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 Verloren 

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Beitrag Verloren
Hallo zusammen,

Ich habe vor 9 Tagen abgetrieben, es war eine Entscheidung die mein Partner und ich zusammen getroffen haben. Wir sind erst 3 Monate ein Paar und während ich hier fest saß und den Eingriff hatte, war er im Urlaub bzw bei seiner Familie in Kuba. Es war hart, aber er hatte den Urlaub schon vor n paar Monaten gebucht. Ich bin durcheinander und möchte einfach nur auf seinen Arm und geliebt werden, aber er ist seit heute morgen (gestern Mittag kam er erst wieder) abweisend, umarmt mich nicht, küsst mich nicht und ist jetzt auch spontan zu seiner Großmutter gefahren, da es ihr wohl nicht so gut ginge. Ich fühle mich trotzdem alleine gelassen und habe die schlimmsten Gedanken. Er ist auch "scharf" auf mich, aber er schläft nicht mit mir. Er sagt er könne das nicht sein Kopf würde ihn hindern. Ich meine ich merke dass er es will aber nicht kann. Warum möchte ich es dann, ihm nahe zu sein, wie bei Partnern halt üblich? Ich komme mir vor wie der schlechteste Mensch. Ich habe ein Kind angetrieben und denke nur daran mit meinem Freund intim zu sein... Klar will ich die Bestätigung, dass er meinen Körper noch will, MICH will! Mir ist nur noch zum weinen, ich habe das Gefühl ich habe alles zerstört: meine Zukunft und seine, die Zukunft von einem Kind und Vielleicht sogar unsere Beziehung. Vorab ich verhüte und nehme seit der Op den Ring. Gibt es hier Vllt wen der auch so Gefühle und Gedanken hat?


01.01.2016, 21:45
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Beitrag Re: Verloren
Hallo NMT94,

ich habe auch vor ca 3 Wochen abgetrieben, allerdings war es ein Spätabbruch mit medizinischer Indikation (inclusive Fetozid und Geburt) in der 22. SSW. Auch ich habe nicht damit gerechnet, dass auch ein totes Kind (und nicht nur ein vermutlich Krankes, wie in unserem Fall) unsere Beziehung so verändern kann. Mein Mann unterstützt mich zwar, kann aber die Trauer, den Schmerz, die Schuldgefühle und vieles was damit zusammenhängt nicht wirklich verstehen. Es ist nichts mehr so wie früher. Ich kann dich gut nachvollziehen. Und ich finde auch den Wunsch nach Intimität nicht verwerflich oder so, es ging/geht uns ähnlich. Das ist ja auch irgendwie eine nonverbale Kommunikation, gerade wenn beide mit der Abtreibung unterschiedlich umgehen, sie anders verarbeiten und bewerten. Der Wunsch nach Nähe und Trost ist doch in so einer Situation sehr veständlich! Könnt ihr beide über eure Gefühle reden? Mir fällt es schwer, aber wenn wir reden, geht es mir nachher besser, auch wenn ich merke, dass wir teilweise ganz unterschiedliche Meinungen/Empfindungen haben. Und ich glaube nicht, dass zu sagen kannst, du hast alles zerstörst. Aber die Abtreibung (die ihr ja gemeinsam beschlossen habt!) verändert halt sehr viel...


09.01.2016, 16:23
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