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 ich muss es auch tun.. 

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Registriert: 07.01.2006, 03:00
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Beitrag ich muss es auch tun..
Hallo ich bin Kati.
Ich bin nun leider auch in dieser Situation (Alptraum!!) dass ich abtreiben muss. :(

Ich habe schon viele Beiträge gelesen und es hilft mir echt super weiter, an den Erfahrungen und Empfindungen anderer Frauen teilhaben zu können, bin echt froh, Jemanden gefunden zu haben dem es auch so geht, schön dass ihr da seid!!
auch einige Bilder von abgesaugten Embryos habe ich mir angesehen, echt grausam, hoffentl. stimmt das, dass sie doch etw älter waren als angegeben.

Nun zu meiner Geschichte, ich bin 25J., habe seit 1J. meinen 2.Freund und vor 3 Mo. von Berlin nach Düsseldorf gezogen, da ich froh war, überhaupt einen Studienplatz bekommen zu haben.

Nun habe am Di.realisiert, dass schwanger sein könnte u.am Do. machte ich dann den Test.

Den Wunsch nach Kindern habe ich zwar schon, gerade auch weil ich zieml alt bin. Deshalb ist für mich das alles sehr schwer, ich habe auch schon beide Sit. durchdacht u.kam schnell zu dem Entschluss, dass ich dem Kleinen leider noch kein schönes Leben bieten kann.
da ich kein eigenes Einkommen habe u.es schwierig würde mir extra hier eine Wohnung einzurichten und Kleines u.Studium unter einen Hut zu bringen. Ich bin auch sehr im Zweifel, ob ich überhaupt das Studium schaffe. Aber eine andere Alternative überhaupt einen Job zu finden, um mir überhaupt etw. aufbauen zu können, sehe ich nicht.

Außerdem bin ich sehr allein hier u.es würde mich ständig nach hause ziehen u.ich kann mir nicht vorstellen, dass die weite Strecke zu fahren angenehm für das Kleine sein soll.. ich hätte im Auto auch ständig Angst, dass dem Kleinen was passiert.

Ich hatte fest vor, wenn ich später einen Job u.Wohnung habe, der richtige Mann gehört auch dazu,(wenn alles "perfekt ist") schnell Kinder zu kriegen, bevor es zu spät ist.

Zum FA gehe ich erst Mo., da ich dummerweise nichtmal meine Krankenkarte hier hatte.
Ich habe große Angst davor, an den "falschen" zu geraten, am besten ich frag vorne nach, ob die Abtreibungen machen u.ob sie nett ist.

Ich habe natürlich auch noch einige Fragen offen, die ich noch nicht hier gefunden habe:
ist man gezwungen auf den US zu schauen?
ich denke, das würd ich nicht verkraften!
wie schnell werden eigentlich Termine für die Abtreibung vergeben?
das müsste doch rel.schnell gehen, da ich schon in der 8.Wo bin
und braucht man bei pro familia einen Termin, oder kann ich einf.so hingehen?
zahlt die KK erst, wenn man den Bescheid bescheid bekommen hat, oder ist es nur wichtig, den Antrag vorher abzusenden?

vielen Dank schonmal im Vorraus, und ich wünsche denjenigen die es noch nicht verkraftet haben viel Kraft aus dem "Loch" herauszukommen um wieder ein fröhliches Leben zu führen!

bis dann, Kati


08.01.2006, 02:55
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Liebe Kati!

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur raten auf Dein HERZ zu hören. Niemand wird Dir das Paket was danach auf Dich zukommt abnehmen. Es ist ein sehr negativer trauriger Weg. Es kann passieren, daß dein eigenes Leben früher oder später zusammenbricht wie ein Kartenhaus und es ist sehr schwierig sich aus dem Loch wieder hochzuziehen. Es gibt einfach kein richtigen Zeitpunkt für ein Kind. Das Leben verteilt leider keine Sicherheiten und Garantiescheine. Ich wünsche dir daß dich richtig entscheidest, denn meistens sind die Gründe die man vorher hatte für diesen Schritt einfach nichtig.

Liebe Grüße.


08.01.2006, 05:59

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Guten Morgen Kati,

wir alle verstehen und können nachvollziehen, wie du dich fühlst.

