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 Mit 18 ein Kind? 

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Beitrag Mit 18 ein Kind?
Hallo, ich bin Caro und 18 Jahre alt. unzwar is das bei mir ziehmlich komisch und fang einfach an zu schreiben wie es zu allem kam. Mit meinem jetzigen Freund bin ich 1 1/2 Jahre zusammen. und eigendlich wollte ich schon seit langem ein Kind aber halt eher aus dem Grund das ich dachte das ich einfach keine Kinder bekommen kann da ich noch nie wirklich verhütet habe. Immer hatte ich den Gedanken bei mir das ich nie Mama werden könnte. Nun ist vor kurzem mein opa gestorben und da ich in so einer Situation nicht an ein Kind gedacht habe bin ich so komisch wie es klingt Schwanger geworden. Ich hab mich gefreut war aber auch geschockt da ich erst in 1 1/2 Jahren mit meiner Lehre fertig bin. Mein freund war absolut nicht begeistert irgendwie ändert er auch immer seine Meinung mal heißt es KInd Ja schaffen wir und dan meint er wieder das wir kein Geld haben und er nicht vom staat sein kind finazieren will. Ich fühl mich wie im Zwiespalt da er auch sagt ich hätte mich eh schon entschieden und er hätte nichts zu sagen nur merkt er nicht das ich nicht ordentlich mit ihm reden kann. Ich habe angst das wenn ich mich gegen das Baby entscheide ich es bereue nur is halt so was wenn ich meinem Kind nix bieten kann?! Ich bin 18 in der Lehre mein freund will es nicht und doch denk ich könnte ich eine Abtreibung nicht mit meinem Gewissen vereinbaren!!!


24.02.2009, 23:05

Registriert: 22.06.2008, 22:37
Beiträge: 201
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Beitrag Re: Mit 18 ein Kind?
Hallo Caro,
es tut mir leid, daß Du Dich gerade in einem so schmerzvollen Zwiespalt befindest.
Du schreibst 2 Punkte, auf die ich eingehen möchte.
Du hast zum einen Angst, daß wenn Du Dich gegen das Kind entscheidest, daß Du es dann bereust und zum anderen kannst Du eine Abtreibung nicht mit Deinem Gewissen vereinbaren.
Diese Ängste kann ich Dir nicht nehmen. Eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich körperlich und psychisch über Jahre hinweg belasten können. Und dies würde vermutlich auch das Verhältnis zu Deinem Freund nicht verbessern. Denn dies kann einen tiefen Keil in Eure Beziehung treiben. Du hast schon jetzt das Gefühl, nicht ordentlich mit ihm reden zu können.Eine Freundin anzunehmen, heißt sie 100% anzunehmen. Mit ihrem Gewissen, mit ihren Wünschen...Denn ein Gewissen ist für einen Menschen eine ziemlich hohe Instanz und man kann diese auch nach einer Abtreibung nicht einfach abschütteln. Und die rationellen Gründe des Verstandes sind nachher häufig sehr unbedeutend und klein. Vielleicht könntest Du es ihm nie verzeihen, daß er etwas von Dir erwartet hat, was Du eigentlich nicht tun kannst.
Zum Andern hast Du immer den Gedanken nie Mutter zu werden zu können. Darf ich nach dem Warum fragen? Hast Du Dir eine zu hohe Meßlatte gesetzt? Keine Mutter ist perfekt. Und sie muß es auch nicht sein, wer soll sonst die Kinder, auf eine unperfekte Welt vorbereiten. Und in eine Aufgabe kann man hineinwachsen. Dies ist wie beim Schwimmen. Schwimmen lernt man nur durch Schwimmen. Auch junge Mütter haben ihre Vorteile. Die Nerven sind besser und man kann sich noch besser an die eigenen Unarten seiner Kindheit erinnern. Du hast Angst Deinem Kind nichts bieten zu können? Ich persönlich denke, Du könntest Deinem Kind eine Menge bieten. Du erscheinst mir in Deinen Zeilen sehr verantwortungsbewußt. Und Verantwortungsbewußtsein ist ein Zeichen von Liebe. Und was braucht ein Kind mehr, als bei einer Mutter geliebt zu sein.
Auch wenn Du jetzt mitten in der Ausbildung steckst, könntest Du diese fertig machen. Für Dich gilt das Mutterschutzgesetz § 9. Das heißt Du bist unkündbar. Du könntest noch 8 Wochen bis vor der Geburt arbeiten. Und ab der Geburt dann in Mutterschutz gehen, oder eben 8 Wochen nach der Geburt wieder einsteigen und dann die Ausbildung fertig machen. Du müßtest einfach Deine Fühler ausstrecken, ob Du Dein Kind in der Zeit bei Verwandten oder im Kinderhort oder bei einer Tagesmutter lassen würdest...Ich denke nicht, daß ein Kind zu haben heißt, wir müssen das Leben vom Staat finanzieren. Und selbst wenn es eine zeitlang der Fall sein sollte. Dazu ist der Staat ein Sozialstaat. Da ist keine falsche Scham angesagt. Was ihr eine zeitlang vom Staat nehmen würdet, würde Dein Kind später in Form von Steuern längst wieder zurückzahlen.
Du bist mit Deinem Freune 1,5 Jahre zusammen, und es ist verständlich, daß da Beziehung gewachsen ist. Aber eine Frau ist ihrem ungeborenen Kind schon rein körperlich näher als dem Freund. Nimm ihn mit hinein in Deine Gedankenwelt. Und entweder er versteht Dich, oder er ist Dein nicht wert. Du hast angefangen für Dich und Dein Kind zu kämpfen . Gib damit nicht auf.
Bei ihm herrscht gerade noch das Chaos, daß er hin- und hergerissen ist. Gib ihm etwas Zeit, damit er sich in seine neue Aufgabe hineinfinden kann. Manche Männer lenken auch ein, wenn sie merken, daß ihre Freundin ihren Kurs unbeirrt weiterfährt.
LG Chiara-Fiona


