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 Was für ein Alptraum... 

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Konflikt-Beratung

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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
@ Aleu

Ich möchte Dich dringend! bitten Dich zu mäßigen. Alles weitere hat Schlaflos schon geschrieben.

Andrea


26.02.2009, 17:42
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Registriert: 18.02.2009, 21:23
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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
Ich würde sehr gerne im privaten Forum weiterschreiben, habe mich gestern dort "angemeldet" (falls ich das richtig gemacht habe...??).


26.02.2009, 22:09
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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
Hallo SabineSa,
Du fragst ob dies wirklich Liebe sein kann, daß Dein Freund von Dir eine Abtreibung verlangt.
Ich denke, nein. Denn Liebe fordert nicht, Liebe zeigt Verständnis, Liebe übernimmt Verantwortung, Liebe ist für den Anderen da. Und dies alles kann ich bei ihm nicht finden. Ich denke es geht eher Richtung Egoismus. Er will nicht Dein Bestes, sondern sein Bestes. Und das ist der Haken, er will ein ruhiges Leben mit Dir führen, aber die körperlichen und psychischen Folgen einer Abtreibung würdest Du dann alleine tragen, und nicht er. Darum ist Deine Wut, die Du ihm gegenüber empfindest berechtigt.
Daß man als Mutter von 2 Kindern schon an Belastungsgrenzen kommt ist logisch. Aber es kann sein, daß die Abtreibung für Dich zu einer Verlusterfahrung wird, und die Aufarbeitung davon, Dir mehr Kraft kosten würde, als ein 3. Kind aufzuziehen.
Du schreibst, daß es vielleicht kein Richtig und kein Falsch gibt. Auf viele Dinge im Leben mag dies Zutreffen. Aber ich sehe in Deinen Zeilen, einen so tiefen Wunsch das Kind zu bekommen. Dies ist die Sprache Deines Herzens. Triff keine Entscheidung gegen Dein Herz, denn die logischen Argumente des Verstandes sind nach einer Abtreibung häufig nichtig und klein.

LG Chiara-Fiona


26.02.2009, 23:35
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Beiträge: 34
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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
Hallo zusammen,
ich bin wieder da....aber (noch) ist das Baby in meinem Bauch....es war ein heftiger Tag, ich möchte mal erzählen:

Heute morgen gab es erst noch viel und hin und her mit meinem Freund...aber so richtig weggekommen von seinem Standpunkt ist er nicht. Wir sind dann gefahren und um 10 waren wir in der Praxis...ich war bei der Fahrt einfach nur eingefroren innerlich, aber hatte auch sehr viel Angst vor dem was auf mich zukommt. In der Praxis angekommen, ein immer mulmigeres Gefühl. Ich bin sofort auf Toilette und wollte gar nicht mehr rauskommen...bin dann von der Toilette ins Wartezimmer zu meinem Freund ohne dass ich meine Unterlagen abgegeben hätte. Dann rief sie mich aber, ich sagte ihr, ich sei noch nicht sicher, ob ich den Termin verschieben könnte, sie sagte, aber klar und wir können heute einfach auch erstmal ein Gespräch führen...ich war so erleichtert in dem Moment. Erzählte meinem Freund dann auch nichts weiter, da das Wartezimmer voll war. Dann bin ich rein zur Ärztin, sie war wirklich sehr nett und wir unterhielten uns, tendenziell riet sie mir aber dann im Gespräch so halb zum Abbruch (naja, so kam es mir vor...ala, wenn der Mann dann weg ist und sie sind ja schon alleine....-DAS sagen übrigens alle, keiner rät dazu...(ausser hier!). Dann sagte sie mir, dass ich noch viel Zeit hätte zu überlegen und wir besprachen den medikamentösen Abbruch. Sie musste mich auch noch untersuchen. Sie fragte, ob ich den US mitanschauen will? Ich sagte ja (ich bin wahnsinnig) und war sehr gespannt. Alles intakt, aber noch sehr klein...klar, heute 6+1. Vorne an der Anmeldung sagte ich, dass ich nun eben mit meinem Freund rausgehe, wir weiter sprechen müssen und ich bin 12 wieder reinkomme, entweder die Tabletten oder einen neuen Termin hole. Mein Freund saß wie ein Häufchen Elend im Wartezimmer....ich nahm ihn an die Hand und draussen sagte ich ihm, dass ich noch nichts genommen hätte, dass wir jetzt nochmal reden können, dass ich bis 12 Uhr wieder in der Praxis sein soll (es war 10.30 Uhr). Wir gingen in ein Kaffee und ZUM ERSTEN MAL ließ er es zu....den Gedanken an das Kind, seine Sorgen und Nöte, er weinte und sagte aber auch, dass er hin und hergerissen sei, dass er immer viele Kinder wollte usw....nach 1,5 Stunden im Cafe war uns beiden klar, dass heute nichts mehr entschieden werden kann....wir gingen in die Praxis und ich holte mir einen Termin für Mittwoch.

