etwas zu mir erzähle, möchte ich Dir einige Fragen stellen, die mir beim Lesen Deines Textes in den Sinn gekommen sind:

Wie ist die Meinung Deines Mannes dazu? Sieht er seine begrenzte Belastbarkeit durch die Depressionen? Ist er eher gegen oder eher für das Kind? Wäre es für Dich eine Option, externe Hilfe zu holen (familienhilfe, konfessionelle Einrichtungen...), so dass Du mehr entlastet bist? Habt ihr z.B. eine Putzfrau bzw. könntet ihr euch eine leisten, wenn das Baby da ist? Wäre Leihoma/-opa für euch etwas (wenn es das bei euch in der Region gibt)? Wart ihr schon bei Profamilia? Wie "stehst" du zu Deinem Kind im Bauch? Hast Du das GEfühl, Du hast schon eine emotionale Bindung? Könntest Du Dein Kind lieben? Was spricht für, was gegen das Kind?Wie sieht eure berufliche Situation aus? Arbeitet ihr beide, oder ist Dein Mann Alleinverdiener? Besteht die Gefahr, dass er wegen seiner Depressionen als (Allein-)verdiener ausfallen könnte?


Ich habe auch zwei kleine Kinder und hatte letzten Herbst einen Abbruch von Zwillingen. Es spielte auch Überbelastung eine Rolle,
eigentlich war ich durch Arbeit, Umzug, Renovierung bereits ziemlich am Ende, als ich schwanger wurde. Nach der Nachricht hatte ich einen ziemlichen Zusammenbruch. Ich bin zudem Hauptverdienerin, daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Ich habe den Abbruch vorgenommen, weil ich schon damals das Gefühl hatte, wir sind als Familie komplett überbelastet, und die Zwillinge hätten unsere Familie zum Implodieren gebracht. Auch um die Beziehung stand es nicht zum besten. Das Problem bei uns: Mein Mann hätte die Kinder gerne gehabt, er sah das alles nicht so wild. Allerdings verschließt er eigentlich vor vielen Problemen die Augen, das ist eigentlich unser Grundproblem. Mit seinem Anteil daran will er sich nicht auseinandersetzen (finanzielle Unsicherheit). Das ist auch die Frage bei Dir: Sieht Dein Mann dass die Situation für Dich schwer ist? Kannst Du Dir vorstellen, dass es Dir gelingt, ihm wegen seiner Situation keine Vorwürfe zu machen ("Deine Depressionen sind schuld daran..."), ob bewusst oder unterbewusst?

Ich habe mir gesagt, dass mir mein Leben, das Lebens meines Mannes und meiner Kinder mir wichtiger ist als die ungeborenen Leben. Wenn alles zusammenbricht, ist niemandem geholfen.

Selbst wenn die Kopfentscheidung stimmt, dass es richtig war, den Abbruch vorzunehmen: Es bleibt eine Trauer, die teilweise sehr groß sein kann........

Ich wünsche Dir alles Gute!


19.07.2015, 14:39
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Beitrag Re: Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Vielen Dank für deine Antwort .
Ist alles in allem die Entscheidung gegen die Zwillinge das richtige gewesen ?
Mein Mann sagt gestern er hat genau wie ich keine Freude bei dem Gedanken dass wir nochmal bei Null anfangen . Aber er sagte er kann sich nicht wirklich gegen das Kind entscheiden . Für ihn ist es nicht nur ein Zellhaufen wie für viele Männer .
Er gesteht sich seine mangelnde Unterstützung ein ( er hat nie Elan mal die Kinder bewusst von mir zu nehmen oder mal auf den Spielplatz zu gehen von sich aus ) .
Er sagt er weiß wie ich ersticke in meinem Job seit 3 Jahren nur zuhause zu sein und würde das Jahr elternzeit machen ..

Wir haben familiär niemanden . Eine bezahlte Betreuung will ich gerade morgen mal sichten ( ist hier in der Gegend auch sehr mau ) ..
Ich muss für die haushaltskasse und für mich persönlich ab dem 1.9. endlich wieder in den Job rein . Ich habe so darauf hin gefiebert . Ab 1.9. sind auch unsere Kinder in der kita / tolle Tagesmutter für die kleine ...

Ob es so ist, dass ein drittes "den Kohl auch nicht mehr Fett " macht ?!

Ich innerlich bin total überlastet . Es ist nur ein schlechtes Gewissen was jetzt schon schreit . Gegenüber dem unschuldigen Wesen / der Seele die unbedingt sein will ..

