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 ich muss es auch tun.. 

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Beitrag 
Hallo, danke für eure lieben Beiträge..
Patis hätte ich besser einen Tag früher lesen sollen.. ich habe mich nun endgültig entschieden :cry:
ich habe auch Schuldgefühle, bin traurig, dass ichs mir nicht zugetraut habe.. ich tröste mich aber, damit dass ich in Ruhe selbst finden kann was mich glücklich macht.. und später viele Kinder haben möchte, ein schönes Zuhause u.nen Job.
meinen Freund habe ich noch und es kriselt nur, weil ich denke er versteht mich nie.. ich fühl mich total allein gelassen,
ich muss erstmal sehen wie das weiterläuft..
ich würde lieber mit Jmd reden der mich versteht, so wie hier,
schön dass ich euch gefunden habe..
aber sonst ist er er einzige der davon weiß..

Pati, deine Geschichte hat mich natürlich auch sehr zum nachdenken gebracht.. du hast ja recht, aber ich hoffe dass meine Entscheidung trotzdem nicht nur nachteilig ist, ich versuch eben damit klar zu kommen, muss mich auch voll aufs Studium konzentrieren, da ich eh glaube ich schaffs kaum..
bis dann, liebe Grüße,
Kati


18.01.2006, 21:54

Registriert: 18.01.2006, 03:00
Beiträge: 3
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Beitrag nein!!!!!
verdammt noch mal, kati!!!!!!!!!!!!!!!!!!! nein!!!!!!!!!
du willst es doch gar nicht!!!!! du willst es doch gar nicht!!!!
im herzen hast du dich fuer das kind entschieden und du wirst es dir nie verzeihen, du wirst eines tages in den spiegel schauen und dich fragen, was waere, wenn du es doch geschafft haettest.
wenn ich dir persoenlich meine hilfe beim kind anbieten koennte, schon allein dadurch, dass ich dir fuer die vorlesungs- und lernzeit abnehmen kann, ich wuerds tun! aber ich bin in hannover, du leider in berlin. dein zweifel beim gedanken an den eingriff, spricht GEGEN den eingriff.
hoer auf dein herz, es sagt ja zum kind.
was ist, wenn deine spaetere kinder dahinter kommen, dass du abgetrieben hast. dass du ein geschwisterchen fuer die geopfert hast, nur weil du zweifel hattest?!
du bist ganz neu in berlin, du wirst an der uni bestimmt an der uni leute finden, die, wenn sie deine geschichte kennen mit rat und tat zur hilfe stehen. es gibt fachschaften, frauenreferate und... und... und.... betreuung der kinder fuer studenten. es gibt so viele moeglichkeiten.
ich selbst war an der hochschule bei mehreren gremien, ich weiss wie es ablaeuft und ich weiss, dass es tolle leute sind.
will dein freund das kind?
TU ES NICHT!!!!!
wenn er noch bei dir sein sollte (er wollte dich doch besuchen kommen), dann nimmt euch in den arm und verspricht euch, dass ihr es schafft. macht euch bewusst, dass es ein "produkt" eurer liebe ist und das schmeisst man nicht so weg. ihr habt ein leben geschaffen, was du im grunde genommen willst!!!!!!!


19.01.2006, 01:16
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Beitrag Liebe Kati
Hallo Kati,

ich möchte mich Patis Beitrag anschließen. Du bist doch schon Mama! Dein Baby ist noch nicht auf der Welt, du kannst es nicht sehen oder hören. Aber es ist schon in dir und wohnt unter deinem Herzen, bis es alleine atmen, essen und trinken kann. Ich bin sicher, du wirst auch dort, wo du jetzt bist, Hilfe und Unterstützung bekommen.
Vielleicht denkst du dir: "Schlimmer als jetzt kann es überhaupt nicht mehr werden". Bitte entscheide dich nicht für einen Abbruch, nur um die quälende Zeit der Unentschiedenheit und des Abwägens für oder gegen die Abtreibung zu beenden, denn eine aus diesen Gründen getroffene Entscheidung wäre sicherlich ein trügerischer Entschluß.

Es gibt einen gangbaren Weg, für dich und dein Kind!

