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 Kind bekommen ohne Mann! Wie seht ihr das? 

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Beitrag Kind bekommen ohne Mann! Wie seht ihr das?
Ich höre und lese immer wieder von vielen: "Man kann alles schaffen, auch allein, ohne Mann - man muss gar nicht abtreiben!"

Dann versuche ich zu erfahren in welcher Situation die Personen stecken, die diese Aussagen tätigen. Manche haben Kinder, manche haben ein Kind, manche haben gar keine Kinder, die meisten haben zu den Kindern einen Mann - raten aber Frauen, auch ohne Männer diese Kinder zu bekommen. Und ich frage mich, haben sie überhaupt eine Ahnung wie schwer es ist ein Kind allein groß zuziehen, sogar mal abgesehen von den finanziellen Sachen?!

Ich fand es mehr als nur schwer. Meine Tochter brauchte mich besonders wenn sie krank war, aber ich konnte nicht daheim bleiben, weil ich eben täglich arbeiten musste um das Abendbrot heran zu schaffen. Ich arbeite (laut Vetrag) von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr, muss aber 45 Minuten zu Arbeit fahren. Ein Kita macht aber erst um 8.00 Uhr auf. Was mach ich? Meine Tochter geht zur Schule, trotz Nachmittagsbetreuung, ist sie um 16.30 Uhr zu Hause, ich aber frühstens um 18.00 Uhr? Was mach ich denn, wenn ich niemanden habe? Ich habe alle 14 Tage Elternabend, was mach ich denn in der Zeit mit dem Kind (wenn es nicht Oma und Opa in der Nähe gibt?) ? Das Kind hat sechs Wochen Sommerferien, 2 Wochen gibt es eine Betreuung in der Schule, was mach ich sonst mit dem Kind? Wer hat die Möglichkeit vier Wochen am Stück Urlaub zu nehmen?

Mein Kind vermisste ihren Vater! Mein Kind sah andere Väter und fragte, was sie getan hat, dass sie keinen Vater hat?! Das Kind sah Geschwister, warum hatte sie keine!

Was mach ich mit dem Kind nach der Geburt, wenn ich arbeiten muss? Eine Kita nimmt keinen Säugling! Zu einer Tagesmutter, die schon 4,5,6,7 Kinder hat? Meinen Säugling da abgeben und nach 9 Stunden wieder abholen?

Na dafür hab ich ja Kinder in die Welt gesetzt, damit sie zu einer fremden Frau Mami sagen. Wie habt ihr das gemacht, die jenigen die schon Kinder haben ohne Mann oder wie würdet ihr das machen, die die keine Kinder haben und meinen das schafft man so super ?????


Ich möchte wissen wie man das schafft ohne seinen Job aufzugeben und ohne von Vater Staat leben zu müssen. Denn jedes mittelständige Unternehmen kann es sich nicht leisten zwei Jahre einen Arbeitsplatz freizuhalten. Natürlich ist es super ein Kind zu bekommen, aber was ist danach?

Ich habe 12 Std. gearbeitet, jeden Tag in meiner Ausbildung und die ganze Kohle ging drauf für Lebensmittel und die Betreuung meines Kindes. Mein Kind hat wenig von mir gehabt, ist doch eine Traumkindheit oder???

Wie löst man es um dem Kind gerecht zu werden? Wie löst man es, wenn man auf eigenen Beinen stehen muss? Wie schafft man das ohne Mann und Hilfe an der Seite?

Wer kann mir das sagen?