Ich persönlich kann aber ganz klar sagen : ich möchte eigentlich kein Kind mehr. Ich bin froh nach zwei Schwangerschaften und jeweils 9 Monaten voll stillen endlich wieder etwas mehr "ich" zu sein . Seit Februar 2012 war ich und mein Körper nur für andere da. Auch so wenn ich Babys sehe, denke ich nur "aaaaarbeit, anstrengend " ...
Ich bin aber kein egoistischer Mensch an sich , habe Angst wenn ich mich dagegen entscheide für immer schuld Gefühle zu haben. Ich neige dazu mich selbstlos aufzuopfern .. Ich glaube das könnte ich für 3 Kinder auch, aber die Chance ist sehr groß , dass ich ab da meinen Mann nicht mehr mit tragen kann und mich trenne um genug Kraft für drei Kinder und mich zu haben ...
Genau das ist der Punkt . Was ist wichtiger ? Mein Mann/ die Beziehung , die bestehende Familie oder das unschuldige schon existierende Leben ...
Es ist furchtbar ... Mittwoch Abend muss ich wissen was ich wähle ...


20.07.2015, 16:04
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Beitrag Re: Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Liebe Ani,
du, wie geht es dir inzwischen? Hat sich inzwischen irgendwas neues ergeben? Liest du noch hier... ach mensch, du klingst echt müde... wahrscheinlich grübelst du auch schon länger – oder seit wann wisst ihr, dass ihr schwanger seid?! Das kostet dich bestimmt viel, viel Kraft *mitfühl*
Ich versuch’ mir euch so ein bisschen vorzustellen (nach dem, wie du euch beschreibst): du bist eine liebe, liebe fürsorgliche Mami von zwei Kleinkindern. Und hast die vergangenen Jahre tapfer die Stellung gehalten – hast viel gegeben - das kostet natürlich Energie... Und doch hast du auch gespürt, was die Kinder dir geben – das ist wirklich unvergleichlich kostbar ☺ Daher hast du auch genau vor Augen, was das Baby in deinem Bauch dir bedeutet – noch so ein Schatz... wo du schon das Bild von der Waagschale gebracht hast – das gibt ein ganz großes Gewicht in die Waagschale (obwohl’s noch so klein ist...). Da schlägt dein Mama-Herz, oder...
Auf der anderen Seite ist da deine Angst, dass euch die Kräfte ausgehen könnten. Dass es deinem Mann nicht gut genug geht...
Aber - niemals!!, schreibst du, würdest du nein zu einem Baby sagen, wenn nur.... Da hast du sogar schon viel überlegt... Familie habt ihr also keine in der Nähe. Mit wem sonst könntest du dich in deinem Umfeld zusammentun? Du schreibst von einer anderen Struktur für eure Familie, die ihr bräuchtet. Eigentlich jetzt schon, oder?!! Weil du eh schon alles trägst – und eigentlich schon jetzt spürst, dass ihr sie bräuchtet – damit es gut oder besser für euch weitergehen kann. Wäre es möglich, dass das neue Baby euch genau dazu quasi einen liebevollen Schubser ;-) gibt... dass ihr euch mal genauer anschaut und euch umschaut, was sich ändern könnte.... Vielleicht auch mit einer guten Unterstützung. Könntest du dir das so ähnlich vorstellen? Wo wären Möglichkeiten? Das braucht natürlich Zeit. Je nachdem wie weit du in der Schwangerschaft bist, hättet ihr noch Monate dazu ;-)
Liebe Ani, beim Schreiben sieht man ja immer nur ein kleines Fenster vom anderen. Von daher weiß ich jetzt gar nicht, wie alles bei dir ankommt... oder auch, was du mit deinem Mann besprechen kannst oder nicht. Wenn jemand zur Schwermut neigt, braucht das Geduld und Kraft. Und manchmal ein gesundes trotziges Dennoch und Durchhalten. Sich nicht mit rüberziehen lassen. Wo kannst du deinen Akku aufladen? Heute!
Ich wünsche euch nochmal eine neue Draufsicht auf euch als Familie. Und dass es sich zum Guten wendet.
Viele liebe Grüße von Emma


20.07.2015, 16:45

Registriert: 25.01.2010, 14:49
Beiträge: 52
Geschlecht: weiblich
Geburtsjahr: 1968
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Beitrag Re: Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Hallo liebe Kullerbauchmami,
Du schreibst von Struktur Eurer Familie - wie meinst Du das? Was müsste sein, dass Du das tun kannst, was Dir wichtig ist: diese Seele einwurzeln lassen.
Ist es v.a. die nicht (mehr?) so hohe Belastbarkeit Deines Mannes? Oder fehlen Euch einfach auch mal Leute, die Euch bisschen entlasten? Oder ist es das Zusammenwirken Eurer beiden Charaktereigenschaften - man kann sich ja irgendwie manchmal im Weg stehen, sich gegenseitig hemmen ... ich überlege einfach, was Du mit "Struktur" meinst.
Und Dein Mann? Ist er dem Kind gegenüber eher ablehnend oder einfach schwach, so dass Du denkst, Du könntest es ihm gar nicht zumuten?

