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 Jung, AB und Depressionen 

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Beitrag Jung, AB und Depressionen
Hallo ihr Lieben,
Ich bin 19 Jahre alt und habe einen Mann kennengelernt. Er war mein Erster und bevor wir uns sicher waren, ob wir eine Zukunft haben, war ich schwanger. Ich wollte es nicht wahr haben. Ich bin depressiv und mir ging es erst seit kurzem besser. Außerdem lebe ich in einer vom JA betreuten WG. Ich war mir, bevor ich sicher wusste das ich schwanger bin klar, daß ich einem Kind nichts bieten kann. Ich mache momentan meinen Abschluss nach und weiß das ich mich um ein Kind nicht kümmern kann. Ich wäre eine schlechte Mutter. Schlechter als meine eigene und das wollte ich dem Baby nicht antun.
Der Vater war geschockt, weil sein Arzt ihm sagte, wenn er Kinder will muss es über künstliche Befruchtung laufen.
Auf dem Weg zur Schule am nächsten Tag stieg ich früher aus und ging zu meinem Frauenarzt. Nach stundenlangem Warten konnte ich endlich rein. Zu dem Schwangerschaftstest vor Ort hat er nix gesagt. Ich soll weg gucken oder auch nicht. 3 Monitore waren im Raum verteilt und ehe ich mich versah, war da mein Baby. Er fragte ob ich es behalten will und als ich Nein sagte, schickte er mich zur AWO zum Beratungsgespräch.
Die Dame dort hatte Zeit. Doch in dem Moment kam mein erster Zusammenbruch. Ich bekam keine Luft und heulte stundenlang.
Weitere Zusammenbrüche folgten und doch versteckte ich es vor allen. Mein Freund sagte nur immer wieder es ist das Richtige. Warum erfuhr ich bald darauf...
Zum einem war er älter als er gesagt hatte und zum anderen war seine Ex schwanger. Da er ja dachte keine Kinder einfach so zeugen zu können, begann er darüber nach zu denken, ob es doch sein Kind ist, wie die Ex es behaupet.
Von da an war die Schwangerschaft mit dem Kind das lebt wichtiger, als mit dem Kind das sterben wird.
Er war bei keinem Gespräch dabei. Nur zu dem Vorgespräch, wo mir zum ersten mal jemand alles richtig erklärte und der OP selber fuhr er mich hin. Das war letzten Monat. Am 17.9.15 war mein Baby weg.
Ich habe mich dann für die 3Monatsspritze entschieden. Seitdem habe ich Blutungen und Schmerzen. Kein Arzt kann mir helfen. Ich streite mich mit meinem Freund und mittlerweile ist sein evtueller Sohn auf der Welt. Ich hasse mich dafür, dass ich mich gegen mein Kind entschieden habe und will mein Baby zurück. Ich kann nicht mehr essen. Nicht mehr schlafen. Und muss all meinen Kummer verstecken.
Mein Freund kann oder will meine Trauer nicht verstehen. Es war ja noch nicht am Leben. Ich habe dieses Kind 8 Wochen in mir getragen. Ich liebe es mehr als mich selbst.
Ich kann mit der Situation nicht umgehen. Ich hätte es niemals austragen können, aber ich liebe es so sehr.
Schwangere oder Mütter mit Kleinkinder zu sehen tut so weh.
Was ein Hohn nicht mit meiner Entscheidung leben zu können und meinem Baby gar keine Chance auf Leben gegeben zu haben.

Ich habe es so kurz wie möglich gehalten. Ich musste es einmal niederschreiben und die Erinnerung an mein Baby weiterleben lassen.

Danke thesilence


13.10.2015, 19:05
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