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 Was tun? Kind oder Partner 

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Beitrag Was tun? Kind oder Partner
Ich bin nun der 6. SSW habe selber zwei Kinder 10 und 7 Jahre, mein Freund hat auch ein Kind 9 Jahre.
Wir sind zwar erst ein halbes Jahr zusammen und leben auch nicht unter einem Dach aber es ist eine ernsthafte Beziehung.
Nun bin ich ungewollt trotz Pille schwanger geworden. Erstmal war da der Schock! Dann Vorwürfe seinerseits (ich hätte es mit Absicht getan). Mein Freund ist sich ganz sicher das wir das Baby nicht kriegen sollten, da es ja dann das vierte wäre und wir es aus vielen Gründen sehr schwer haben würden. Zu dem hat er ein Alkoholproblem und leidet auch unter Depressionen.
Ich habe also die Entscheidung zu treffen alleinerziehende Mama von DREI Kindern zu werden oder das Kind wegmachen zu lassen. Ich kann mich mit keiner meiner Möglichkeiten wirklich anfreunden.
Mal ist es für mich klar einen Abbruch vornehmen zu lassen und mal überlege ich ihn zu verlassen (obwohl ich ihn so sehr liebe) um das Ding alleine durchzuziehen. Ich spüre die Veränderungen in meinem Körper und es entwickelt sich eine Verbindung zu dem kleinen Wesen in mir. Was soll ich bloß tun? Ich habe das Gefühl egal wie ich mich entscheide, ich kann nur verlieren.


31.12.2008, 16:07
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Beitrag 
hallo Jess,

erstmal ein herzliches willkommen hier im forum...

ich denke das was du gegen schluss gesagt hast stimmt, man kann in diesem fall nur verlieren, aber du sagst es bildet sich sschon eine verbindung zu dem kleinen in deinem bauch in diesem fall, denk bitte in erster linie an dich nicht an den werdenden vater... wenn du dich gegen dein kind entscheidest leidest du um ein weit größeres als er. Viele frauen hier die sich für einen abbriuch entschieden haben, stehen ohne menschen zum reden da und sind darum hier. ich will dir keine angst machen egal wie du dich entscheidest du kannst hier reden, aber bitte denk an dich und was für dich das schlimmere wäre... aber mal ne frage wissen deine kinder schon das du schwanger bist?

liebe grüße und fühl dich gedrückt
hanna


31.12.2008, 17:34
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Beitrag 
hallo jess,
auch von mir erst mal ein herzliches willkommen hier.
das ist wirklich eine schwere entscheidung. ich war damals auch mit meinem 3. kind schwanger. allerdingswaren die kinder alle von einem mann und wir waren verheirstet und schon 15 jahre zusammen. aber trotzdem wollte mein mann unser kind nicht. hat aber gesagt wenn ich mir für das kind entscheide das er dann trotzdem hinter mir steht. ich stand dann auch ganz alleine da und hab mich dann trotzdem gegen mein baby entschieden.
es ist immer sehr schwer sich zwischen 2 sachen zu entscheiden. und wahrscheinlich ist egal für was du dich entscheidest, es die falsche entscheidung.
ich habe mir damals vor dem abbruch überhaupt noch keine gedanken gemacht was wohl nach dem abbruch sein wird. du machst das jetzt schon, das finde ichj sehr gut.
einen rat kann dir eigentlich keiner geben. das kind ist in deinem bauch und ganz alleine du mußt es entscheiden. denn du mußt damit auch dann leben. ich weiß wie schwer es ist damit zu leben. ich war deswegen dann auch in einer klinik, weil ich mit meiner entscheidung überhaupt nicht zurecht gekommen bin. ich will dir jetzt keine angst machen, aber auch so kann ein schwangerschaftsabbruch danach aussehen.
du hast noch zeit jess, überlege es gut und wäge ab.
ich wünsche dir ganz viel kraft. wie immer du dich entscheidest, hier sind menschen dir immer zuhören.
lieben gruß cordula


31.12.2008, 17:54
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Beitrag 
Hallo du,

es war auch mein drittes Kind...
Ich habe es u.a. zum Himmel geschickt, weil ich unsere BEziehung schonen wollte. Doch damit haben wir unserer Beziehung wirklich nen Knacks gegeben. Er bereute diese Entscheidung im Nachhinein sehr, wenn auch viel apäter erst. Mittlerweile würde ich eher ihn zum Teufel jagen, als nochmal durch eine solche Hölle zu gehen.