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09.04.2008, 19:59
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Dann kann ich mich ja mal gleich dazu äußern als Alleinerziehende. Ich war zum Glück nicht von Anfang an alleinerziehend, sondern wurde während der SS und den ersten Monaten danach von dem Vater begleitet. Er hat uns verlassen, als unser Kind ein 3/4 Jahr alt war, seitdem lebe ich mit meinem Kind alleine und das sind nun bald 3 Jahre. Wie ich die letzten 3 Jahre so alles gemeistert habe? Wenn ich ehrlich bin, dann war es nicht immer leicht, teilweise sogar sehr schwer und wenn ich meine Eltern nicht gehabt hätte, die mich immer unterstützt haben und die mir auch oft mein Kind abgenommen haben, dann hätte ich es nicht geschafft. Meine Eltern haben täglich von um 7.30-15.00 Uhr auf mein Kind aufgepasst, dass ich meine Schule beenden konnte. Das habe ich dann auch einigermaßen gut geschafft, bin natürlich schlechter geworden, da die Zeit zum Lernen sehr gering war, wollte ja meine wenige Freizeit mit meinem Kind verbringen und nicht am Schreibtisch. Aber ich habe mein Abi geschafft und das macht mich im Nachhinein sehr stolz, dass ich das trotz Kind und dem ganzen Schwangerschaftskonflikt, dem Schwangerschaftsabbruch usw. geschafft habe. Tja, nach dem Abi habe ich dann viele Praktika gemacht, mit Früh- und Spätdienst, teilweise wurde ich nachts rausgeklingelt und musste los, das habe ich alles machen können, da meine Eltern rund um die Uhr im Einsatz waren. Ein Kindergarten oder eine Tagesmutter oder auch viele andere Omas und Opas hätten das nicht mitgemacht. Nun mache ich eine Ausbildung, bin weiter weggezogen von meinen Eltern, und mein Kind ist von um 7.30-15.30 Uhr im Kindergarten und wenn ich mal zu anderen Zeiten arbeiten muss, dann habe ich sehr viel Glück gehabt, denn der Kindergarten hat von um 6-20 Uhr geöffnet und meine Eltern können mein Kind auch noch nehmen, wenn es denn im Voraus schon geplant war. Spontan geht das nun nicht mehr, da sie einfach zu weit weg wohnen. Mein Kind ist zum Glück bisher meistens gesund gewesen und als es dann doch einmal krank war, da musste ich zu Hause bleiben. Es geht also mit Kind, aber es ist sehr schwierig und ich habe das auch alles nur so gut geschafft, da ich sehr liebe Eltern habe und mein Wille auch sehr groß ist. Ich möchte etwas aus mir machen, obwohl ich ein Kind habe oder auch, weil ich ein Kind habe und alleinerziehend bin und es allen beweisen möchte.


09.04.2008, 20:29
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... das ist genau das was ich meine, es ist so ganz allein (ohne Eltern, Partner, Angehörige) kaum schaffbar, man ist immer auf andere angewiesen und selbst wenn Freunde sich anbieten. Ich war zu sehr Mutter als das ich mein Neugeborenes ner Freundin anvertraut hätte, der Alltag sieht eben anders als die Theorie aus ;)

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09.04.2008, 20:38
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liebe jessi!

nun ja ich bin ja mehr eine seltenheit allein mit meinen vieren...
ich schaff es allein...
bevor ich mitt lilly schwanger wurde hab ich ja auch gearbeitet,zwar nur halbtags aber am we von mittags bis spät abends.
war manchmal ganz schön kaputt aber,naja ich bin sehr belastbar.
mein großer und paul gehen zur schule,nach der schule war paul im hort bis um 15 uhr,da die kita gleich nebenan war habe ich es immer gleich verbunden paul und marie zu holen.
marie geht von 9 bis 15 uhr in die kita.
in der zeit war ich arbeiten,war einkaufen,hab den haushalt gemacht...
am nachmittag hatte ich genügend zeit um mit den kindern was zu machen...
an den we´s war marie bei ihrer oma und die jungs bei hren vater,damit ich das geld verdienen kann...

jetzt würde ich es nicht mehr tun,dafür ist mir die kurze zeit einfach zu kostbar.


um nochmal auf eure kita zu sprechen zu kommen...
hier im osten ist das problem noch nicht ganz so groß.
hier bekommt jedes kind einen platz,manche kitas nehmen schon ab dem 6 lebensmonat auf....
würde ich aber auch nicht tun,auch zu keiner tagesmutti...dafür ist..wie ich schon oben schrieb...die kurze zeit zu kostbar!!