Ich denke, Ihr seid einfach sehr erschöpft von den letzten Jahren. Ihr hattet auch kaum Zeit zu zweit, oder?
Die ersten Jahre mit kleinen Kindern fordern das Äußerste. Da ist man wirklich im "Tal der Kräfte" angelangt und wenn man dann auch noch der Typ ist, der eher zu Depressionen neigt ... auch in Dir wiegt alles schwer und eine "leichte Lösung" wäre gar nichts für Dich.
Du hast keine positive Vorstellung von der Zukunft.
Wie stellst Du sie Dir vor, wenn es so weiterginge wie bisher? Siehst Du - mal abgesehen von der jetzigen Schwangerschaft - Licht am Ende des (Kleinkind-)Tunnels? Auf was hattest Du Dich eingestellt und gefreut? Wo hat für Dich Erleichterung schon aufgeleuchtet?
Bist Du noch mit einer Beratungsstelle in Kontakt?
In welcher Woche bist Du denn - wenn Du es übermorgen wissen musst?

Ich wünsche Dir eine gute Nacht - trotz allem!!! Ich hoffe, Deine beiden lassen Dich/Euch hin und wieder schlafen!! Die Sorgen reichen ja schier, um nicht schlafen zu können.....
Liebe Grüße von Tizia


21.07.2015, 00:12
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Beitrag Re: Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Liebe Ani,
du, wie geht es dir inzwischen? Hat sich inzwischen irgendwas neues ergeben? Liest du noch hier... ach mensch, du klingst echt müde... wahrscheinlich grübelst du auch schon länger – oder seit wann wisst ihr, dass ihr schwanger seid?! Das kostet dich bestimmt viel, viel Kraft *mitfühl*
Ich versuch’ mir euch so ein bisschen vorzustellen (nach dem, wie du euch beschreibst): du bist eine liebe, liebe fürsorgliche Mami von zwei Kleinkindern. Und hast die vergangenen Jahre tapfer die Stellung gehalten – hast viel gegeben - das kostet natürlich Energie... Und doch hast du auch gespürt, was die Kinder dir geben – das ist wirklich unvergleichlich kostbar ☺ Daher hast du auch genau vor Augen, was das Baby in deinem Bauch dir bedeutet – noch so ein Schatz... wo du schon das Bild von der Waagschale gebracht hast – das gibt ein ganz großes Gewicht in die Waagschale (obwohl’s noch so klein ist...). Da schlägt dein Mama-Herz, oder...
Auf der anderen Seite ist da deine Angst, dass euch die Kräfte ausgehen könnten. Dass es deinem Mann nicht gut genug geht...
Aber - niemals!!, schreibst du, würdest du nein zu einem Baby sagen, wenn nur.... Da hast du sogar schon viel überlegt... Familie habt ihr also keine in der Nähe. Mit wem sonst könntest du dich in deinem Umfeld zusammentun? Du schreibst von einer anderen Struktur für eure Familie, die ihr bräuchtet. Eigentlich jetzt schon, oder?!! Weil du eh schon alles trägst – und eigentlich schon jetzt spürst, dass ihr sie bräuchtet – damit es gut oder besser für euch weitergehen kann. Wäre es möglich, dass das neue Baby euch genau dazu quasi einen liebevollen Schubser ;-) gibt... dass ihr euch mal genauer anschaut und euch umschaut, was sich ändern könnte.... Vielleicht auch mit einer guten Unterstützung. Könntest du dir das so ähnlich vorstellen? Wo wären Möglichkeiten? Das braucht natürlich Zeit. Je nachdem wie weit du in der Schwangerschaft bist, hättet ihr noch Monate dazu ;-)
Liebe Ani, beim Schreiben sieht man ja immer nur ein kleines Fenster vom anderen. Von daher weiß ich jetzt gar nicht, wie alles bei dir ankommt... oder auch, was du mit deinem Mann besprechen kannst oder nicht. Wenn jemand zur Schwermut neigt, braucht das Geduld und Kraft. Und manchmal ein gesundes trotziges Dennoch und Durchhalten. Sich nicht mit rüberziehen lassen. Wo kannst du deinen Akku aufladen? Heute!
Ich wünsche euch nochmal eine neue Draufsicht auf euch als Familie. Und dass es sich zum Guten wendet.

Viele liebe Grüße von Sabrina


21.07.2015, 08:58
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Beitrag es ist geschehen
Leider wurde meine Antwort vom 19. noch nicht veröffentlicht ...
Es stand sie wird vom Moderator noch frei gegeben ...

Heute war der Termin .

Ich fühle mich etwas traurig .. Aber doch mehr noch erleichtert .
Vielleicht ist es Augenwischerei, aber ich glaube momentan wirklich es war das bessere so..
Das richtige gab es nicht . Aber vielleicht bleibt es in meinem Verstand das bessere.