Noch hast du keine Entscheidung getroffen, der Weg dahin war für mich persönlich der schwierigste.
Egal, wie du dich entscheidest, suche eine Beratungsstelle auf, die Schwangerschaftskonfliktberatungen macht.
Dazu brauchst du vorher nichtmal zum Frauenarzt, aber man wird dir dort genau erklären, welche Papiere nötig sind und auch diesen Schein bekommst du dort.
Es gibt verschiedene Stellen, angefangen bei pro familia, da hab ich allerdings eher schlechte Erfahrungen gelesen.
Es gibt diakonische Einrichtungen, ich selbst war beim Landratsamt bzw Gesundheitsamt in meiner Stadt.
Die Berater sind neutral (oder sollten es sein), sie sollen dir bei der Entscheidungsfindung helfen und dir Möglichkeiten zeigen, einmal, welche Leistungen dir zustehen, wenn du dich für das Kind entscheidest, welche Hilfen man dir anbieten kann, in erster Linie wohl finanziell.
Andereseits wird dir dort erklärt, welche Unterlagen nötig sind, wo du sie beantragst und was bei dem Abbruch passiert.
Es werden dir dort auch Adressen gegeben von Ärzten, die das machen, die Berater bekommen anonym von den Frauen, die einen AB gemacht haben, ein feedback, damit sie wissen, ob die Ärzte zu empfehlen sind.

Ich habe auch Fotos gesehen, Schreckensberichte gelesen, lass dich dadurch nicht verunsichern.

Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen, wichtig ist, dass du ganz sicher weiß, was du willst und dann auch dazu stehen kannst, ganz gleich, wie deine Entscheidung ausfallen wird.

Mein Rat also, versuch ganz schnell eine Beratungsstelle zu finden und dort alle Möglichkeiten für dich zu erfahren.
Viel Zeit bleibt dir nicht, bei mir wurde die SS auch in der 8. Woche festgestellt, gesetztlich ist es meines Wissens so, dass ein Abbruch mit sozialer Indikation nur bis zur 12. Woche nach "Zeugung" möglich ist, rechnerisch wäre dies dann die 14. SSW (man rechnet vom ersten Tag der letzten Regel, da sind also zwei Wochen, in denen man noch gar nicht schwanger war)

Du bist nicht alleine, hier wird dich niemand verurteilen, hier findest du Verständnis und das tut erstmal unheimlich gut.

Viel Kraft wünscht dir

speranza


08.01.2006, 13:19
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Registriert: 07.01.2006, 03:00
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Beitrag 
Hi, ich danke euch sehr für die liebe Unterstützung.

Ich denke mein Entschluss steht nach wie vor fest, da ich mir immer noch nicht vorstellen kann wo das Kleine hin soll, ich fühle mich nicht zuhause hier, deshalb halte ich mich nur kurz zum lernen hier auf..
und Zeit hätte ich auch nicht genug fürs Kleine u.Studium und Niemand könnte mir beim Umgang mit dem Kleinen helfen..
deshalb wünschte ich es lieber in meiner Heimat zu bekommen, aber erst wenn ich ne soziale Grundlage habe..

außer profam. hab ich hier leider keine weiteren Beratungsstellen gefunden, meinst du da soll ich zuerst hin u.dann zum FA?
kann ich da nun ohne Termin hin?

vielen Dank, Kati


08.01.2006, 16:11
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Beiträge: 34
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Beitrag 
Hallo kati,

ich weiß nicht, ob das in allen Bundesländern gleich ist, hier in Ba-Wü ist es so, dass es eben verschiedene Anlaufstellen gibt.
Pro familia ist wohl die bekannteste, du rufst da an und fragst, ob du einen Termin haben kannst für ein Gespräch wegen dem Schwangerschaftskonflikt.
Bei mir war es so, dass ich den Termin unbedingt am gleichen Tag wollte, pro familia hatte keinen frei, die Dame am Telefon gab mir aber weitere Adressen und Telefonnummern und so bin ich am Gesundheitsamt gelandet.
Du kannst aber auch bei mehreren Stellen Gespräche ausmachen und hingehen, falls die erste Anlaufstelle dir nicht das bringt, was du erwartest.
Wie gesagt, ich brauchte vom Frauenarzt keine Bescheinigung, auch ist es so (soviel ich weiß) dass der Arzt, der die SS feststellt, den Abbruch gar nicht machen darf, es sei denn, er gehört eben zu diesen bestimmten, die das eben (hauptsächlich?) machen.
Als ich das Gespräch hatte (es dauerte ungefähr 1 1/2 Stunden) haben zwei Frauen angerufen, die dasselbe Anliegen hatten und bei dem Arzt, wo der Abbruch gemacht wurde, waren alleine in der Zeit, in der ich dort war (ca. 4 Stunden) noch 5 weitere Frauen.

