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 Ich habe nur noch wenige tage und bin unendlich verzweifelt! 

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Registriert: 08.01.2008, 16:38
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Beitrag Ich habe nur noch wenige tage und bin unendlich verzweifelt!
Hallo,

ich habe einige beiträge still mitgelesen, aber das konnte mir leider auch nicht helfen, da jede Situation nun mal komplett unterschiedlich ist.

Ich benötige den rat von jemand neutralen, jemand der vielleicht schon mal in einer ähnlichen Situation war.
Ich weiß nicht was ich tun soll, am liebsten wäre ich tot! Alles erscheint mir auswegslos, vielleicht bin ich zu schwach?

Ich bin 24 jahre alt, bin Ende 10. SSW ungeplant schwanger.
Ich kenne meinen freund seit knapp 9, 10 Monaten, er ist 32 und ein Moslem (Araber).
Ich weiß nicht ob ich ihn liebe, in den letzten 3 Monaten habe ich einige dinge an ihm gesehen, die mir gar nicht gefallen.
Ich bin jüdisch/christlich erzogen. Alle sind schockiert, dass ich schwanger bin, meine familie sagt, dass ich ihn nicht heiraten soll, aber auch nicht abtreiben darf und das ich das schon schaffe. Sie stehen auch hinter mir, irgendwie.
Seine familie darf es nicht wissen (extrem konservativ), wir müssen erst heiraten. Sie leben in Tunesien.

Mein Leben war davor endlich mal schön, frei und selbstbestimmt.

Ich lebe seit einem Jahr nicht mehr zuhause (sehr streng) und habe eine 6 jährige Psycho-beziehung mit einem extrem eiversüchtigen, aggresiven, drogenabhängigen Kerl endlich hinter mir, ich habe ihn mit 17 kennengelernt und mit 19 habe ich heimlich und verschwiegen einmal abgetrieben. Ich habe geweint wie noch nie. Ich habe im leben schon einiges hinter mir, und habe auch das - trotz trauer - weggesteckt. Auch wenn es schrecklich war und ist. Die Beziehung war reiner selbsthass, ich wurde mit 14 von einem Cousin sexuell belästigt und so weiter und es außer eben hier nie jemanden gesagt, da er das "liebling des clans" ist, und mir außer meinen Eltern niemand glauben würde. Und warum soll ich meine eltern traurig machen, wenn es mich schon fertig macht.

Nach meiner ersten Beziehung, habe ich dann einige Monate später vor knapp 10 Monaten meinen jetzigen freund kennengelernt, und mein Wunsch nach einer familie war stark, er war ein netter, gläubiger, gut aussehender Mann, der weiß was er will. Und trotz einiger bedenken (Moslem, Alter, gewisse Kälte) habe ich mich darauf eingelassen. Endlich ein stabiler, richtiger Mann der weiß was er will. Er wollte sich nach einem halben jahr verloben, aber ich war noch nicht bereit, für mich ist ehe ein sache bis ans leben ende, er sieht es genauso.
Dann hatten wir langsam streß, wegen meinem Ex (aufdringlich) und wegen tanzen gehen (ich liebe tanzen schon immer!) er will nicht dass ich weggehe, und wegen eingen anderen dingen, eiversucht etc.
Es ist so gut wie auseinander gegangen......dann habe ich erfahren, dass ich schwanger bin.