naja :wink:


lg nicole

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09.04.2008, 21:21
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Ich finde dieses irgendwie gehts schon, nicht schön.
Andauernd hab ich ein schlechtes Gewissen....hab ein Muttersöhnchen und er ist todunglücklich im Hort gewesen. Jetzt geht er nach der Schule zu meiner Mutter....auch nicht das gelbe vom Ei.
Die Finanziellen Sorgen haben mich manchmal ganz schön fertig gemacht.
Seit Dezember gehts uns besser, weil mein Freund mit mir zusammen gezogen ist.Auch wenn er mir sonst nix abnehmen kann weil er abends studiert, ist es jetzt leichter und jemand zum reden ist auch da.
Es ist definitiv leichter als alleine ,8 Jahre haben mir vollkommen gereicht und ich hoffe, dass es nun mein Märchenprinz ist und wir uns bis ans Lebensende ertragen können.
Habe übrigens 2 Ausbildungen mit Kind gemacht.Also es geht, aber eben nur irgendwie


09.04.2008, 22:57
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Ich war von Anfang an alleine (schon während der SS). War nicht immer einfach, aber bei weitem kein Drama. Die familiäre Unterstützung, was Betreuung von meinem Sohn anging, war von Anfang an seeehr wenig ( in den ersten beiden Jahren liessen sich die Stunden an einer Hand abzählen..) Ich habe überwiegend von zu Hause aus gearbeitet und hatte ein phantastisches Au pair (mit Zuschuß vom Jugendamt!).
Als mein Sohn ca 3 Jahre alt war bin ich mit ihm in die USA gezogen. Auch dort war ich alleinerziehend. Habe dort mit einem Freund (nicht meinem Freund!) zusammengewohnt. Er hatte auch eine Tochter (die damals erst 7 Jahre alt war). Wir haben uns gegenseitig unterstützt. Ich habe in den USA eine zweite Ausbildung gemacht. Mein Sohn war dort erst im Ganztagskiga und später in der Ganztagsschule. Nach einigen Jahren sind wir (Sohn und ich) zurück nach Deutschland gezogen. Jetzt ist mein Sohn fast 8. Ich arbeite, der Stundenzahl nach, halbtags, mit sehr flexiblen Arbeitszeiten und auch oft im Außendienst, vor allem am WE. Opa und Oma sind jetzt öfter mal für die Betreuung zuständig (ansonsten hätte ich längst wieder ein Au pair). Seit kurzem studiere ich zusätzlich Jura im Fernstudium an der Uni von England.
Organisatorisch ging das immer alles. Ist auch ein bischen eine Frage der Flexibilität und der Umstände. Ich habe mir aber inzwischen ein gut funktionierendes Netz von Freunden und anderen Müttern organisiert, um eventuelle "Notsituationen" abzudecken.

Ein Kind ohne Mann großziehen zu müßen, ist für mich nicht zwingend ein Grund abzutreiben. Je nach dem, wie eine Frau gestrickt ist, ist das durchaus alleine zu bewältigen, ohne daß einer der Beteiligten darunter zu leiden hat. Wer nur unter der Bedingung ein Kind möchte, daß er bzw. sie niemals alleine damit dasteht, sollte die Finger vom Projekt Kinderkriegen lassen. Eine Garantie, nicht an irgendeinem Punkt doch mit dem Kind alleine zu sein gibt es nie. Auch eine momentan funktionierende Partnerschaft kann mal auseinander gehen, der Partner könnte unerwartet versterben, etc. etc..
Die Frage die es zu beantworten gilt (unabhängig davon ob JETZT ein Partner vorhanden ist oder nicht), ist doch vielmehr, sehe ich mich grundsätzlich in der Lage das notfalls auch alleine durchzuziehen.