Morgen rufst du erstmal an bei Pro familia, lässt dir einen Termin geben oder weitere Adressen, das ist der erste Schritt und dann wird dir ganz genau erklärt, was du für Möglichkeiten hast und welche Papiere nötig sind, falls du wirklich den AB machen lassen willst.

Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass dort jemand ist, der sehr einfühlsam ist und keine blöden, unnötigen Fragen stellt, die dich belasten.

lg

speranza


08.01.2006, 18:18
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Hi Speranza,
ich danke dir sehr für deine Mühe.
dann werd ich das mal so machen.
aber ich habe gelesen, dass man für den Schein die SS Bestätig. vom FA dem Berater vorlegen muss, bei dir wars also nicht so.. :?

Ich würde mich auch viel sicherer fühlen wenn die Ber. mir nen guten FA empfehlen.

:?: Wie war es nun bei dir, hast du auf den US geschaut? und bekommt man immer das Bild mit? ich würde es ablehnen. :cry:

Hast du Vollnarkose bekommen? braucht man dafür ne extra Überweisung für den Narkosearzt? (war bei meiner Zahn-Op so)

denkst du noch viel daran? ich hoffe schnell darüber hinweg zukommen, da ich denke, dass ich das richtige tue.

Und braucht man diese Rückmeldung (Bescheinigung) von der KK oder reicht es wenn ich den Antrag nur von dem AB zurücksende?

vielen Dank, Kati


08.01.2006, 19:15

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Beitrag 
Hi Kati,

bei mir war es so, ich war beim FA, weil ich tags zuvor einen positiven Test gemacht hatte.
Mein Doc hat die Ss bestätigt, ich hab ein Bild bekommen, er ging davon aus, dass ich das Kind bekomme.
Und ich im ersten Moment auch :cry:

Dann kam alles anders, ich war nochmal beim Doc, erzählte ihm davon und bekam ein Prospekt, wo Beratungsstellen drauf waren, aber eben nur für alleinerziehende Mütter, also die das Kind wollen und Hilfe brauchen.
Ich hab dann gegoogelt nach Beratungsstellen, hab aber den Doc vorher gefragt, ob ich eine Bestätigung von ihm brauche, was er verneinte.
Bin dann eben beim Gesundheitsamt gelandet und war dort bei einer ganz lieben Psychologin,. übrigens war der Papa des Kindes mit dabei, wir wollten das beide so.
Diesen Schein bekommt man in jedem Fall, die Berater entscheiden nicht für dich, im besten Fall ermöglichen sie dir, selbst den richtigen Weg zu finden.
Als nächstes hab ich den Termin bei dem Arzt ausgemacht, der den Eingriff macht, dort habe ich telefonisch ganz genaue Anweisungen bekommen, was für Papiere nötig sind und wie ich mich zu verhalten habe.
Ich durfte mitentscheiden, ob Kurz-Vollnarkose oder örtliche Betäubung, würde jeder Frau empfehlen, diese Kurznarkose zu wählen, alles andere ist für mich persönlich Selbstquälung.
Dann der Gang zur Krankenkasse, wo man den Antrag für die Kostenübernahme stellt.
Man braucht dazu diesen Schein und einen Einkommensnachweis, damit der Staat die Kosten übernimmt.
Mein FA war informiert, ich hab eine Überweisung bekommen und einen Kurzbrief, dass er den AB befürwortet, aber ich glaube nicht, dass das wirklich notwendig war.

Wie nun der Ablauf genau sein wird, kommt immer auf den jeweiligen Arzt an, der den AB vornimmt, aber normalerweise wird man vorher informiert, schreib dir am besten alle Fragen auf, ich musste nicht zu einer Voruntersuchung hin, aber vielleicht wär das besser, um wirklich alle Fragen vorab zu klären.

Ob du ein Bild willst oder nicht, liegt ganz bei dir, manche Frauen möchten etwas behalten, manche möchten durch nichts daran erinnert werden.

