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 Trauer nicht verarbeitet 

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Beitrag Trauer nicht verarbeitet
Hallo ihr Lieben
Ich versuche jetzt bereits zum dritten Mal einen Text zu verfassen aber mir fehlen die Worte.
Ich habe am 08. März 2012 erfahren das ich schwanger bin. Zu diesem Zeitpunkt waren mein Partner und ich gerade mal 12 Wochen zusammen. Egal wie turbulent diese Beziehung auch sein mag, wir haben keine sekunde daran gezweifelt unseren süßen Engel zu bekommen. Wir erzählten voller Freude das wir ein Kind erwarten und begutachteten jeden Tag meinen Bauch ob man schon etwas erkennen könne.
In der 8 Ss woche hatte ich plötzlich Blutungen. Dieses Gefühl der Panik hat alles vorherige übertroffen. Im Krankenhaus konnte man glucklicherweise Entwarnung geben. Alles war super mit meinem Engel. Ab dann habe ich aber angefangen die Schwangerschaft nicht mehr einfach für selbstverständlich zu nehmen. Ich wurde ein bisschen vorsichtiger, liebte mein Kind aber umso mehr. Dann kam der toxoplasmose test. Er war positiv. Ich wusste garnicht was das bedeutet. Meine Frauenärztin nahm mir meine Angst nicht sondern schürrte sie weiter. 3 lange wochen ließ sie uns in dem Glauben das es sein könne ,dass ich mich frisch infiziert hätte und somit mein Sohn eini ernsthafte Schädigung mit sich tragen könne. Diese 3 Wochen bis zur Entwarnung waren die Hölle. Ich habe dauernd beim Arzr angerufen und jede Nacht nur geweint. Aber zu diesem Zeitpunkt kam ich noch garnicht auf die Idee an meiner Ärztin zu zweifeln, auch wenn ich mich doch immer leicht angezickt von ihr gefühlt habe. Ich hab es aber einfach auf meine Hormone geschoben. Dann kam die 20 kg Marke und meine Ärztin fing an, mir mein Gewicht gegen den Kopf zu knallen. " Erst Fett essen und dann operieren bringt nichts ! " waren noch einer der netteren Sätze.
Es kam wie es kommen musste. Ich hatte leichte wehen und mein Muttermund öffnete sich. Die Ärztin verschrieb mir Bettruhe. Nachdem ich dann dachte es wäre allea gut, bekam ich am ganzen Körper einen Ausschlag. Ich hab mich jede Nacht blutig gekratzt. Die Arztin meinte es wäre ein Ausschlag aufgrund meiner gerissenen Haut ( am ganzen Körper? ) ... Zwei Wochen später uberwies sie mich ins kh zur geburtseinleitung ( 39 + ) dort stellte man fest das der kleine auf meiner Leber lag. Sechs Tage lang leitete man die Geburt ein. Morgens und abends gel. 6 Tage lang, alle zwei bis max 10 min Wehen. Am 08.November 2012 entschied man meinen Sohn "herauszuprügeln "...
War mir auch ganz lieb...
Mein MM öffnete sich eig langsam und nach 14,5 std entschloss man sich zu einer zwangs pDA...leider war nur eine Seite betäubt. Ich wusste es in dem selben Augenblick wo der Arzt gespritzt hat. Dann wurde der Wehentropf aufgeknallt und die schmerzen uberrolten mich. Ich war nur noch geschafft und schrie wie am spieß. Ich merkte das der kleine rutschte. Die Arzte gingen wieder und ich blieb mit meinen Schmerzen. Kurze Zeit später kam die Hebamme kurz weil sie etwas holen wollte und blieb im Turrahmen stehen. Ich schaue von ihr zum Monitor und dann begann der Horror. Sie rannte zu mir, verschob kurz das CtG nahm das telefon und rief : sofort bereit machen zim kaiserschnitt. Mir ging es wahrenddessen auch schon so schlecht. Ich zitterte vor Angst, mir war kalt und ich hielt die schmerzen kaum mehr aus. Plötzlich stand sie an meiner Seite : ich gebe dir eine spritze. Du bekommst jetzt Herzrasen. Die kindstone sind weg. Die Herztöne meines Kindes gingen gott sei dank nach oben. Meine fielen weiter hinab. Der arzt hat 6 mal versucht mir einen neuen zugang zu legen da meiner sich geschlossen hatte. Er lies das Blut beim rausziehen einfach laufen und legte mir statt einen wehenhemmer den wehentropf voll aufgedreht wieder an und sofort schoss der schmerz wieder. Die hebamme ist total durchgedreht und hat den arzt zur seite geschubst. Ich wurde herunter gefahren und nahm kaum noch viel wahr. Die Ärzte diskutierten. Und fingen an zu schneiden. Ich spürte alles...ich schrie und wand mich. Der arzt musste so handeln. Meinte er. Kurz vorm herausziehen meinea sohnes gaben sie mir dann eine vollnarkose. Da hatte ich das geburtstrauma bereits. Meinem sohn geht es gott sei dank gut. Mit 57 cm und 4270 gramm war er weit ! Uber das geschatzte gewicht und Größe.
Ich bekam wochenbettdepressionen usw...
Knapp 4 mon später war ich erneut schwanger. Meine Arztin riet mir zur Abtreibung. Sie setzte mich unter druck. Mein sohn würde halbwaise sein falls uterusruptur. Ich hab diesea kind geliebt. So wie meinen sohn. Ich war aber so traumatisiert von meiner vorherigen geburt und den ganzen schmerzen und den Depressionen das ich mwin kind in der 8 Woche abtrieb. Der größte Fehler meines Lebena. Und als wenn Gott es mir noch beweisen wollte musste ich noch zwei weitere male operiert werden weil sie Gewebereste übersehen haben. 3 op innerhalb 10 tage. Wir ließen unser Kind beerdigen. Ich brachte es nicht ubers Herz es einfach weggeschmissen zu lassen. Wie ivh das überstand weiss ich nicht. Seit dieser zeit bin ich nicht mehr ich selbst. Ich habe depressionen. Ich weine. Ich lache nicht. Ich bib innerlich tot. Ich wünschte ich wäre gestorben. Ich habe gemerkt was für eine schreckliche person ich bin. Auch wenn die arzte ea zu gefährlich fanden. Ich war nur traumatisiert und feige ! Ich hätte es wagen müssen! !!
Kaum einer weiss davon.
Ich versuche stark zu sein für meinen jungen. Und ich weiss das ich mein Kind im Himmel wiedersehen werde. Früher oder später.
Es tut mir leid für den langen text.
Ich bitte euch nicht zu verurteilen. Es viel mir sehr schwer diesen text zu schreiben und ea geht mir sehr schlecht. Ich bereue zutiefst !