Bis dahin klingt ja alles ganz toll, hm??? Aber dann schwenkte er plötzlich auf dem Nachhauseweg um....sein Gesicht wurde kalt und weiß und als wir bei mir ankamen (ich entspannt und nahezu glücklich) sagte er, dass er nichts mehr fühlen würde, er müsste doch jetzt irgendeine Emotion haben, aber nun sei sein "Pendel" in die eine Richtung ausgeschlagen, heute morgen saß er noch mit Bauchkrämpfen in der Praxis, aber nun würde er es ohne Bauchkrämpfe weghaben wollen. Wir gingen spazieren, er entschuldigte sich auch dafür....aber das wären seine Gefühle, er hätte keine emotionale Bindung zu dem Kind und er will es nicht. Könnt ihr Euch mein Gefühlschaos vorstellen??????????? Zuerst dachte ich "ich hab ihn"!!!! und dann entglitt er mir wieder vollständig. Dann saßen wir hier und ich wollte nur noch sofort in die Praxis, es hinter mich bringen.....denn was soll das alles noch, alleine ohne Partner will ich einfach kein 3. Kind bekommen. Wir überlegten dann, einfach nochmal um 15 Uhr in die Praxis zu fahren (die müssen mir ja nur noch die Tabletten geben), ich suchte noch meinen alten Mutterpass (Blutgruppe) und als ich meine Rumpelkammer leerräumte, bin ich ausgeflippt...ich schmiss alles raus in den Flur...er kam gucken und ich sagte: "ich will eigentlich lieber, dass Du nun nach Hause fährst"...er guckt kurz irritiert, nahm aber dann sofort seine Jacke, wollte mich noch umarmen, aber ich konnte nicht mehr, zeigte nur auf die Tür....ich rief ihm noch ein "Es ist alles vorbei nun!" hinterher...und kanllte die Tür (mein Gott...meine Nachbarn, das hat vielleicht gescheppert)....

Er ist weg.....das Baby NOCH in meinem Bauch, aber mein erster GEdanke war erstmal: Ja, das er weg ist, ist richtig!!!

Nun werde ich morgen oder mittwoch alleine zum Arzt gehen....nein, behalten kann ich es nicht, ich will nicht noch ein Kind ohne Vater...ich habs schon erklärt, aber es war schön, es heute zu sehen...ich weiß, ich bin schizophren... :wink:

Danke fürs Lesen...sorry, das es so lang geworden ist.
Alles Liebe für Euch!!!!
Regina