Sicher denke ich viel daran, mein Freund war bis vor ein paar Stunden bei mir seit Mittwoch abend (Donnerstag war der Eingriff) und wir haben viel geredet.
Ich versuche allerdings, nach vorne zu sehen, ich hab noch eine kleine Tochter, die mich braucht und eine große, die zwar noch bei mir lebt, ihre eigenen Wege geht, aber die Mama trotzdem noch manchmal braucht.
So wie ich meine brauche, mit 34 Jahren.

Mir ging es danach körperlich gut, weder Schmerzen noch starke Blutungen, das ist wohl der "Idealfall".
Meine Seele und mein Herz schweigen, ich fühle mich, als habe ich all das nicht selbst erlebt, die letzten Wochen existieren nicht wirklich für mich.
Das schützt mich zunächst vor dem tiefen Loch, was noch auf mich zukommt, kann ich nicht sagen, ich muss einfach stark sein und nach vorne blicken.
Niemand kann vorhersehen, wie es einem danach ergeht, weder körperlich noch seelisch.
Du kannst nur eins tun, versuch ganz genau zu überlegen, handle nicht voreilig, hol dir alle nötigen Informationen, egal, wie du dich entscheidest, es gibt danach kein Zurück.

Ich wünsche dir alles Liebe

speranza


08.01.2006, 21:11
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Beitrag 
Hi Speranza,
danke, deine lieben Worten haben mir wirklich sehr weiter geholfen!
wusste garnicht, dass es so frisch bei dir ist, tut mir leid..

ich versuche auch zu mehreren Ber. zu gehen, mein Freund kommt wenn mögl. auch her um mitzukommen.
aber ich will auch, dass alles schnell geht, ich fühle mich immer schlechter, je mehr "es" wächst..
die Vollnarkose ist für mich auch Bedingung, das erlebte würde man doch nie vergessen..

lass dich nicht hängen, freu dich über deine süßen Töchter,
alles Liebe für euch, Kati


09.01.2006, 01:51
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Hey, da krieg ich immer so`ne Angst wenn ich lese, dass man sich hinterher so endlos dreckig fühlt..
und gerade auch noch Frauen die schon süße Kinder haben,
wo nach ich mich auch sehne..
wann habt ihr es denn bereut, hattet ihr schon vorher Zweifel??

hab heute u.morgen eine Ber., zum Arzt brauch ich wirkl.nicht vorher. dann vergeht schon wieder ne Wo bis zum AB.. und ich kann nix tun.. :cry:


09.01.2006, 12:39
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Hallo Kati,

man kann nicht vorhersagen, wie es wird, weder körperlich noch seelisch.
Ich hab vorher hier sehr viel gelesen, hab aber versucht, irgendwie neutral zu bleiben.
Ich denke, die Frauen, die danach gut damit umgehen können, die sich befreit fühlen und nach vorne blicken, die werden kaum viel hier schreiben, aber es gibt sie durchaus.

Ich hatte gestern ein Tief, war traurig, fühlte mich einsam.
Aber das gehört dazu, wir müssen das durchleben, Trauer zulassen, annehmen, was wir fühlen.

Ich hab wahrscheinlich noch nie in meinem Leben so viel nachgedacht, und glaub mir, ich bin eine Grüblerin, seziere alles, hinterfrage ständig.
Aber so intensiv habe ich mich noch nie mit mir selbst beschäftigt, darüber hinaus mit allen Menschen, die direkt oder indirekt betroffen sein werden.
Die Entscheidung zu treffen war die größte Hürde, da muss man einfach viel geben, viel von sich preisgeben, sich selbst gegenüber am meisten.
Sich ganz offenbaren, wissen, was man will, was man noch vorhat, man muss sein Leben in die Hand nehmen können und realistisch denken.
Das fällt schwer, weil die Gefühle einfach da sind und hart ausgedrückt oder sachlich, vergiss nicht, dass da ein wahnsinniges Hormonspiel in deinem Körper stattfindet, wir befinden uns in einem Ausnahmezustand.