Gruß,

Streichelgedanken


09.04.2008, 23:34
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Als ich zuhause gearbeitet habe, die Firma meines Vaters ist unter der Wohnung oder besser meine Wohnung liegt über der Firma ;) war es auch kein Problem mit der Kleinen, solange ich keinen Blockunterricht in meiner Ausbildung hatte. Da musste ich dann morgens um sieben aus dem Haus und war erst um 17 Uhr daheim, das war Scheiße für das Kind.

Aber um ein Au pair zu nehmen, musst du doch genug Platz haben, oder? Das hat doch auch nicht jeder. Ich habe 170qm, aber so aufgeteilt, dass ich weder ein zweites Badezimmer habe noch ein Zimmer, was nutzbar für ein Au pair wäre. Wie sehen das die Voraussetzungen aus liebe Streichelgedanken? Ich habe mich damit nie auseinander gesetzt, weil ich mir ein Kindermädchen die ersten Jahre ins Haus geholt habe, aber interessant find ich es alle Male.

Dennoch denke ich, bist du, ich und auch einige andere die Ausnahme. Ich habe nicht gesagt, dass es nicht machbar, aber es ist auch nicht so einfach ein Kind allein groß zuziehen. Meine Tochter ist heute sieben und ich würde sie niemals (bis auf Einkaufen im Supermarkt gegenüber, Handy in der Tasche) allein lassen und ich daher dankbar, dass ich meinen Vater und seine Firma (Mitarbeiter) unter mir habe, die einspringen. Und in solchen Momenten frage ich mich besonders, wie machen es andere, die niemanden haben, wo nicht Oma und Opa da ist, die nicht den Partner haben oder die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten, ich denke, das ist ja nicht der Regelfall.


10.04.2008, 12:23
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Liebe Jessica,

als ich ein Au pair hatte, habe ich in einer 80qm, 3 Zimmerwohnung mit einem Badezimmer gewohnt.. Weil ich wollte, daß mein Sohn ein eigenes Spielzimmer behält (was sich im Nachhinein als überflüßig erwies, da er mit unter 2 Jahren eh ständig um uns rum war :lol: ) und trotzdem jede von uns ein eigenes Schlafzimmer haben sollte und ich Besuch nicht in der Küche empfangen wollte, habe ich kurzerhand eine Holzwand (Doppelwand mit Styropordämmung in der Mitte) durchs Wohnzimmer gezogen, daß dann eben nur noch 10 qm hatte.
Ein Au pair braucht kein zweites Bad, nur einen eigenen Schlafraum mit Bett und wenn möglich Glotze. :wink:
Mein Sohn ist ebenfalls 7 und ich bin auch höchstens mal eine halbe Stunde einkaufen (mit Handy versteht sich) oder mit dem Hund kurz auf der Pipiwiese um die Ecke.
Opa und Oma besitzen ein Ferienhaus in Frankreich und sind da mehrmals im Jahr für viele Wochen. Also auch nicht immer verfügbar.
Das Problem mit den Elternabenden kenne ich... Dann geh ich eben nicht, oder eine Freundin sitzt hier für 2 Stunden und passt auf.
Ich habe ja selber in den USA mit Kleinkind alleine gelebt (bis ich mit dem guten Freund zusammengezogen bin) und hatte niemand der ereichbar gewesen wäre von der Familie. Ging auch.

Das Problem mit der Kinderbetreuung ist doch nicht nur AE spezifisch. Jede berufstätige Mutter hat das doch, ob jetzt AE, oder mit berufstätigem Partner. Besonders abzudecken als AE, sind doch nur Krankheit von Mutter und oder Kind (wenn du das kranke Kind nicht mitnehmen kannst zum Einkaufen) oder eben Abendveranstaltungen. Und diese Zeiten halten sich doch in Grenzen.. Ich habe bis jetzt fast immer jemand gefunden, der mir eingekauft hätte, oder wo mein Sohn mal hinkann, wenn ich krank bin, damit ich schlafen kann. Ich habe aber auch null Problem meine Freunde um Hilfe zu bitten und mich im Gegenzug zu revangieren.
Gerade letzte Woche war ein Freund meines Sohnes fast jeden Nachmittag hier, weil seine Ma mit fast 40 Fieber auf der Schnauze lag und ihr Göttergatte arbeiten war.