Und jetzt weiß ich nicht was ich tun soll!
Jetzt muß ich ihn ja heiraten, das geht nicht anders, aber ich denke ich liebe ihn nicht, und ich werde mich sehr einschränken müssen. Und ich werde noch weitere kinder mit ihm haben müssen, weil nur 1 Kind geht nicht. Ich werde nie wieder tanzen gehen, oder mich mal stylen können, ich werde mit einigen Leuten kein kontakt mehr haben können. Ich werde ein anderer mensch sein müssen. Ich verliere meine hart erarbeitete Lebenslust.
Aber wenn ich jetzt nochmal abtreibe, werde ich wohl niemals kinder haben, vielleicht dachte ich nur, dass ich eine große familie will und haben werde, ein wunschtraum, aber meine freiheit, und ich meine wahre freiheit - selbst entscheiden! ist mir wichtiger als das leben in mir. Ich fühle mich nicht verbunden zu dem Kind, auch wenn ich es schon 2x beim fa beim US gesehen habe, mit kleinem Herzchen schlagen, ich habe schon einen Mutterpaß, ich fühle mich trotzdem unendlich schlecht, und G'tt wird mir nie verzeihen. Meine Mutter hat mir schon babyklamotten nach deutschland mitgebracht....
Ich bin mal wieder in einem Zwang, und die zeit läuft mir davon, ich will nach der freiheit greifen, egal was es kostet, aber mein Herz, macht mein Herz noch mit?
ich hab soviel gebetet, aber ich bin ja selber schuld.
Was bin ich nur für eine frau? Zweimal abtreiben??
Alle denken, dass ich das kind Anfang august zur welt bringen werde, aber ich bin so unglücklich!
Kann man liebe lernen? Muß man dinge aufgeben um anderes zu gewinnen?

Ich habe am freitag, 11.01.08 einen beratungsgespräch bei pro familia. Und klar gibt es keine zwangsehe in Deutschland, aber wo ich gerade stehe, das weiß sie nicht.

Ich entscheide nicht wie sonst üblich wegen dem Kind allein, es geht um meinen freund und mein zukünftiges Leben.
Es geht nicht wie hier sooft gelebt, alleinerziehende Mutter, wieder jemand anderen kennen lernen, patchwork familie. Und am Wochenende kommt der Vater des kindes. Das kind gehört mir nicht allein. Auch will ich seine Zukunft und sein Ansehen bei seiner familie nicht "beschmutzen".

Alle die bei meinem Text empört sein sollten, ich habe bereits genügend prediger um mich herum. Und ich kenne die Gebote der Thora und der Bibel auswendig. Und ich weiß, dass es eine Sünde ist, Mord.

Aber alle offenen Menschen, die nicht verurteilen wollen und einem nicht seine Meinung aufdrängen wollen, bitte gebt mir rat.
Wer kann mir irgenwie helfen? Ich brauche neutrale meinungen, um mich herum ist niemand neutral, am wenigsten ich selber.

Und für frauen aus unserer kultur gibt es keine foren oder lobbys, man schweigt. Deshalb frage ich euch.

Danke vom herzen


08.01.2008, 18:14
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Registriert: 29.10.2007, 18:12
Beiträge: 316
Wohnort: NRW
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Beitrag Re: Ich habe nur noch wenige tage und bin unendlich verzweif
Hallo amisu!

Als erstes möchte ich dich hier herzlich willkommen heißen, und dir deine Angst nehmen: Du wirst hier niemandem begegnen, der dir "Predigten" hällt!

Es tut mir leid, ich bin nicht neutral, aber ich hoffe, dass dir meine Erfahrung vllt ein bisschen weiterhilft, bei deiner Entscheidung!
Dazu möchte ich dir sagen, dass, egal, wie du dich entscheidest, DIESE Entscheidung wird richtig sein!

Es tut mir leid, wenn ich dir sage, dass ich das Gefühl habe, dass du sehr starke Moralvorstellungen hast.

Du sagst, du MÜSSTEST ihn heiraten, und weitere Kinder mit ihm bekommen....wer sagt das? Wer sagt, dass du, falls du dich FÜR das Kind entscheidest, dein Leben nicht weiterleben kannst, wie DU das willst?

Du schreibst, dass du seine Familie "nicht in den Dreck ziehen willst".....Aber ich denke, du willst auch dein Leben nicht in den "Dreck ziehen", oder?
So wie es aussieht, gibt es für dich nur zwei Möglichkeiten (aus deiner Perspektive)
1. das Kind behalten, ihn heiraten und deine Freiheit aufgeben
2. das Kind nicht bekommen (und ihn in den Dreck ziehen)

Aber vielleicht gibt es auch noch Kompromisse, Alternativen (wenn du den Gedanken weglässt, was du alles MUSST...) Du bist doch niemandem etwas schuldig.
Ich finde deine Einstellung gut, dass du ihn mit einbeziehst (du schreibst, es ist ja nicht nur mein Kind)...Das ist richtig, aber es ist DEIN Körper, DEINE Seele, und DEIN Leben!!!!! Und somit DEINE Entscheidung!!!!
Entscheide nicht für andere, entscheide für DICH!