02.03.2009, 17:28
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Registriert: 22.06.2008, 22:37
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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
Hallo SabinaSa,
Dein 1. Gedanke war, er ist weg und das ist richtig. Manchmal sind die spontanen Impulse in uns gar nicht so falsch. Aus Deinen Zeilen kann ich nur ahnen, wie heftig der heutige Tag gewesen sein muß
Als ihr heute Morgen los fuhrt, spürtest Du Dich innerlich eingefroren. Was bei der Kälte, die Du durch Deinen Freund im Moment erleben mußt nicht verwunderlich ist. Von einem offenen Kühlschrank wird einem nicht warm.
Du hast heute angefangen für Dich und Dein Kind zu kämpfen. Ein Etappenziel ist erreicht. Und dies ist gut so. Laß die Nachbarn denken was sie wollen.
Du denkst Du bist wahnsinnig, das Ultraschallbild anzuschauen. Nein, dies war Dein inneres Warnsystem, das sich da eingeschaltet hat. Dein wahrer Sinn ist kurz aufgetaucht.
Du denkst Du bist schizophren. Nein! Du stehst gerade in einer Ausnahmesituation Deines Lebens und da gehört dieses Gefühlchaos dazu. Dies tritt manchmal schon bei geplanten Schwangerschaften auf. Denn die Hormone fahren durch die Umstellung manchmal ganz schön mit einem Achterbahn.
Und wenn Du nun so an die Wand gedrängt wirst, wird das ganze noch verstärkt.
Die Ärtzin riet Dir tendenziel zum Abbruch, und hier wird Dir zum Kind geraten. Was sagt Dein Herz.
Vergiß mich, vergiß die Ärztin, vergiß Deinen Freund, vergiß die Situation ,vergiß alles und jeden und höre auf Dein Herz. Denn kein anderer Mensch trägt anschließend die Folgen, als Du. Und durch Deinen 1. Abbruch ist dies Dir alles nicht unbekannt. Ich persönlich habe den Verdacht, daß Du heute durch das Sehen des Bildes die Kraft bekommen hast, Dich für Dich einzusetzen. Hast Du heute Morgen mit gerechnet, daß Du Deinen Freund heute vor die Türe setzen wirst? Konntest Du Dir heute Morgen denken, daß sich heute Dein Leben auf diese Art und Weise verändert?
Du hast heute gehofft und gekämpft. Dies kommt in dem Satz zum Ausdruck:"Zuerst dachte ich ich habe ihn, und dann entglitt er mir wieder vollständig." Du hast heute gehofft und gekämpft, aber nicht dazu um heute alles zu verlieren. Auf alles kann ein Mensch verzichten, aber nicht auf die Menschen. Du hast heute die Entscheidung getroffen, zu welchem Mensch Du stehen willst.
Ich denke es war kein Zufall, daß Du beim Suchen des Mutterpasses ausgerastet bist. In Deinem Herzen bist Du bereits 3fache Mutter. So wie Du Dir heute Morgen noch nicht vorstellen konntest, daß Du heute Deinen Freund hinauswirfst, so kannst Du Dir heute vermutlich auch noch nicht vorstellen 3 Kinder alleine großzuziehen. Aber Du hast heute einen Hauch von der Kraft der Liebe zu spüren bekommen, den Liebe ist eine unbezwingbare Macht. Du siehst gerade Dein Leben im Jetzt-Zustand. Aber Dein Leben dreht sich weiter wie im Film. Daß Du in der Wut auf Deinen Partner erst mal denkst, daß dann das Kind auch weg muß ist verständlich. Aber Dein Kind ist nicht Dein Partner. Dein Kind ist ein Teil von Dir und es wohnt in Dir.
Du schreibst, daß er Dich umarmen wollte, aber Du konntest dies nicht. Deine Liebe zu ihm ist erloschen. Zurecht, vielleicht weil Du gemerkst hast, daß Eure Liebe eine Einbahnstraße war.
Aber die Liebe zu Deinem Kind wird keine Einbahnstraße sein, denn Kinder fordern viel, aber sie geben immer mehr zurück. Daß Dein Partner keine emotionale Bindung zu dem Kind hat, dies ist häufig bei Männern der Fall. Weil die Schwangerschaft nicht in ihrem Körper abläuft. Aber es hört sich so an, als hättest Du seit dem Bild heute, eine emotionale Bindung an das Kind. Oder irre ich mich da? Und alles rationelle ist häufig nach der Abtreibung klein und unbedeutend.
LG Chiara-Fiona


02.03.2009, 22:26
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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
Liebe Regina,

wollte einfach nur sagen: ich denke an dich und deine Familie. Ich hoffe sehr, dass es am Ende gut für dich/euch wird. Egal wie du dich entscheidest, wir sind für dich da.