Ich finde es gut, dass du die Augen nicht verschließt und dich wie in Trance zum AB begibst. Vielleicht hilft es dir, wenn du dich hier austauschst mit anderen und unsere Geschichten liest.

Ich wünsche mir für dich, dass du keine Entscheidung triffst, die nur vom Verstand gesteuert ist.

Für uns alle hier war der AB das schlimmste, was wir in unserem Leben entschieden haben bisher. Aber es gibt auch wenige, die klarkommen. Wenn du jetzt schon eine Bindung zum Baby aufgebaut hast, könnte es sein, dass du eher zur ersten Gruppe danach gehören könntest.

Wäge ganz weise ab und lasse dir Zeit. Alle unter Zeitdruck gefällten Entscheidungen sind hart. Lass dir nicht zuviel von Leuten reinreden, die meinen ein AB sei besser. Meist sind es die, die Motive haben wie NEid, etc etc...und hinterher will dich kein Schwein mehr hören.

Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, meine Zeilen waren nicht kontraproduktiv.

Vielleicht machst du mal eine Liste und schreibst auf, was FÜR und was GEGEN das kleine Wesen spricht.

Fühl dich herzlich willkommen!
IRAD


31.12.2008, 19:15
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Beitrag 

Liebe Jess,

ich kann dich gut verstehen.
Bis Vorgestern stand ich vor der selben Entscheidung in einer ähnlichen Situation - auch wir sind erst seit einem halben Jahr zusammen, er ist offziell noch in einer vermeindlich glücklichen Ehe, ich lebe in Scheidung. Das Leben schien sich grad zu sortieren als ich erfuhr da sich schwanger bin.
Mein erster Gedanke war Abbruch und er sprach bis zum letzten Moment davon, doch ich konnte es nicht !
Er ist "noch da", liebt mich - meint dennoch das das Baby uns kaputt machen wird, doch ich habe es nicht übers Herz gebracht es abzutreiben.
Was auch immer du tust, am Ende bist du es di emit der Entscheidung leben muss.
In mir kam eine solche Wut auf denn für ihn war es leicht zu sagen das ich abtreibe, es ist nicht sein Körper, nicht seine Verbindung zu unserem Kind.
Diese Wut und sein Unverständnis liessen mich klarer sehen.
Liebe versetzt Berge, wenn er dich (mein Freund mich) liebt, dann respektieren sie die Entscheidung und bleiben an unserer Seite und an der Seite des Kindes !

Ich wünsche dir alles Liebe !


01.01.2009, 21:58
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Beitrag 
Ich bewundere deinen Mut, Sophie!
Ich hätte genauso gehandelt, wäre es mein 1. Kind gewesen.
Beim dritten macht man sich da mehr Kopf und wenn man gerade eine TRennung durchmachen musste und auch Kinder davon betroffen waren, ist es schwerer, finde ich. Es ist verdammt schwer mit einem Abbruch zu leben. Ich wünschte, ich hätte diesen Mut gehabt.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut, Jess!


