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 Kurz vor Schwangerschaftsabbruch 

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Beitrag Kurz vor Schwangerschaftsabbruch
Ich bin 35, verheiratet und nach jahrelangem unerfüllten Kinderwunsch habe ich am 29. Mai erfahren, dass ich schwanger bin.
Ohne groß auf das "wie konnte das passieren" eingehen zu wollen: Es ist wahrscheinlich, dass das Kind nicht von meinem Mann ist :(
Ich selbst bin psychisch labil, mein Mann hat Angst, dass wir es nicht bewältigen können würden. Finanziell geht es uns mittlerweile ganz gut - das war nicht immer so... eigentlich noch nie, seitdem wir uns kennen und wir sind nun 12 Jahre zusammen. Mein Mann hat immer gekämpft, dass wir nicht vor die Hunde gehen und ich habe sehr lange Zeit gebraucht, dass mir meine Psyche derbe Streiche spielt. Vor 3 Jahren dann endlich eine Therapie, seitdem bin ich relativ stabil. Einen Job habe ich inzwischen auch (seit 1 1/2 Jahren), auf 400,-. Ich bin nicht normal belastbar, daher arbeite ich nur 14 Stunden/Woche. Ich gehe zu einer Beratungstelle, weil ich mir nicht sicher war/bin, ob ich das Kind bekommen kann. Eine Abtreibung würde ich allerdings auch nicht verkraften.

Seitdem ich weiß, dass ich schwanger bin, habe ich das Gefühl durchzudrehen. Mein Mann ist gegen das Kind, hofft inständig, dass ich "vernünftig" reagiere.
Vor 2 Wochen bekam ich den Mutterpass. Mein Mann wollte nicht mit zur Untersuchung.

Inzwischen habe ich die Bescheinigung von einer Beratungsstelle. Am Montag habe ich ein Vorgespräch und ich fühle mich fürchterlich! Ich könnte nur noch heulen. Mein Herz sagt, ich kann den Abbruch nicht vornehmen lassen. Mein Herz sagt, ich möchte nicht riskieren, meinen Mann zu verlieren. Mein Verstand sagt, dass es schon schwierig werden könnte, aber bestimmt nicht unmöglich.
Aber was, wenn ich das Kind bekomme und dann auch noch herauskommt, dass es nicht sein Kind ist?

Ich weiß, dass wenn es zu einem Abbruch kommt, was derzeit wahrscheinlich ist... es wäre nicht meine eigene Entscheidung. Es wäre eine Entscheidung aus Angst meinen Mann zu verlieren :(


07.07.2012, 11:37
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Beitrag Re: Kurz vor Schwangerschaftsabbruch
Hallo beejanka,



ich möchte dich ganz herzlich bei uns im Forum begrüßen.


Deine Situation ist wahrhaftig nicht einfach. Du hast einen langen unerfüllten Kinderwunsch. Jetzt bist du schwanger was eigentlich ein Grund zur Freude sein sollte. Leider teilt dein Mann dies Freude nicht und dazu kommt das du dir nicht sicher bist ob er der Kv ist. Zusätzlich hast du noch psychische Probleme. Das alles trübt deine Freude. Es ist nicht einfach dir eine hilfreiche Antwort zu geben.
Ein Ab könnte das Problem der ungeklärten Vaterschaft beenden. Dein Mann hätte dabei auch seinen Willen bekommen.

Was ist aber mit dir, wie wirst du einen Abbruch verarbeiten? Spielt deine Psyche dann mit?
Was ist aber wenn du dich für das Kind entscheidendst und sich herausstellt das dein Mann nicht der Kv ist? Kann er es akzeptieren oder nicht?
Wie geht es dir dann falls dein Mann sich trennen möchte?

Ich denke du solltest offen mit deinem Mann reden und ihm auch erzählen das die Möglichkeit besteht das er nicht der Kv ist. Er wird davon nicht erfreut sein aber Ehrlichkeit sollten in einer Ehe Grundregeln sein.

Solltest du dich für dein Kind entscheiden und du bemerken das du damit überfordert bist dann hast verschieden Möglichkeiten. Ich denke du könntest übers JA Unterstützung bei der Erziehung bekommen. Es gibt auch die Möglichkeit das Kind zeitweise oder dauerhaft in einer Pflegefamilie unterzubringen oder es zur Adoption freizugeben.

Ein ungewollter AB kann oft zu psychischen Problemen führen und dann ist auch die Frage ob die Bindung zwischen beiden Partnern so stark ist um gemeinsam diese Probleme zu überstehen.


Freundliche Grüße

Oscar


07.07.2012, 12:08
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Beitrag Re: Kurz vor Schwangerschaftsabbruch
Hallo Beenjanka,
Du steckst gerade in einer fießen Zwickmühle, zwischen Deinem Mann und Deinem Ungeborenen.
Deine Angst, dass Du eine Abtreibung nicht verkraftest, halte ich für berechtigt, und sie kann eine zusätzliche Last für Deine Psyche werden. Eine Abtreibung kann einen tiefen Keil zwischen Deinen Mann und Dich treiben, denn könntest Du es ihm je verzeihen, dass er Dich um dieses Kind gebracht hat? Hast Du schon mit dem vermutlichen KV gesprochen?
MFG Chiara-Fiona


07.07.2012, 23:25
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