Du schreibst, du hast keinen Bezug zu dem Kind, und würdest deine Freiheit verlieren, wenn du dich für das Kind entscheiden würdest....(weil du ihn heiraten müsstest).....


amisu hat geschrieben:
Kann man liebe lernen? Muß man dinge aufgeben um anderes zu gewinnen?


Ich weiß es nicht! Das hab ich mich auch schon so verdammt oft gefragt.....vielleicht, vielleicht ist das die Lösung........

Es tut mir leid, jetzt schreib ich so viel, und hab das Gefühl, ich dreh mich selbst im Kreis. Ich kann dir keinen Rat geben, keine Lösung.....
Das will ich auch nicht.

Ich kann dir nur raten, höre auf dein Herz und nicht auf die Vernunft. Denke an dich, welche Konsequenzen welche Entscheidung für DICH hat, und nicht für andere!

Ich wünsch dir alles Gute, und dass du die für dich richtige Entscheidung triffst!

_________________
Liebe Grüße, Aljona (´s Mum) :)

*Aljona (Februar 2001)...du fehlst mir!..Es wäre schön, dich jetzt bei mir zu haben, aber ich weiß, dass es dir gut geht, und dass deine Oma gut für dich sorgt!

In Liebe, deine Ma


08.01.2008, 19:24
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Registriert: 13.06.2005, 03:00
Beiträge: 944
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Beitrag 
Liebe Amisu,

von mir ebenfalls herzlich willkommen. Was das richtige für dich ist, weiss ich auch nicht. Aber ich schreib dir einfach mal, was mir aufgefallen ist, ja?

"Mein Leben war davor endlich mal schön, frei und selbstbestimmt. "
"meine freiheit, und ich meine wahre freiheit - selbst entscheiden! ist mir wichtiger als das leben in mir"
"Und jetzt weiß ich nicht was ich tun soll! "

Für die Entscheidung über diese Schwangerschaft ist diese Freiheit - selbst zu entscheiden - wichtiger als für vieles andere. Diese Freiheit könntest du jetzt haben, denn wer außer dir selbst könnte dich ernsthaft zu einer bestimmten Entscheidung zwingen?
Aus meiner Sicht ist es gar nicht die Schwangerschaft, die dir deine Freiheit nimmt. Die ist nur der Auslöser. Es ist deine Familie und die des Kindsvaters, vor der du deine Freiheit behaupten müsstest. Du wirst dich entscheiden müssen, welche von den kulturellen Werten, in die du hineingeboren wurdest , du für dich langfristig übernehmen willst und welche nicht. Dafür wirst du auch Kraft brauchen, ganz klar. Aber echte Freiheit ohne Kraft gibt es nicht. Sonst ist die Freiheit eine Illusion.

"Kann man liebe lernen? Muß man dinge aufgeben um anderes zu gewinnen?"

Diese beiden Sätze würde ich uneingeschränkt bejahen. Allerdings evtl. in einem etwas anderen Sinne als du wohl gemeint hast. Manchmal oder auch oft mag sich Verliebtheit in Liebe umwandeln lassen. Aber für echte Liebe in meinem Sinne muss man den anderen ziemlich gut kennen. Und das ist ein Lernprozess. Außerdem ist es aus meiner Sicht erforderlich, dass man die tiefsten Überzeugungen - diejenigen, die das Fundament bilden, wenn alles andere zusammenbricht - miteinander teilen kann. Wenn das zutrifft, dann kann Liebe wirklich viel mit Lernen und auch mit Wollen zu tun haben.
Und wenn ich auf mein fast 40jähriges Leben zurückblicke, kann ich sagen, dass ich wirklich für alles, was ich gewonnen habe etwas aufgeben musste. Das wird bei dir nicht anders gewesen sein. Deshalb ist die Frage so wichtig, ob es sich langfristig lohnt.