Gruß Streichelgedanken


10.04.2008, 13:18
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Das "Problem" Sommerferien, läßt sich übrigens gut mit einem Sommer- Au pair lösen. Gibt viele Au pairs, die wollen nur für 6-12 Wochen Au pair sein. Für die Zeit kann man ja dann notfalls auch mal im Wozi auf dem Sofa nächtigen und dem Au pair das Schafzi überlassen oder umgekehrt :wink:

Gruß Streichelgedanken


10.04.2008, 13:43
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hey ihr lieben

macht mir bitte keine angst :(
ich bin auch alleine und schwanger. der erzeuger meldet sich nach verkünden der freudigen botschaft erst gar net... mir ist klar, dass es sehr schwer werden wird, aber das ist es emotional jetzt schon. alleine zu den untersuchungen; zu den vorbereitungskursen,wo man auf glückliche paare trifft,alleine im kreißsaal; alleine vor allem stehen- das ist jetzt schon hart. da tröstet es mich auch nicht, dass es heute so viele AE gibt. im endeffekt ist man mit den problemen alleine.
und doch sehe ich es positiv: noch denke ich,mit einem guten netzwerk an freunden und bekannten und ein wenig organistion könnte ich das schaffen,wenn der zwerg erstmal gesund auf der welt ist


11.04.2008, 13:29
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Hi, es geht nicht darum dir Angst zu machen ;)

Ich war eigentlich von Anfang an allein und ich habe es geschafft und ich liebe meine Tochter über alles und möchte sie nicht wieder hergeben. Ich wollte mit diesem Beitrag einfach nur zeigen, dass es schon relevant ist sich Gedanken zu machen und auch Angst vor der Zukunft zu haben. Es ist nicht einfach, aber es gibt so viele schöne Momente mit Kind, die dir auch wieder zeigen wie gut es ist, wie es ist. Aber es wird sicher auch viele Momente geben, wo man Angst hat, vor der Zukunft, vor allem.

Ich mag einfach nicht, wenn Lebensschützer daher laufen und sagen, alles wird gut und es ist so einfach, man schafft es. Man schafft es! Aber es ist nicht immer einfach. Aber du wirst das schaffen und ey! du hast uns! Wenn wir können, werden wir immer zur Seite stehen und helfen wo wir nur können ....

Gruß Jessi


11.04.2008, 13:57
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Beitrag 
Hi Angst01,

Alleine mit dem Zwerg zu sein, hat auch durchaus Vorteile :wink: Du hast keinen Mann an der Backe, der Abends nach Hause kommt und sich über den Saustall beschwert, weil du mit dem Säugling nicht zum Aufräumen gekommen bist. Niemand der eifersüchtig ist, weil deine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Zwerg gilt. Keiner redet dir rein ob und wann du stillen sollst, wann ein Baby gefälligst zu lernen hat durchzuschlafen etc, etc.
Und niemand beschwert sich, daß ein Säugling nichts im Ehebett verloren hat. (Das war für mich ein Highlight :mrgreen: ) Du kannst den Luxus genießen deinen Tag ganz nach dem Zwerg richten zu können.

Mit ein bischen Voratshaltung, ist das mit dem Betreuen zu schaffen.
Das einzige was mich als AE lange belastet hat, war niemanden an meiner Seiote zu haben, der den Zwerg so heiß und innig liebt wie ich und mit meinen Sorgen, wenn er mal krank war auch alleine zu sein. Ich finde als AE nicht die Betreuungsituation belastend, sondern die Verantwortung ganz alleine zu tragen.
Aber keine Sorge, man gewöhnt sich dran. :wink:
Den Hechelkurs kann man auch mit "Nur Frauen" machen, einfach mal umhören (notfalls die Partnerschaftsabende schwänzen (sind meist eh nur ein oder 2..)
Und zur Geburt eine sehr gute Freundin oder Mutter oder Schwester mitnehmen und eine verständnisvolle Hebamme, dann läuft das, wirst sehen!
Ein abwesender Vater hat auch Vorteile, du mußt dich nicht mit ihm um Besuche streiten. Ich wäre an gebrochenem Herzen vermutlich innerhalb einer Stunde gestorben, hätte ich den Zwerg als Baby seinem Vater mitgeben müssen und wenns nur zum Spaziergang gewesen wäre. :lol:

Immer Kopf hoch, ihr beide werdet ein super Team werden, dein Zwerg und du!
Und wenns mal schwierig wird, dann nutz das uralte Müttermantra: ES IST NUR EINE PHASE..!!!! :wink: :lol:
Wenn du magst, kann ich dir per PN einen link zu einem supernetten AE Forum schicken.

LG Streichelgedanken


11.04.2008, 14:14
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Beitrag 
Hallo :-)

so, jetzt geb ich auch meinen Senf dazu ab ;-)

Ich kenn es nur so, ich war von anfang an, ab der schwangerschaft, mit meiner Tochter alleine. Hab vorher als Krankenschwester Vollzeit gearbeitet. Hab dann mit 21 meine Tochter bekommen. Sie ist nun 6 Jahre geworden. Und das Thema arbeiten gehn ist verdammt schwer! Ich hab nach dem Erziehungurlaub beim Zahnarzt gearbeitet während meine Tochter Vormittags im Kiga und Nachmittags bei meiner Mutter. Und da fing das problem dann an. Ich kam abends total fertig von der arbeit, und was seh ich oft, meine Tochter auf dem Sofa eingeschlafen. Kind geweckt, knatschig, meine Mutter genervt wo ich denn bleibe usw...auf die Frage was sie den ganzen tag gemacht haben: Fernseh geguckt! Toll! Das hat mich dann soo fertig gemacht, das meine Mutter meine Berufstätigkeit zum einen nicht unterstützte sondern eher als Last ansah, und das meine Süße Nachmittags fast nur vor der Glotze hing. Ich hab dann schweren Herzens aufgehört zu arbeiten, da es sich immer mehr rausfilterte das meine Muter keine Lust hatte als "Tagesoma" zu arbeiten :-( Jaja, und das waren die die einem noch großkotzig *sorry* versicherten: wenn du das Baby bekommst, wir sind immer da!!!
Arbeiten gehn ist unheimlich schwer. Ich kann z. B nur in der Zeit von 8-max 17 uhr. Das kannste in meinem Job vergessen. Meine Tochter kommt jetzt in die Schule, dann wird es noch schwerer da ja noch viel Lernzeit mit eingeplant werden muß. Und meine kleine, ist jetzt auch noch sehr Mama-fixiert und Fremdbetreuung kommt frühestens jetzt mit 6 in Frage für die Nachmittagsstunden. Eher wäre das nie in die Tüte gekommen.
Aber um zur eigentlichen Frage zurück zu kommen, ich denke MACHBAR ist es ohne Mann, aber WIE! Entweder man ist ne Powerfrau und managed alles und hat so ne Portion Egoismus in sich oder/und erreicht auch noch was und hat vor allem ne innere zufriedenheit oder man findet sich für lange Zeit mit einem Leben mit ALG II ab. Und das ist schwer. Ich habs durch, weil´s einfach nicht anders geht!!! Ich WILL aber KANN nicht.
Wenn ich dann seh wie mein Bruder und seine Frau das schaffen, gehen beide Vollzeit arbeiten, sie als Krankenschwester und er im Büro, und die teielen sich das soo super auf mit der Kita, und das Kind ist Prima drauf! Da beneide ich die beiden schon drumm. Mit Mann ist das ganz klar einfacher.Zumal dann auch zweimal Oma und Opa da sind im Notfall.
So, das war ganz klar die Berufliche Seite. Ich stand ja selber erst vor der entscheidung, ob ich die nächsten 6 Jahre nochmal genauso leben muß, alleine, ALG II usw...und ich muß sagen ich hab mich sehr rational entschieden. Mein Herz hat was ganz anderes gesagt...aber das ist ja nicht Thema.
Ich denke auch das es mit Partner viel einfacher ist, und vorallem die Kids nicht so Mama-Fixiert sind, denn sie haben ihren Papa.Ich denke schon das der Väterliche Part ganz wichtig ist für die entwicklung der Kinder. Sie bleiben nunmal nicht so klein und süß und einfach, sie werden erwachsen, wollen das man ihnen den Weg zeigt, erklärt, warnt, Sicherheit bietet usw...man hat als Eltern/Mutter/Vater nunmal auch ein riesen Verantwortung und einen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Und gerade die Pubertät und Berufswahl stellt wieder ganz neue Herausforderungen an uns.
Ich denke aber auch das eine tolle Mama solche Herausforderungen Prima alleine meistern kann, müssen wir ja auch, aber auch hier sehe ich einen großen Vorteil wenn noch ein 2. Elternteil da ist!