Ich denke fest an dich, ich hoffe sehr, dass dir die Gespräche etwas bringen, einfach ganz sicher herauszufinden, was du willst und was für dich richtig ist.

lg

speranza


09.01.2006, 13:27
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oje, das ist alles so kompliziert, ich weiß garnicht mehr was ich denken soll..

heut früh wollte ich eigentl. gleich zum Arzt, habe aber etw.verschlafen und rief dann gleich bei profam. an, die erst für morgen einen Termin hatten und meinten es reiche aus danach zum FA zu gehen..

dann rief ich meinen Freund an, er kommt heute nacht zu mir.
und als ich wieder im Bett war, hielt ichs nichtmehr aus, lief wieder zur Tel.Zelle und rief die Diakonie an, wo ich gleich nach der Schule hin konnte..

die Beraterin war ganz nett, sie stellte viele Fragen.. über 1Std. hat sie sich Zeit genommen u.rief für mich bei der KK u.FAs an.
zuerst begann sie, dass es nicht so abwägig wäre, das Kleine auszutragen, da man immer ausreichend versorgt wäre.
da kamen mir die Tränen..

sie meinte so schön: "..es gibt kein Richtig o.Falsch, sondern man muss entscheiden, welche Situation am besten ins eigene Leben passt."
wenn das so einfach wäre..
eigentl.sollte ich morgen zu ner netten FÄ gehen um nochmal so alles abzuklären.. aber viell.geh ich gleich zum FA der den AB macht.. die haben viell.mehr Erfahrungen mit diesem Problem umzugehen..
in dieser Stadt gibt es nur Männer, die AB vornehmen, da hab ich nen Termin für Do. und Di. könnte der AB sein..

ich hab auch schon mit dem Gedanken gespielt, was wäre wenn ich schon viel weiter wäre, über14.ssw? dann gäbe es keine quälenden Entsch. mehr u.man bräuchte sich nur noch freuen.. aber so einfach wäre das wohl auch nicht unbedingt, ich habe wieder mal alles in der Hand..

wie damals als Ich entscheiden musste wann meine Lieblingskatze (s.Bild)eingeschläfert wird, aber sie war so krank.. da war alles klar..

ich weiß nix mehr, viell.ist das größte Problem soweit weg von Zuhause zu sein, vorhin habe ich mir ne FH rausgesucht die nur 200km entfernt ist, da könnte ich mir eher vorstellen hinzuziehen und öfter Heim zu fahren, mit demKleinen! .. aber dann kommen wieder die Zweifel, ob ich alles packe in der Schule und als Mutter.. auf jeden Fall würde ich dasKleine sehr lieben.. aber ich "gönne" es mir einfach noch nicht, da ich es mit 25J. immer noch nicht dazu gebracht habe selbstständig zu sein..
vielleicht muss ich erstmal mein eigenes Glück finden, um es weitergeben zu können..

es tut mir leid, dich so verzweifelt zu erleben, Speranza.
ich denke oft an dich, wie du so lebst glückliche Mutter und doch so traurig.

aber wenn ich den AB soo sehr bereuhe, nicht mehr zu etw. zugebrauchen bin, könnte man sich nicht mit dem nächsten Kind trösten?? das dann alle liebe und Zuneigung erhält..

ach ich weiß nicht mehr weiter, ich hoffe die Zeit mit meinem Freund bringt etw.mehr Klarheit.

bis dann, liebe Grüße, Kati


10.01.2006, 01:04
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Beiträge: 34
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Beitrag 
Hi Kati,

versuch ein bissle zur Ruhe zu kommen, du hast heute jede Menge Infos bekommen, das muss sich erstmal "setzen".
Deine Beraterin hat das richtig festgestellt, es gibt kein Richtig und kein Falsch, was passt am Besten in deine Situation?

Klar geht es, irgendwie geht es immer, irgendwie kommt man schon durch.
Aber "irgendwie" war mir einfach zu wenig.

Kinder bleiben nicht so goldig und putzig, sie verlangen einem wahnsinnig viel ab.
Klar, sie geben auch viel, man kann da eben nicht abwägen, das ist keine Rechnung, das ist ja das Schlimme, man weiß gar nicht, wie es werden kann oder wird.
Kati, ich glaub nicht, dass man sich mit dem nächsten Kind trösten kann.
Man kann es lieben und all das geben, wozu man vorher nicht fähig war, aber ersetzen kann man es nicht und vergessen wird man es auch nicht.

Sicher kann man sich mit dem Gedanken trösten, wenn ich ein Nest gebaut hab, wenn alles passt, dann ist ein Kleines mehr als willkommen, gewünscht, geplant und mit viel Liebe erwartet.
Aber wann ist der richtige Zeitpunkt?

Es ist so verdammt hart, eine Entscheidung zu treffen, es geht zwar in erster Linie um dich, aber da hängen noch so viele andere Sachen dran, die du gar nicht beeinflussen kannst.