02.01.2009, 01:02
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Beiträge: 14
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Beitrag "Was tun? Kind oder Partner
Hallo Jess,

"Was tun? Kind oder Partner?"
- Einen Partner reißt man sich von der Seite, ein Kind mitten aus dem Herz. (':cry:')

"Dann Vorwürfe seinerseits" "Alkoholprobleme und Depressionen"
- Egal welche Entscheidung, Du erlebst es als Verlust. Hast Du an ihm noch viel zu verlieren?
-Vorwürfe, das sind Worte, die man nicht so schnell vergißt. Sie verletzen. Seine Vorwürfe können auch eine Warnung für Dich sein, daß Eure Beziehung bereits krank ist.
"Ich kann mich mit keiner meiner Möglichkeiten wirklich anfreunden."
-Schließe die Augen und mach sie wieder auf und schaue die Dinge neu an. Dein Baby ist der Lichtblick im Dunkel. Dein Baby kann nichts dafür, daß die Umstände sind, wie sie sind. Dein Baby braucht Dich und Du brauchst Dein Baby.Du hast schon ein Muttergefühl aufgebaut. Eines Tages, wenn Du Deinem Kind die Geschichte Deiner Schwangerschaft erzählst, wird es Deinem Kind leid tun, daß du all diesen Kummer durchmachen mußtest. Aber Dein KInd wird Deine Charakterstärke bewundern('8-)') Dein KInd wird staunen über Deine Stärke und Entschlossenheit('8-)')
Plocicia (':wink:')


02.01.2009, 01:46
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Beitrag 
Dem Spruch "ein Kind reißt man mitten aus dem HErzen" kann ich nur beipflichten!!!!!!
Diese Liebe geht über die zu einem Partner!


02.01.2009, 13:09
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Beitrag Lieben Dank
Erstmal lieben Dank an alle die mir hier so ehrlich geantwortet haben.
Also meine Kinder wissen von nichts und so wie es zur Zeit aussieht bleibt es auch dabei.
Auch wenn mir die Entscheidung immer noch sehr schwer fällt denke ich wird ein Abbruch in meiner Situation wohl das Beste sein (für mich und meine Kinder).
Ob ich gut damit zurrecht kommen werde weiß ich noch nicht, aber irgendwie wird es schon gehen.
Mein Partner sagt zwar eindeutig das er das Kind nicht will, kämpft aber genauso wie ich mit den eigenen Gefühlen. Er sagt auch er wäre da für das Kind wenn ich es austragen will. Aber ich weiß auch das er es psychisch nicht schaffen würde. Es ist für uns beide nicht leicht.
Jetzt werft nicht gleich mit Steinen nach mir, aber ich denke es ist so das Beste.


04.01.2009, 16:45
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Beitrag 
Keiner wird hier mit Steinen nach dir werfen.
Wir wollten dir nur aufzeigen, wie es dir ergehen könnte, wenn dein Herz nicht mitentscheidet.
Ich hoffe, du wirst es gut verkraften.
Viel Kraft!


04.01.2009, 20:58
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Beitrag 
nein jess hier wirft wirklich keiner mit steinen nach dir. wir haben ja nur versucht dir aufzuzeigen wie es dir ergehen könnte, weil wir haben halt die erfahrung leider schon machen müssen. vielleicht verkraftest du es ja aber auch ganz gut, was ich dir sehr wünsche.
lieben gruß und ganz viel kraft cordula


04.01.2009, 21:18
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Beitrag 
Liebe Jess,

diese schwere Entscheidung kann dir niemand abnehmen, nur du kannst abwägen, was dir als "das kleinere Übel" erscheint. Verurteilungen wirst du hier sowenig fürchten müssen, wie an keinem anderen Ort!
Du wirkst nicht 100% sicher. Wenn du Zweifel hast, dich dennoch für den Abbruch entscheidest, dann kann ein riesiger Berg an Warum-Fragen und Selbstvorwürfen auf dich zukommen. Da kann es sehr hilfreich sein sich die Gründe, die zum Abbruch geführt haben immer wieder vor Augen zu halten. Auch wenn es danach vielen sehr weh tut, man hatte seine Gründe, man hat nicht leichtfertig entschieden. Aber danach erscheint so vieles so lächerlich, so klein, so überwindbar.
Vielleicht möchtest du dich ja jetzt wo du deine Gründe noch klar im Bewusstsein hast mal hinsetzten und niederschreiben, was dich diesen Weg gehen lässt.
Auch ein Abschied von dem Kind, ein Brief z.B. kann helfen es sich bewusst zu machen, dass das halt ein Abschied für immer ist. Ich denke bei der Klärung der eigenen Gefühle kann das hilfreich sein.

