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 ja oder nein 

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ja, das hoffe ich auch, dass ich eine entscheidung finden werde, zu der ich stehen kann...

werde mich sicherlich wieder melden, wenn es so weit ist!
vielen lieben dank an dich, dass du dir die zeit genommen hast, meine beiträge durchzulesen und auch darauf zu antworten! :!:


20.03.2006, 10:10

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Hallo sunshine,

nun ist ja schon wieder eine Woche vergangen und ich wollte mal fragen wie es dir jetzt so geht und wie du jetzt darüber denkst? Hast du noch einmal mit jemanden darüber gesprochen, oder machst du das zur Zeit nur mit dir selbst aus? Vielleicht wäre es ganz hilfreich für dich, wenn du noch einmal zu einer Beratung gehen würdest, die könnten dir dann noch einmal beide Seiten aufzeigen. Natürlich können wir das hier auch, aber das ist dann noch einmal etwas persönlicher und manchmal hilft es auch einfach darüber zu sprechen.
Magst du vielleicht noch einmal sagen was genau deine Punkte sind warum es dir so schwer fällt dich zu entscheiden?
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, dass du eine Entscheidung treffen kannst, mit der du zufrieden sein kannst.

Liebe Grüße Gesa


28.03.2006, 12:59
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Beitrag entscheidungsfindung
liebe gesa,

vielen dank für deine aufmerksamkeit! :D ...wie du sehen kannst, habe ich mich inzwischen auch registriert.

nein, viel darüber geredet habe ich nicht mehr. zu meinem freund hatte ich in der ganzen zeit hauptsächlich kontakt via e-mail (bin ja noch im ausland), da kann man sich natürlich auch nicht so gut austauschen.
weiter gekommen bin ich also noch immer nicht...

betatungsstelle - daran habe ich auch schon gedacht. würde diesmal aber eine andere aufsuchen (war bei einer der diakonie).

zu den "schwierigkeiten":
- ich befinde mich im 2. ausbildungsjahr - dafür liesse sich sicherlich eine lösung finden
- traue ich meinem freund zu, vater zu werden?
- bin ich mit 22 reif genug?
- will ich das leben so vieler leute verändern? mal abgesehen von meinem eigenen, wird es für meinen freund natürlich völlig anders, als bisher, aber auch für unsere eltern. sie müssten uns auf jeden fall finanziell und auch tatkräftig unterstützen. kann ich meiner mutter zumuten, mich noch länger zu sponsoren? einen grossteil bestreite ich zwar selbst, aber das reicht noch nicht aus (ausbildung...)
- allgemeine zukunftsängst: ich habe träume von einer familie; wo ein kind ist, soll sowohl die mama, als auch der papa da sein (bin selbst ohne vater gross geworden). das kind soll geschwister haben (ich habe keine, wünsche mir für mein kind aber unbedingt welche)
- dann habe ich natürlich angst vor der veränderung und besonders vor der verantwortung. eigentlich, so allgemein gesehen, bin ich schon sehr selbständig und ich würde mich auch als verantwortungsvoll und pflichtbewusst beschreiben. aber reicht das denn aus???
- käme ich zurecht, falls mich mein freund verlassen würde? will ich auch eine alleinerziehende mama werden?

...eine garantie kann mir niemand für irgendetwas geben, ich weiss.
die ängste kann mir auch keiner nehmen.
die entscheidung kann mir ebenfalls niemand abnehmen.
das ist das schlimmste. ich allein kann / muss entscheiden. und mit dieser entscheidung müssen wir weiterleben.

mir rennt die zeit davon. am sa werde ich wieder nach hause kommen. dann habe ich nur noch diese eine woche zeit. wie soll ich mich in einer woche entscheiden, wenn es mir den vergangenen 5 nicht gelungen ist?!?

mein gefühl, auf das ich mich bisher eigentlich immer verlassen konnte, hat mich nun verlassen...