Versuch mal, dich 20 Jahre älter vorzustellen. Welchen Weg musst du dahin einschlagen? Man erreicht meistens nur seine wichtigsten Ziele. Lass dich von denen leiten. Und gestehe dir ein, dass du dafür immer etwas aufgeben musst. Wer aufbricht, lässt auch immer etwas zurück.
Und noch was zum Schluss: fast jeder Mensch braucht auch andere Menschen. Noch kannst du dir aussuchen, welche dich auf Dauer umgeben sollen: Deine Familie? Dein Kind? Der Kindsvater und seine Familie? Andere, die du erst noch kennenlernen willst (was zumindest vorübergehend Einsamkeit bedeuten würde)? Für alle wirst du einen Preis zahlen müssen. Aber du wirst auch immer etwas bekommen.

Alles Gute und liebe Grüße
Barbara


09.01.2008, 00:12
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Beiträge: 41
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Beitrag 
Liebe Amisu,

ich habe dir einen wichtigen link per pn geschickt. Für mich liest sich das mit deinem Freund so, als ob er ein "Beznesser" sein könnte (vermutlich ist.. :cry: ).

LG Streichelgedanken


09.01.2008, 12:14
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Registriert: 08.01.2008, 16:38
Beiträge: 17
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Beitrag Danke
Guten Morgen,
vielen Dank für eure lieben ratschläge und gedanken.
Ich muß ehrlich sagen, dass es mein Herz berührt, dass fremde frauen sich so in diese Situation einfühlen können.
Das zeigt wirklich wie wunderbar menschen sein können.

Ich wollte mir gestern nacht aufschreiben was ich alles empfinde, aber daraus sind dann mehrere Seiten mit fragen geworden, fragen die ich mir selber stelle, weil ich nicht weiß was ich empfinde. Doch diese fragen an sich deuten schon die richtungen meiner gefühle. Und auch wenn ich nur wenig zeit habe, ich denke ich bin auf dem weg die richtige entscheidung zu treffen, muß ich ja.
Manchmal ist es so schwer eine entscheidung zu treffen, wenn man nicht weiß wie es sein könnte, wie es tatsächlich wäre, dann doch dieses kind zu haben.

Ich denke mir dann, ob es meine Eitelkeit ist, immer frei sein zu wollen? Ich habe Angst die kontrolle zu verlieren. Und ich kenne mich, wenn ich wirklich ein Kind habe, dann wird sein Wohl an erster stelle stehen. Und dazu gehört ein Vater, denn er wäre ein guter vater. Nur, kann ich ihn lieben?

Ich weiß, dass ich es irgenwie schaffen kann, egal welchen weg ich gehe. Nur will ich nicht meine Lust an dem Leben verlieren.
Und dieser Satz von dir, Barbara, dass freiheit ohne kraft eine Illusion ist, den finde ich treffend und wunderbar ausgedrückt.

Logisch gesehen denke ich, dass ich noch relativ jung bin, erst mitte 20, und dass ich nochmal jemanden kennen lernen kann, wenn ich das kind jetzt nicht habe. Und vielleicht nochmal kinder haben kann. Vielleicht lieben kann.
Andererseits denke ich, dass ich nach einer 2ten AB irgendwie nicht mehr das recht habe, ein kind zu zeugen.
Das ist echt eine tiefschneidende Entscheidung. Umso tiefer ich rein gehe umso verschlungener die gefühle.

Naja, am freitag bin ich bei pro familia, mal sehen ob sie mich erleuchten kann...
Ich melde mich dann.

Liebe grüße,
Amisu


09.01.2008, 12:17
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Registriert: 17.12.2007, 16:59
Beiträge: 114
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Beitrag 
Liebe Amisu!

Mhm...was sagt man in der Situation, ich kann dir auch nur meine Meinung sagen, aber ich denke ich bin Unabhängig, ich hatte noch keinen AB, und hoffe sehr nie in die Situation zu komm.