26.09.2015, 21:39

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Beiträge: 2
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Geburtsjahr: 89
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Beitrag Re: Trauer nicht verarbeitet
hey du,

bin gerade erst hier angekommen aber möchte deinen Beitrag nicht umkommentiert lassen.

ich kann so gut verstehen wie du dich fühlst! ich hatte am 22.07.15 meine Abtreibung. ich habe das Kind auch sofort geliebt, der Vater war aber so sehr dagegen das er mich nicht mal davon abgehalten hat als er wusste wie sehr es mir weh tut.wir sind schon fast drei Jahre zusammen und auch nicht mehr besonders jung. Ich habe meine Ausbildung fertig, arbeite schon seit ein paar Jahren fest, mein Studium ist auch bald rum, meine Eltern und Freunde hätten mich unterstützt. Aber ich habe alles von ihm abhängig gemacht. aber es geht hier nicht um mich- ich möchte dir nur verdeutlichen, dass ich einen viel weniger gewichtigen Grund hatte als du sie aufgezählt hast um eine Abtreibung durchzuführen.

also: ersteinmal! freue dich bitte darüber das dein Partner dich bei deinem ersten Kind sofort begleitet hat! Das ist schonmal ein Geschenk! Dann ist dein Sohn ein so unglaubliches Geschenk! Er ist gesund, er lebt, du kannst ihn in deinen Arm nehmen..

Es ist leider echt schrecklich was man immer wieder über Geburten liest und hört. Desto mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetze habe ich den Eindruck das dieses "Geburtstrauma" Hausgemacht ist. Klinik, Fremdbestimmung, Männer und Frauen in weiß die denken sie wüssten wie der Hase läuft (wobei das auf männer ganz bestimmt niemals so zutreffen kann, da er einfach nicht gebähren kann). Ich kann mir gut vorstellen das es einem dann angst macht den Schritt nochmal zu machen. Du hast einrichtiges Trauma. Das kannst du dir ruhig zugestehen- hast du ja scheinbar schon. Dies in Verbindung mit dem Gesundheitlichen Risiko finde ich persönlich einen Guten Grund abzutreiben. Das Problem ist eben- man wird nie wissen wie es gelaufen wäre.

Halt dir bitte deine Gründe vor Augen. Ich finde sie gut nachvollziehbar. natürlich ist es von außen immer schwer. ich kann dir leider nicht weiter helfen, ich bin gerade selber sehr sehr hilflos.

ich hoffe wir schaffen das, ich hoffe du schaffst das


14.10.2015, 01:32
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Beitrag Re: Trauer nicht verarbeitet
Hallo :)
Ich danke dir vielmals, das du mir geantwortet hast. Du bist die erste und ich habe richtig Angst gehabt, es würde mir keiner Antworten.