Wie gesagt, ich denke man kann alles ohne Mann schaffen, man muß halt für sich sehen, was will ich vom Leben und mit welcher Entscheidung bin ich auch in 10 Jahren noch Glücklich! Es ist so schwer hier jetzt die richtigen worte zu finden. Denn alles materielle dieser Welt könnte mir nicht annähernd meine Tochter ersetzen. Ich habs keine sekunde bereut die letzten Jahr auf so viel verzichtet zu haben (Partys, Urlaub usw...) aber ich hatte leider vor 5 monaten nicht nochmal den Mut es wieder zutun :-(
Aber Hut ab vor den Frauen die sich auch in solchen Situationen wie Alleinerziehend, ALG II usw...für noch ein Kind entscheiden. Und ich bin mir auch sicher keine dieser Frauen würde es danach bereuen das sie ihr kind bekommen hat.

Fakt ist, es ist entscheidend beruhigender und einfacher mit Mann, aber es ist zu schaffen wenn es auch mit vielen vielen einschränkungen verbunden ist und man selbst nicht viel ansprüche stellen darf. Und das kann nur jede Frau für sich selbst entscheiden ob sie diesen Weg geht.

Liebe Grüße!


11.04.2008, 15:20
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Hi Franka,

Schichtarbeit ist eine blöde Situation. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen hier :oops: , aber hast du mal über ein Au pair nachgedacht? Das ist eine super Möglichkeit Schichtarbeit abzudecken, wenn Verwandschaft nicht zur Verfügung steht. Eine Bekannte von mir arbeitet Schicht bei der US Army (als Zivilistin). Sie hat eine 4,5 Monate alte Tochter und eine 7 jährige.
Wenn sie arbeitet kümmert sich das ukrainische Au pair um die Kinder. Vieleicht wäre das auch eine Möglichkeit für dich?
Au pairs kannste flexibel einsetzen und hast die Betreuung des Kindes immer im Haus. Und das Kind hat eine 2. Bezugsperson. Es gibt sogar mänliche Au pairs, dann hast du einen mänlichen Gegenpartpart, erziehungstechnisch... :wink:

Gruß Streichelgedanken


11.04.2008, 15:52
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Also ich bin mal auf die Suche ins Internet gegangen. Au pair klingt im ersten Moment super. Aber teilweise sind es doch sehr junge Mädchen, wenig Erfahrungen mit Kindern, wenige Sprachkenntnisse. Ich habe keine Ahnung, aber ich glaube mir wäre nicht wohl bei dem Gedanken dieser Person mein Kind anzuvertrauen. Liebe Streichelgedanken, hast du da nie Probleme mit gehabt? Ich hab mein Säugling damals nicht mal meinen Freunden anvertraut, erst als die Kurze in einem Alter war, wo ich mehr oder weniger selbst auf sich acht geben konnte ...


11.04.2008, 16:01
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