Zitat:
Ich denke mir dann, ob es meine Eitelkeit ist, immer frei sein zu wollen? Ich habe Angst die kontrolle zu verlieren. Und ich kenne mich, wenn ich wirklich ein Kind habe, dann wird sein Wohl an erster stelle stehen. Und dazu gehört ein Vater, denn er wäre ein guter vater. Nur, kann ich ihn lieben


Ich selbst habe eine 5 monate alte Tochter, lebe nicht mit dem KV zusamm, und bin Alleinerziehend.Auch ich hatte Angst mich überall einschränken zu müssen, bin selber sehr gern zur Disco gegangen und auch sonst viel Unterwegs, aber auch jez habe ich die Möglichkeit, dies ab und zu zutun...Und ich habe gar nicht mehr das verlangen danach, immer nur auf Achse zusein....Das Baby, das Schwanger sein verändert...und ich denke eigentlich, immer zum Positiven......
Natürlich gehört der KV in das leben von deinem Kind...aber das ist denk ich nicht schwer...wenn es beide wollen, natürlich!

Zitat:
Nur, kann ich ihn lieben?


Weißt ich habe da so zweifel, denn ich denke, wenn man einmal zweifelt, sollte man sich gut überlegen, ob man sein leben über den haufen schmeißt wegen einer person, wo du nicht mal weißt ob du ihn liebst....am ende ist es dein Körper, deine Seele die sich mit der Situation auseinander setzen muß...


"Ich liebe Dich!
sollte nicht am Beginn der Beziehung
und als Ausdruck der Erwartungen
und Wünsche gesagt werden.
Erst wenn man so miteinander
umgegangen ist,
dass man weiß,
ob man einander das Leben sinnvoller macht,
ob sich die Liebe als eine
Produktion erweist und jeder weniger wäre
ohne den anderen, dann sollte man sagen
-Ich liebe Dich-


Denk mal daran was dein herz dir sagt, nicht der Verstand...
Ganz herzlich Janni

_________________
Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausagen nennen, aber keines ist treffender, als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drin sind können nicht raus,und die, die draußen sind wolln nicht rein.


09.01.2008, 15:48
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Beitrag 
Hallo Streichelgedanke,

danke für den link & dein Besorgnis.
Aber da liegst du falsch, mein freund hat deutsche papiere. Im Gegensatz zu mir. Von daher könnte man eher davon ausgehen dass ich ein "Beznesser - Heirat wegen Papiere" bin.
In seiner wie meiner familie sind arrangierte ehen und schnell geschlossene Ehen nicht unüblich, deswegen die Eile, kleines Beispiel: mein bruder hat seine frau nach 3 Monaten geheiratet, ohne sex vor der ehe. Jetzt sind sie 1 Jahr verheiratet, und in 5 Wochen kommt meine Nichte zur Welt.
Man sollte immer vorsichtig sein, einen Menschen in eine Kategorie zu werfen.

LG Amisu


09.01.2008, 17:09
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Liebe Amisu,
ich habe mir die Antworten der anderen User nicht durch gelesen um wie du möchtest neutral zu bleiben.
Ich kann dir nicht helfen, aber ich kann dir einen Rat geben: Tue das was du dir wünschst!
Du wirst damit leben müssen u niemand anderes. Mache deine Entscheidung auf gar keinem Fall von deinem Partner abhängig!
Das klingt sehr kurz u knapp, aber so ist es! Du musst das für dich selber entscheiden...
Die ganzen Familienverhältnisse solltest du erst einmal nebensächlich betrachten. Ich habe mich damals von solchen Dingen zu sehr beeinflussen lassen, u das bereue ich bitter!
liebe Grüsse Kopfkino


09.01.2008, 17:55
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Guten Morgen,

ich wollte mich nur nochmal für eure gedanken bedanken, denn ich habe sie seit gestern immer und immer wieder durchgelesen.
Das hilft mir.