25.02.2009, 16:29
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Beitrag Re: Mit 18 ein Kind?
hallo caro,

hast du schon mit deinen eltern gesprochen? was sagen die? hättest du unterstützung von ihnen? oder auch von anderen personen?

ich kann dir von einer mir gut bekannten jungen frau erzählen, die auch mit 18 schwanger wurde, ihr freund das kind nicht wollte, ihre eltern nicht --- nur sie.
und sie hat abgetrieben. sie ist nicht mehr mit ihrem freund zusammen. und es geht ihr nicht gut damit ....

wenn du dein kind bekommen möchtest und du treibst wegen ihm ab, wie willst du ihm das verzeihen?

Zitat:
... wir kein Geld haben und er nicht vom staat sein kind finazieren will...
was ist dabei? ist das wirklich der grund?

schaue, ob du noch jemanden zum reden findest, der dich unterstützen würde, egal welchen weg du wählst. der dir nicht sagt, was du tun sollst, sondern dir hilft bei deiner entscheidung. (in der familie oder eine beratungsstelle oder freunde...)

sage deinem freund, wie es in dir aussieht und was der gedanke einer abtreibung in dir auslöst. vielleicht mag er auch mal hier lesen oder schreiben (hier posten auch männer!!). damit er weiß, was auf euch, speziell dich zukommt!

alles liebe thari


25.02.2009, 17:16

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Beiträge: 4
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Beitrag Re: Mit 18 ein Kind?
Hallo, liebe Caro, vielleicht würde es Dir helfen, mit jemandem alle Deine Überlegungen zu besprechen. Besser sogar zu zweit, Du und Dein Freund. Ich kann Dir die Beratungsstelle profemina.de empfehlen. Die Beraterinne dort haben sehr viel Erfahrung und Verständnis und nehmen sich alle Zeit, die Du brauchst. Sie informieren Euch auch über finanzielle Hilfen bzw. können Dich in ein Frauenförderungsprogramm eingliedern, so dass Du auch Deine Ausbildung beenden kannst. Meldet Euch doch dort!
Alles Gute Euch beiden! Und melde Dich mal wieder!
Liebe Grüße von redclayhalo


03.03.2009, 01:19
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Beitrag Re: Mit 18 ein Kind?
Zitat:
Ich kann Dir die Beratungsstelle profemina.de empfehlen.


Wo finde ich die? Wer ist das?

LG


03.03.2009, 02:02

Registriert: 22.06.2008, 22:37
Beiträge: 201
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Beitrag Re: Mit 18 ein Kind?
Hallo Nelchen,
Du findest profemina hier im Forum unter allgemeiner Treffpunkt , dann Schwangerschaftskonflikt, dann Meine Geschichte. Dort steht eine Info über sie an 3. Stelle.
Du kannst sie auch im Netz suchen unter profemina.de, davor noch 3 mal das w und ein Punkt.
Wünsche Dir alles Gute
LG Chiara-Fiona


03.03.2009, 15:47
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Beitrag Re: Mit 18 ein Kind?
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03.03.2009, 15:54
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