Ich wünsche dir, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst, wie auch immer sie letztlich ausfallen mag und würde mich freuen nochmal von dir zu lesen.

herzlich
Eleonora


04.01.2009, 22:59
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Liebe Jess,

wir sind nicht hier um mit Steinen nach dir zu werfen ! Ganz gewiss nicht, also keine Angst.
Ich dachte und denke auch jetzt noch es wäre leichter ohne ein weiteres Kind das alles durchzustehen, aber den Abbruch brachte ich nicht übers Herz.
Mein Freund kämpfte ebenso mit seinen Gefühlen, nicht zuletzt auch weil ich ihm "Vorwürfe" machte das er es von mir erwartete. Er konnte und kann sich auch jetzt noch nicht vorstellen das er Vater wird, doch ich musste mich so entscheiden und das im Zweifelsfall eben gegen ihn und über seinen Kopf hinweg.
Es tat mir weh und leid, doch ich konnte es mir nicht vorstellen als ich nach dem Vorstellungsgesprech das Krankenhaus verließ mit dem Termin für den nächsten Tag.
Wir reden nicht über das Baby, er sagte oder viel mehr schrieb er mir gestern in einer SMS das es ihn kaputt macht und auffrisst das ich schwanger bin, er mich dennoch liebt und für mich da ist.
Alles was ich sagen will, ist, tu nichts was dir weh tut !


05.01.2009, 12:24
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Liebe Jess,
du ich hatte auch viele, sehr viele zweifel und ich habe mein baby( auch wenn es andere nur zellhaufen nannten) geliebt, doch als mir eine sehr nette person sagte, dass ich auch wenn ich mein kind nicht austrage eine gute mutter sein kann, habe ich mich gegen es entschieden. ich liebe das kleine wesen das ich in mir hatte immer noch aber ich weiss, das ich dem kind nie das hätte geben können was ich für es will und wollte, du hast sicher auch eine vorstellung was du deinen kind bieten willst und wie du eine gute mutter bist, ich denke wenn man ein kind bekommt und dann unglücklich ist kann man auch keine gute mutter sein. die kleine seele will zu dir mit sicherheit aber sie kommt wieder wenn du es willst und es besser für euch beide ist (meine überzeugung)... also auch bei mir keine steine... ich hoffe nur das du das tust was für dich das beste ist und was du mit dir vereinbaren kannst.
liebe grüße
hanna


05.01.2009, 15:31
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hi Jess,
ich hab bisher nur still mitgelesen. ich hab den eindruck bekommen, dass du bei der entscheidung hauptsächlich auf deinen kopf gehört hast und das herz sich fügen soll. du kämpfst jetzt schon mit deinen gefühlen... du hast als einen grund geschrieben, dass „es ja dann das vierte wäre“ – willst du damit auf finanzielle sorgen hinweisen? dein partner wäre da für das kind, aber du hast angst, dass es ihm psychisch zuviel wird. weißt du, ihr müsst das ja nicht alles allein durchstehen und managen. holt euch doch unterstützung, lasst euch beraten. es gibt meistens viel mehr wege, als gedacht. ich empfehle dir die beratung profemina, von der hab ich schon viel gutes gehört und weiß, dass die sich echt mühe geben. im internet findest du die unter profemina.de und hier im forum ist auch eine kurze info zu denen (http://www.nachabtreibung.de/viewtopic.php?t=16154). meld dich doch mal dort – verlieren wirst du dadurch ja nichts.
ich wünsch dir so sehr, dass du eine entscheidung triffst, auf die du stolz sein kannst und von der du auch noch in einigen jahren sagen kannst, dass es so am besten war.
glg, elvira


05.01.2009, 19:32
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