Mein freund hat sich in den letzten 2 Wochen eigentlich super verhalten, er lässt mir seit einigen tagen Zeit nur für mich, davor haben wir uns jeden tag gesehen, alles zusammen gemacht.
Dann hat er bemerkt, dass ich nicht wirklich glücklich bin und versucht mit mir über alles zu reden. Das hat wahnsinnig gut getan, denn er hat mir Mut gemacht und ist sehr positiv. Ich wusste davor nicht, dass ich ihm meine bedenken & ängste sagen kann, ich dachte er verurteilt mich. Außerdem ist die Situation für ihn ja auch total blöd.
Aber trotz der guten gespräche war für mich nichts gelöst, und ich habe mich von ihm etwas distanziert und bin einfach nicht dieselbe.
Jetzt telefonieren wir nur 1 x am tag. Und er meint, ich soll mir auch ein paar tage von der arbeit frei nehmen und mich nur mit mir auseinander setzen und dem was ich will & mir wünsche. Und mich nicht von ihm & seinen Wünschen beeinflussen lassen. Oder mich täglich von Morgends-Abends ablenken.
Er will das beste daraus machen, und freut sich auf das Kind. Aber er meint lieber treiben wir ab, als das ich ihm Glück vorspiele und innerlich unzufrieden bin und das kind nicht wirklilch will.
Er steht so oder so hinter mir.
Das spricht für ihn. Auch wenn es nach einer AB für uns keine zukunft gibt.

Es tut mir leid, dass ich euch so zutexte, aber ich muß mir meine gefühle von der Seele schreiben.

Amisu


10.01.2008, 10:43
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Beitrag 
Guten Morgen amisu!

Das freut mich, dass du mit deinem Freund darüber reden kannst....gute Gespräche haben immer einen sehr hohen Wert, auch, wenn man danach nicht klarer sieht, so merkt man doch, dass dieser Mensch (mit dem man diese guten, konstruktiven Gespräche führen kann) zu einem steht!

Ich denke, die Tatsache, dass er hinter dir steht, macht dir deine Entscheidung etwas einfacher!?

Wie sieht er das denn? Ich meine in Bezug auf seine Familie ("Ehre, Stolz")...sieht er es auch so, dass er dann "durch den Dreck gezogen wird"?....So wie es sich für mich anhört, sind ihm deine Gefühle wichtiger.....er sagt, DU sollst dich entscheiden, besser, als ihm Gefühle vorzuspielen.....(er sagt aber auch ehrlich, dass er sich auf das Kind freuen würde)....

Er scheint ein ehrlicher Mensch zu sein. Ich hoffe, ihr könnt weiterhin so gut miteinander reden, und er unterstützt dich, deine Entscheidung für dich richtig zu treffen.

_________________
Liebe Grüße, Aljona (´s Mum) :)

*Aljona (Februar 2001)...du fehlst mir!..Es wäre schön, dich jetzt bei mir zu haben, aber ich weiß, dass es dir gut geht, und dass deine Oma gut für dich sorgt!

In Liebe, deine Ma


10.01.2008, 11:38
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guten morgen amisu!!!
wie geht es dir denn nachd einem beratungsgespräch??? hattest ein gutes gehabt und wie hast du dich denn jetzt nun entschieden???
lg
da_ni1979
mit

_________________
---Fehlgeburt (8ssw mai 1995) für immer im Herz
---Fabian (18.07.1998) bei mir
---Abbruch (10ssw dezember 2007) *verzeih mir*


14.01.2008, 09:21
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Registriert: 08.01.2008, 16:38
Beiträge: 17
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Hallo, guten Morgen

ich war jetzt 1 Woche richtig krank mit grippe. Ich war ja am freitag, 10. bei der beratung, bei pro familia. Die frau war sehr einfühlsam und nett, es war ganz gut.
Ich habe dann einen AB termin für den 18. (freitag drauf) ausgemacht, habe diesen aber dann verschoben, weil ich einfach nicht konnte. Konnte das nicht machen, und konnte auch keine Entscheidung treffen.
Jetzt habe ich den letztmöglichen termin, Diesen Mittwoch, 13 Uhr.
Ich weiß nicht weiter.
Einiges spricht dafür - einiges dagegen.
Jetzt habe ich also noch heute und morgen....

Liebe Grüße,

Amisu


21.01.2008, 11:51
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