Liebe Grüße,
Eva


19.01.2006, 01:38
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Beitrag 
Hallo Kati,
ich bin gerade durch Zufall auf dieses Forum gestossen, weil mich das Thema Abtreibung in letzter Zeit sehr bewegt hat. Als meine Frau mich einmal fragte, was ich sagen würde, wenn sie plötzlich schwanger sein würde, musste ich erstmal überlegen.
Wir sind beide Studenten, haben "arme" Eltern und stehen mitten im Studium. Ich antwortete also, dass ich sie dann bitten würde, abzutreiben. Klar, ich hatte vor allem auch ein Problem damit, dass das Kind nicht in die Umgebung geboren würde, die ich mir immer vorgestellt hatte.
Einen Tag später fiel mir auf, dass meine Frau ihre Tage noch nicht hatte. Eine Woche später erfuhren wir, dass sie tatsächlich schwanger war.
Im ersten Moment war ich natürlich total baff, aber nach eingen Minuten, in denen ich durchatmete, war mir klar, dass ich das Kind nicht ausschaben lassen wollte.
Wir zogen es also durch. Unser Vorteil war natürlich, dass wir als Paar, wir waren noch nicht verheiratet, gemeinsam an der Ankunft des Kleinen arbeiten konnten.
Dein Studium geht noch 3,5 Jahre, also sieben Semester. Wenn Du Dich jetzt beurlauben müsstest, dann wären das 4,5 Jahre. Ich habe in meinem Semester fünf Frauen, die Kinder haben. Davon sind zwei alleinerziehend. Sie kriegen das hin, obwohl es bestimmt sehr schwierig ist. Ich will damit nur sagen, dass es möglich ist.
Ich für meinen Teil habe mich zunächst nicht reif für ein Kind gefühlt, aber bereits während der Schwangerschaft sind wir beide sehr an unserer Aufgabe gewachsen. Und jetzt, seitdem der Kleine da ist, lernen wir von Tag zu Tag dazu. Nach der Geburt half uns zwar auch eine Hebamme, aber eigentlich kommt man auch ohne aus. Wenn man halbwegs normal in der Birne ist, verzeihe meine Ausdrucksweise, merkt man intuitiv, was das Kind braucht und mit der Zeit reift auch die Kommunikation mit dem "sprachlosen" Nachwuchs.
Ach und was Studiengebühren angeht: Hier in Niedersachsen müssen Studenten, die Kinder erziehen keine Gebühren zahlen, nur den Semesterbeitrag.
Entschuldige, dass ich so unstrukturiert schreibe, mir fiel aber gerade etwas ein, was meine Schwester mir mal erzählt hat. Sie hat studiert, ist jetzt Ende 30 und kann keine Kinder mehr kriegen. Sie könnte ihnen jetzt zwar alles bieten: Vater, Haus und Geld. Aber leider kann sie aufgrund einer Erkrankung keine Kinder mehr kriegen. Daher hat sie mir damals einen Rat gegeben, als ich erfuhr, dass ich Vater werde: "Krieg das Kind jetzt. Du bist noch jung. Wenn dein Kind dann aus dem Haus geht, bist du aller Voraussicht nach immer noch jung und gesund, um etwas Neues auf die Beine zu stellen."

Als ich diesen ganzen Thread gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass Du Dich doch noch für das Kind entscheiden willst. Ich war natürlich ein klein wenig enttäuscht, als Du Dich doch anders entschieden hast. Sicher, Du hast Deine Gründe. Aber deine Situation ist nicht aussichtslos. Du und Dein Kind, ihr könnt es schaffen. Mit Studium. Auch ohne Mann.


19.01.2006, 01:59

Registriert: 18.01.2006, 03:00
Beiträge: 3
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Beitrag ein beitrag aus unserem blog
hi kati!
ich habe mir soeoben die eintraege in unserem familienblog angeschaut und habe folgenden gefunden, vielleich gibt dir das noch ein wenig zu denken:

Die Schwangerschaft kam voellig ungeplant und unerwartet. Zu einem Zeitpunkt, der so nicht schlechter sein konnte. Ich, geplagt von Neurosen und Geldproblemen zog gerade aus meiner alten WG aus - ein Moment, den ich heimlich seit dem Einzug herbeisehnte.
Mein Freund beschloss Abstand von Hannover zu gewinnen und entschied sich fuer ein Praktikum in Muenster.
Das Studium habe ich bereits damals fuer mich abgeschlossen und ich befand mich eine zeitlang in einem Zustand voelliger Verwirrung, Verlorenheit, Verzweiflung und Ausweglosigkeit. All das mit einem kleinen Schuss Perspektivlosigkeit, einer kleinen Depression und fehlendem Halt. Hinzu kam eine kleine Priese Beziehungsprobleme und all das lief letztendlich auf eine unerwartete Diagnose: "Ja! Sie sind schwanger!"
Welch ein perfekter Moment! Wenn ich auf diesen 23 Maerz zurueckblicke (Tag des positiven Testergebnisses), so kann ich mich nicht erinnern, dass in dem Augenblick die Welt fuer mich zusammenbrach, dass ich nicht wusste, was ich nun tun soll. Ganz im Gegenteil. Ich wusste sofort, dass egal was kommt und egal ob sich der Papa dafuer oder dagegen entscheidet bei mir zu bleiben, ich dieses Kind behalten werde. Nicht dass ich nun falsch verstanden werde, ich habe es nicht als Loesung meiner persoenlichen Probleme betrachtet, aber es war ein neues Ziel und Aufgabe, die ich bewaeltigen wollte.
Eine viel groessere Herausforderung in dem Moment war einen Anruf an Vincze zu taetigen und ihm von den Neuigkeiten zu berichten.
Ich weiss immer noch nicht, was er damals wollte. Ich glaube, er wollte es nicht. Er wollte noch eine Weile "jung" sein, mit allem was dazu gehoert. Bis dahin haben wir vielleicht ein oder zwei dieser "Was waere wenn..." Gespraeche ueber eine Schwangerschaft gefuehrt. Nie mit einem eindeutigen Ergebnis.
Es war ein schwieriges Telefonat. Ich schwafelte (und anderes kann man es wirklich nicht bezeichnen) etwas von: "Tja, ja...du wirst Vater", er antwortete im etwa dem selben Ton "Ja...oh man...ja". Das war einer dieser Telefongespraeche, bei denen man gerne im Kopf des anderen stecken wuerde, um zu wissen was dein Gegenueber fuehlt.
Tag spaeter kam er nach Hannover. Ueberpruefte bereits am Bahnhof, ob mein Bauch nicht gewachsen sei, ob sich nicht zufaellig etwas drin regt. Es regte sich rein gar nichts und mein Bauch ist auch nicht viel groesser geworden. Aron war damals etwa 6 Wochen alt, 16mm lang, vielleicht 1gr schwer und verursachte nichts anderes als Uebelkeit.
Seit damals wusste ich, dass es mit Vincze gut gehen wird und dass er die Rolle als kuenftiger Papa mit Bravour und viel Liebe meistert. Ich bin noch kein einziges Mal und keine Sekunde lang enttaeuscht worden und dafuer liebe ich und danke ich ihm.
Seit damals vergingen bis heute fast genau sieben Monate und es passierte etwa so viel, wie bei anderen (normalen Paaren) im Laufe von sieben Jahren. Wir fuehrten eine Weile eine Fernbeziehung, verlobten uns, heirateten, machten gemeinsam Urlaub, fanden eine Wohnung, erwarten ein Kind.
Trotz der Schmerzen, eines schweren Bauches, Specks auf den Hueften, schlafloser Naechte, Stimmungsschwankungen und Aengste, habe ich bis heute keine der getroffenen Entscheidungen bereut. Denn... noch nie bin ich so geliebt worden und noch nie hatte ich die Moeglichkeit so viel Liebe zu geben, nie habe ich gedacht, dass Mutterschaft und eine glueckliche Beziehung so erfuellend sein koennen. Ich moechte es nie wieder missen!!!

Ich moechte an dieser Stelle auch meinen Mann outen. Auch er hat sich bei Dir im Forum eingetragen, als er gesehen hatte wie ich mit traenen in den Augen vor dem Rechner sitze. Auch er war nach dem lesen sehr bewegt!
Er hat sich direkt nach Eva eingetragen. Als Gast!

Liebe Kati, es ist 01.20 Morgens. Ich werde jetzt schlafen gehen... und an euch beide denken. Wuerde mich uebder eine Antwort freuen.
Gute Nacht
(Freundin) Pati


19.01.2006, 03:14
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