LG, Barbara


02.03.2009, 22:46
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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
Hallo ihr Lieben,
grade als ich mein Posting gestern hier abgeschickt hatte, rief mein Freund an und sagte, er sei nicht gefahren, er säße noch im Auto...habe ihn dann natürlich wieder reingebeten und mich auch gefreut, dass er noch da war! Leider hat sich seine Meinung aber nicht geändert...und ich überlegte wieder eine weitere Nacht hin und her...hin und her...hin und her....habe dann heute morgen als wir meine Kinder weggebracht haben nochmal einen letzten Kampf gestartet. Wir waren grade auf dem Weg zur Praxis und ich sagte "Bitte dreh um, ich kann das nicht! Es tut mir leid, dreh rum und fahr mich bitte zur Arbeit (ich war aber nicht vorbereitet für die Arbeit, so dass ich auf jeden Fall nochmal nach Hause musste). Er drehte rum, aber sagte dann nur, dass er es auch nicht könne und es ihm auch leid tät.....Bei mir zu Hause, packte er all seine Sachen zusammen und sagte, er müsse dann nun weg. Da wusste ich...mom...Regina, Du hast alles getan, Du hast gekämpft mit allen Mitteln, aber weiter geht es nicht, Du brauchst seine Hilfe noch für den Abbruch (der Arzt ist sehr weit weg z.B.)!Ich entschied also kurzerhand: Dann fahr mich bitte jetzt zum Arzt! Wir sprachen kein Wort, sicher 45 Minuten lang auf der Autofahrt und im Wartezimmer auch nicht. Ich sprach innerlich zu unserem Kind, sagte ihm nochmal, dass ich alles getan hätte, aber dass ich keine Kraft für es alleine hätte mit noch meinen beiden anderen Kindern, das ginge einfach nicht für mich.

Beim Arzt dann, nahm ich die 3 Tabletten und wir fuhren wieder nach Hause. Ich weinte unterwegs noch ein paar mal...auch zu Hause. Langsam sprachen wir wieder miteinander und ich merkte ihm an, wie sehr er doch auch litt....wir kamen uns zu Hause auch wieder näher, ich weiß nicht, wer wen getröstet hat...auch wenn es hier sehr kalt klang, was ich über ihn schrieb, er ist so nicht, er weiß sehr wohl, was er mir angetan hat bzw. weiß er es vielleicht erst jetzt im nachhinein.

Ich habe bereits 4 Stunden nach der Einnahme angefangen zu bluten und ich glaube, "es" ist sogar schon nicht mehr in mir...wenn ich Glück habe, komme ich um das Wehenmittel am Donnerstag herum. Ich hoffe, es klingt nun nicht kalt und gefühllos wie ich schreibe, aber was bleibt mir nun im moment....ich muss ja nach vorne sehen, auch für meine Kinder, fühle mich teilweise sogar erleichtert...ich weiß, dass die Leere kommen wird, aber ich weiß auch, dass es so für mich und meine Kinder besser ist und das möchte ich nun erst einmal "festhalten"....ich werde mich nun ein paar Tage nicht melden, möchte ja auch gar nicht so traurig werden, aber wollte Euch erzählen, wie es weiterging bei mir.

Eine Umarmung sendet,
Regina

P.S. danke auch für die pns und entschuldigt, dass ich nicht mehr antworte (weil die Dinge eben nun sind wie sie sind).


03.03.2009, 19:10
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Registriert: 13.06.2005, 03:00
Beiträge: 944
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Beitrag Re: Was für ein Alptraum...
Liebe Regina,

bitte melde dich nochmal in ein paar Tagen oder Wochen, sobald du dich dazu in der Lage fühlst. Denn ich bin sicher, einige hier werden sich bestimmt Sorgen um dich machen - auch ich.

LG und alles Gute,
Barbara


03.03.2009, 22:54
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