Der Eingriff war sehr "gut" um evtl ein paar Frauen auch die Angst vor dem rein medizinischen zu nehmen .
Ich hatte keine Schmerzen , die Narkose war nicht unangenehm und auch jetzt habe ich nur ein leichtes Ziehen im Unterleib .

Natürlich habe ich dennoch geweint . Ein Teil von mir weiß ich habe mein Kind verstoßen , heimatlos gemacht . Der andere Teil ist sich für den Moment aber recht sicher , dass das Leben von uns 4 dadurch eher so gut weiter laufen kann wie vorher .
Und auch wenn viele Mütter mich jetzt verurteilen : vielleicht hatte ich auch Angst das neu entstandene , ungewollte Kind abzulehnen , nicht zu lieben . Mut zur Ehrlichkeit muss sein , denke ich ... ja , ich hatte Angst davor mit dem steigenden Stress niemandem mehr eine gute Mutter / Frau sein zu können . Das Risiko halte ich wenn ich mich und meine Gefühle betrachte für gerechtfertigt ..

Ich werde in den nächsten Tagen viel nachdenken .. Vielleicht poste ich auch nochmal in ein paar Wochen meine Gefühle ..
Momentan glaube ich in meinem inneren richtig hehandelt zu haben .. Mein Kind vergib mir meine Schwäche , denn ich habe mich nicht getraut dich als Herausforderung anzunehmen . Ich liebe dich und hoffe auf deine Vergebung ..
An dich denken werde ich . Es tut mir leid !


23.07.2015, 17:48
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Beitrag Re: Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Sehr hart für mich erst jetzt eure Antworten hier zu lesen ...
Ich hatte aus Versehen Gast stehen lassen ( siehe oben )

Mittlerweile bin ich nur am weinen ... Ich bereue ich leide .. Ich wünschte ich könnte die Uhr zurück drehen ... Mich gegen die nach wie vor vorhandene Vernunft entscheiden und mein Herz blind entscheiden lassen...


Was ich jetzt fühle : mein Kind vergib mir ... Dass ich dich nie eine Stimme haben ließ , dass ich dich nie Blumen riechen ließ .. Dass du nie weißt wer ich bin ..
Ich liebe dich ... Bitte bitte bitte verzeih dass ich dich nicht geschützt habe


23.07.2015, 23:32

Registriert: 25.01.2010, 14:49
Beiträge: 52
Geschlecht: weiblich
Geburtsjahr: 1968
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Beitrag Re: Noch eine Woche Bedenkzeit ...
Liebe kullerbauchani,
Deine Geschichte macht mich sehr sehr traurig .. schon jetzt weißt Du, dass das, was vorübergehend „besser“ erschien, nicht trägt.
Was mich auch sehr betroffen macht, ist, dass man Dich von den Stimmen der anderen Frauen wie „abgeschnitten“ hat und Du die Beiträge erst im Nachhinein lesen konntest. Das erschüttert mich richtig! Es wiegt einen ja in der Sicherheit, um Hilfe gebeten zu haben. Und was soll man dann denken? Dann wird es wohl niemand geben, der einem gute Worte geben kann ... dabei waren sie da ...
Liebe Kullerbauchani,
ich möchte sie Dir gerne jetzt geben, gute Worte.
Natürlich für dieses Dein Kind zu spät, für Eure einmalige Zweierbeziehung. Aber für etwas anderes ist es niemals zu spät:
Deinem Herzen, Deiner Liebe zu folgen! Das kannst Du immer und jeden Tag tun! Damit Du weißt, wer Du bist und Deine Kinder wissen, wer Du bist. Das hast Du ganz wunderbar zum Ausdruck gebracht in Deinen ganz eigenen Worten.
Der „Mythos von der guten Mutter“ nimmt letztlich der Mutter die innere Sicherheit und ihre ganz selbstverständliche Güte. Und mit Güte meine ich jetzt wirklich beides: die Qualität und die Herzensgüte. Denn, wer sich immer fragt (oder fragen lässt), ob er gut genug ist, wird seine Aufgabe eben nicht so gut erfüllen können, wie er eigentlich kann.
Und die Herzensgüte ... das weißt Du selbst zutiefst: diese Güte reicht für alle Kinder, so viele es sein mögen. Lass Dich von Deinem dritten Kind immer trösten, wenn Du Dich für nicht gut genug hältst. Deine Kinder messen nicht mit diesem Maßstab! Liebe sie nach Deinem Herzen! Und sie tun es auch. Das genügt.
Und sag´s es anderen Frauen, anderen Müttern. Dann ist dieser Schmerz, den Du jetzt trägst, nicht umsonst!
Ganz liebe Grüße von Tizia


27.07.2015, 12:41
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