Wenn ich deine Geschichte höre, dann blutet mir mein Herz.
Es tut mir so unendlich leid für euch und euer Kind.
Mein partner und ich sind in ein anderes Bundesland gezogen. Das Grab mussten wir zurück lassen. Ich werde es regelmäßig besuchen. Wir haben dort Familie. Ich konnte nicht mehr da bleiben. Ich bin kaputt gegangen. Ich würde dieses Kind am liebsten ausgraben und mir auf die Brust legen in der Hoffnung das Herzchen würde wieder anfangen zu schlagen. Alles unvergessen machen ! Weder mein Verstand noch mein Herz realisieren das es vorbei ist. Ich merke das ich teilweise kurz davor bin durchzudrehen. Immer wenn ich denke : heute geht es. Du hast noch nicht geweint kommt eine kleine Situation und ich brech wieder zusammen.
Deswegen habe ich beschlossen eine Therapie zu beginnen. Sie wird mich nicht vergessen lassen aber vielleicht lindert es.
Darf ich fragen wie Alt du bist ? Und dein Partner?

Du hast recht mit der Aussage das Männer das nicht verstehen. Sie werden es auch nie. Ich verstehe deinen Partner nicht. Er hätte froh sein sollen mit dem Glück das ihm geschenkt wurde. Und ich hätte dir gegönnt dein Baby in den Armen zu halten. Weswegen hat er keine Rücksicht auf deine Gefühle genommen.

Ich bete für dich das du die Kraft findest darüber hinwegzukommen und das du einen Mann an deiner Seite hast der dir zur Seite steht. Die Gründe warum du abgetrieben hast sind irrelevant. Weder deine, noch meine zählen. Nur die Fakten sins ausschlaggebend und die sagen das wir beide dasselbe getan haben. Das macht keine.von uns beiden zu einer besseren Person. Wir werden ewig mit dieser Last leben. Ich danke dir vielmals das du meine Last ein Stück weit gelindert hast indem du mir geantwortet und die chance gegeben hast darüber zu reden.

Ich weiss das ich jetzt wahrscheinlich zu weit gehe aber bitte macht euch Gedanken um eure Beziehung. Ein Kind krönt eine Liebe. Warum war dein Partner nicht bereit dafür? Siehz er eure Beziehung anders als du ?
Wollt ihr denn irgendwann ein Kind ? Wäre er dir und dem Kind ein.guter Vater ?
Du hast die größte Entscheidung eures Lebens in seine Hände gelegt und er hat es fallen lassen. Würdest du es wieder tun ?
Ich weiss mein Beitrag ist wahrscheinlich sehr durcheinander. Ich bitte dich nur zu überlegen was du bei einer erneuten ss machen würdest. .. Wieder auf ihn vertrauen ?

* Der Partner geht nur von der Seite, ein Kind geht vom.Herzen *

Ich wünsche uns alles Gute und hoffe das du mir Antwortest. Danke das du mir deine Geschichte anvertraut hast. Das hat mir sehr viel.Bedeutet.
Lg
Natascha


29.10.2015, 00:39

Registriert: 19.09.2017, 04:05
Beiträge: 1
Geschlecht: männlich
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Beitrag Trauer nicht verarbeitet
Es ist doch schon gut, dass du selbst darГјber nachdenkst warum du anderen nicht so helfen kannst wie du es offensichtlich von dir erwarten wГјrdest, dass ist doch schon mal was.

Und wenn du dich weiter damit beschäftigst findest du vielleicht heraus warum es dich ehr aggressiv macht, wenn andere mit ihren Problemen dich konfrontieren.

Und wie schon anderer Gast schrieb du gibtst auch immer etwas zurück,wenn du Hilfe annimmst und wenn es dir dann besser geht, weil dir jemand geholfen hast, dann teilst du das mit der Person die dir geholfen hast und gibtst damit zurück nämlich deinen Dank und deine Freude oder Erleichterung darüber.

Es hat immer seine Gründe warum etwas nicht geht und du fängst an darüber nachzudenken warum es nicht geht und suchst somit nach den Gründen danach und wirst diese Gründe auch finden und dann kannst du daran arbeiten dein Verhalten langsam zu ändern. Langsam geht es nur und Schritt für Schritt und den ersten Schritt in die richtige Richtung hast du gemacht "das Nachdenken darüber" ist dein erster Schritt


21.09.2017, 00:25
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