Momentan gehts mir nicht besonders, morgen wird es besser, aber wenn die Nacht kommt, die Stille, dann kommen die Gedanken und damit muss ich lernen umzugehen.

Ich denk ganz fest an dich!

lg

speranza


10.01.2006, 01:34
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Beiträge: 14
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Beitrag 
Kati: man kann kein Kind durch ein anderes ersetzen.
Und wielange wird dein Studium dauern? Danach noch ein paar Jährchen Arbeit, dann wieder die Suche nach Mr. Right..... Oder doch kein Job? Wer weiß das schon alles.....
Es gibt doch NIE den richtigen, perfekten Zeitpunkt für ein Kind. Frag mal dein Kind, was es möchte....
Mal abgesehen davon: es gibt sooooviele Studenten, die Kinder haben. Auch allein erziehende - und du hast einen Partner, es gibt liebe Kinderbetreuungsstellen, Unterstützungen, zur Not wartest du ein Semester...... es gibt Netzwerke. Ein Kind gibt auch Selbstbewusstsein! Abtreiben darfst du nur, wenn du sicher bist. Es kann sein, dass du dir viel später sagst, "es wäre doch gegangen".....
Du zweifelst aber noch, stimmt´s?
Ich ging durch die Hölle, wurde sitzengelassen. Und nun hab ich 3 Kids, erziehe allein und freue mich so sehr, dass ich das Baby bekommen habe. Es ist schwer, aber machbar. Und es stimmt, nach der 14. Woche ist man ruhiger. Dann hofft man nur noch, dass das Baby wächst und gesund ist......
Aber du musst für dich ganz genau entscheiden, was das Richtige ist....
liebe Grüße
reggie


10.01.2006, 21:57
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Beiträge: 7
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Hallo Kati,

jetz möchte ich mal was ganz wichtiges loswerden!!!!

du hast gesagt du bekommst angst wenn du so mitbekommmst wie sehr alle frauen danach leiden.

Mein Abbruch ist 3, fast 4 Wochen her und als ich in deiner Situation war ging es mir genauso. bis ich irgendwann an das forum geschrieben habe: gibt es denn niemanden der damit gut klar kommt?
ich hatte angst vor so vielem, dass ich danach unglücklich bin und alles bereue, das ich meinen freund nicht mehr liebe, das ich keinen sex mehr haben möchte etc. und diese forum war schon ganz wichtig in der zeit für mich. aber genau wie du hatte ich manchmal dadurch noch mehr angst (oh gott, was ist wenn ich mir das auch nie verzeihe, und vielleicht noch in jahren trauere) auf meine frage ob es denn niemanden gebe der damit klar kommt habe ich eine antwort bekommen, nein, eigentlich 2 die sehr hilfreich waren. die eine war, das mir eine frau schrieb das es bestimmt frauen gibt die das gut verkraften, sich diese frauen aber selten in selbsthilfegruppen zusammen finden. die andere war von ilona, die wirst du vielleicht schon kennengelernt haben, sie meinte dass wenn ich, trotzdem alle mir mut zu dem kind machen ich immer weiter NEIN sage, dies zeigt wie stark ich hinter dieser entscheidung stehe....

ich denke du weißt was ich meine, beides stimmt einfach so sehr!

so, jetzt zu mir.
Ich bin dein alter, ebenfalls studentin, und habe wohl so ziemlich aus den gleichen gründen wie du diese enttscheidung getroffen.
ich hab schrecklich viel geweint und gezweifelt davor. ich war mir sehr unsicher über meine gefühle gerade im bezug auf das danach.

so, jetzt habe ich es hinter mir. ich bin immer noch mit meinem freund zusammen, ich studiere weiterhin, ich treffe mich immer noch mit meinen mädels und gehe unglaublich gerne einen cocktail schlürfen.
das einziege was noch ein klein wenig hinterherhinkt ist der sex.
aber auch nur ein klein wenig...

und ich freue mich auf meine semesterferien in denen ich ein bisschen rumreisen werde und ich freue mich auf heute abend, weil ich auf eine geburtstagsparty gehe.
was ich sagen will es geht mir gut.

ich habe die richtige enttscheidung getroffen. sicher, manchmal da denkt man sich wie wäre es wenn. und genau wie du hab ich lust auf kids. aber noch nicht jetzt. noch bin ich. damit ich dann wirklich irgendwann ein wir bilden kann das mich glücklich macht.

als ich nach der OP aufgewacht bin hab ich ganz doll geweint. da lagen noch 4 andere frauen im zimmer, ich war die einzige die weinte. und da dachte ich > oje, das hab ich nicht verkraftet. aber dann war ich zuhause mit meiner freundin und wir haben video geschaut. und alles war gut.

ich kann dir nur ein paar tipps geben die ich gerne anders gemacht hätte, und welche die ich gut gemacht habe:

erzähle es nicht zu vielen. ich habe den fehler gemacht es recht vielen mädels zu erzählen. bevor ich wusste das ich abtreibe. und dann hat es mir weh getan wenn man mich fragte, wie denn nun die entscheidung sei.

geh mit deiner freundin hin. ich liebe meinen freund, aber eine freundin ist eben für manche sachen besser geeignet. und irgendwie wird man doch sauer das man alles allein machen musste, da hilft auch das abholen nichts.

vergrab dich nicht. geh aus unter leute.

und mach eine pro und contra liste. das hatte mir die frau von profamilia empfohlen. fand ich gut. so kannst du dir nachher nix vor machen und hast deine beweggründe schwarz auf weiß.

und pass bloß auf welche seiten du im netz findest. da gibt es wirklich üble gegner der abtreibung die die schrecklichsten sachen und bilder zeigen das auch ich sofort los heulen könnte.

liebe kati. du schaffts das. wenn du weißt das es die richtige enttscheidung ist und du sie selbst für dich getroffen hast.

wenn du noch irgendetwas wissen möchtest geb ich dir gerne antwort...


12.01.2006, 22:27
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Registriert: 07.01.2006, 03:00
Beiträge: 12
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Beitrag 
Hallo, vielen Dank für eure einfühlsame Unterstützung.
@reggie: klar gibt es sicher keinen richtigen Zeitpunkt, aber ich denke, wenn ich wenigstens das studium habe, kann ich wenigstens einen vernünftigen Beruf finden um sich ein Leben aufzubauen.
es dauert leider noch 3,5 J.
das Kleine möchte einfach ein schönes Leben haben und ich zweifle, ob ich ihm das schon geben kann..
es ist schon schwer, dass alles in meiner Hand liegt..
ich dachte jedenfalls immer, dass ich mir da sehr sicher bin.

@lila: vieln Dank, deine Tips haben mir sehr weitergeholfen, schön dass du mir aus einer ähnlichen Situation wie meiner berichten konntest.
dein Leben ist wieder fröhlich wie vorher, also war es die Entscheidung die am besten in dein Leben passt.

Ich fühle mich auch noch nicht reif ein "wir" zu bilden. momentan bin ich überhaupt nicht glücklich mit meinem Leben, da hätte ich Angst, dass das aufs Kleine abfärbt.
das Ablenken ist denk ich erstmal das wichtigste, doch leider habe ich niemanden hier, ich war schon immer ziemlich zurückgezogen, deshalb bleibt mein Freund ein paar Tage bei mir, aber so einfühlsam ist er leider doch nicht, von Frauen wird man wohl besser verstanden.. aber meiner Meinung ist er schon. mir scheint immer, kaum Jemand versteht mich.
momentan kann ich nur mit "euch" reden. sonst weiß es niemand und solls auch nicht. In meiner Familie rechne ich nur mit unverständnis, Vorwürfen.. wovon ich mir selbst schon genug mache, dass ich mir ständig mein Leben vermiese..

vorhin war ich erstmal beim Arzt, es gibt hier nur Männer die AB vornehmen. Er hat ziemlich verständnislos auf meine Fragen reagiert, da ich wohl zu "angespannt" war, is ja klar, dass ich da nicht locker bleiben kann.
beim US meinte er schönfrüh und als ich wissen wollte welche ssw, schmiss er mich fast raus mit "..ich hab keine Lust auf diese Spielchen.."
mir sind die Tränen gekommen, da ich überhaupt nicht verstand was er damit meinte..
traurig macht mich immer, dass mein Freund mir nie richtig beisteht in schwierigen o.traurigen Situationen..
hätte lieber Jemand anderes mitgenommen. er meinte Zuhause, dass ihm der FA sehr verärgert erschien weil wir ihm sagten, dass es eben ohne Verhütung passiert ist.. hätt ich mal was anderes sagen sollen..

naja, danke nochmal fürs aufbauen, bis bald,
Kati


13.01.2006, 01:12
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