28.03.2006, 14:38
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Hi,
Sie das jetzt bitte nicht als beeinflussung oder so an, Du hast sicher meine Geschichte gelesen, ich bin mittlerweile 21, meine Tochter ist am Freitag drei geworden. Ich wurde mit 17 schwanger, bekam meine kleine mit 18. 18 Tage bevor ich entbunden habe, habe ich noch meine praktische Führerscheinprüfung gemacht. Mit dem Erzeuger war ich zwar zusammen, aber doch immer alleine mit ihr, weil es sich n scheiß um uns gekümmert. War arbeiten, und dann überall, nur nicht bei uns. Das heißt also praktisch, ich war von anfang an alleine mit meinem kleinen Baby, und ich war grad 18 Jahre. Ich trennte mich von dem, als Lea 5 Monate alt war. Tja, meiner Tochter fehlt es an nichts, und sie ist sehr gut erzogen, sagen sogar ältere Generationen. Der Erzeuger kennt das Kind überhaupt nicht, meldet sich zu keine Tag. Ich habe es hinbekomen, obwohl ich so jung war, als ich sie bekam. Natürlich ist es nicht immer leicht, aber es ist schön. Und ich habe keinerlei Unterstützung von irgend jemandem, habe sie nie abgegeben. Tja, und im August kommt sie in den Kindrgarten, und ich will meine Ausbildung machen. Wenn ich nichts bekomme, werde ich so arbeiten gehen. Ich habe den AB gehabt, weil mich meine Eltern drängten, und ich grade ne ganz schlimme Zeit hinter mir hatte, und ich war nicht stark genug, zu meinem Kind zu stehen, wie damals, als ich 17 war. Mit 17 war ich weit aus stärker als letztes Jahr und als heute erst recht. Heute weiß ich, es ist besser so gewesen, aber weh tut es doch noch ab und an.
Ich weiß nicht, ob ich Dir helfen konnte, aber Du kennst jetzt die Sicht einer sehr jungen Mutter.
Mit freundlichen Grüßen
Sammy


28.03.2006, 15:11
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Hallo Sunshine,

zu deinen Fragen oder Ängsten möchte ich gerne etwas sagen.
- reif genug?, Verantwortung- Ich denke, dass man das nicht vom Alter abhängig machen kann. Manche sind mit 20 schon reif, andere mit 40 immer noch nicht, bei Frauen und bei Männern genau das gleiche. Es ist auch sehr schwer vorher zu beurteilen, ob man für ein Kind reif genug ist, denn meist kommt die Verantwortung auch dann, wenn sie kommen muss. Man wächst in die Rolle von Mama und Papa rein, man muss es jedoch wollen und auch zulassen. Vorher üben kann man nicht, man springt sozusagen ins kalte Wasser, aber das wäre auch in ein paar Jahren noch der Fall.
- Leben verändern?- Ja, das ist eine ganz wichtige Frage und die musst du dir auch stellen. Bist du dafür bereit, möchtest du das jetzt? Du hast Angst deinen Eltern zur Last zu fallen, das kann ich verstehen. Aber hast du schon mit ihnen geredet? Was sagen sie dazu? Würden sie euch unterstützen? Wären sie dazu bereit? Was sagt dein Freund dazu? Du alleine musst zwar die Entscheidung treffen, aber es wäre schön, wenn ihr einer Meinung wärd, wenn ihr euch gegenseitig unterstützen würdet.
- Ausbildung?- Es wäre möglich eine Pause zu machen und danach wieder einzusteigen, aber es wird dadurch natürlich nicht leichter.
- alleinerziehend?- Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es nicht immer einfach ist und ich mir auch etwas anderes wünschen würde und es für meine Tochter auch nicht immer so schön ist, aber ich muss auch sagen, dass es geht. Wenn ich mir etwas aussuchen könnte, dann würde ich mir aber auch immer meinen Freund zurück wünschen.

Rede doch noch einmal mit deinen Eltern, vielleicht fällt es dir dann leichter eine Entscheidung zu treffen.
Hast du denn gar kein Gefühl? Zu welcher Entscheidung tendierst du? Steht es 50:50 oder schwankt das immer extrem hin und her?
Ja, du musst eine Entscheidung treffen und wenn du dich für nichts entschließen kannst, dann hast du indirekt auch eine Entscheidung getroffen nämlich für das Kind.

Gehe doch noch einmal in dich und horche genau, was du willst. Bist du bereit für ein Kind oder noch nicht? Nimmst du eine Veränderung deines Lebens in Kauf oder willst du das alles nicht, sträubt sich was dagegen? Hast du dich schon einmal über die Schwangerschaft gefreut oder hast du nur Ängste, wenn du daran denkst, dass du in 8 Monaten Mutter wirst?

Alles Liebe wünscht die Gesa


28.03.2006, 19:32
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hallo ihr lieben!

@ Smmyline
ich habe schon viele deiner beiträge gelesen und denke, dass du wirklich stolz auf dich -und deine kleine natürlich- sein kannst!
es macht schon mut, solche erfahrungen zu lesen, aber leider bin ich mir nicht sicher...
dass du mit deinem AB nicht ganz gut zurecht kommst, tut mir wirklich leid für dich. aber wenn es besser so war, hast du ja auf jeden falll den besseren weg gewählt.
das ist auch eine weitere frage, die sich mir stellt: womit komme ich besser zurecht? mit einem AB? oder vielleicht mit der tatsache, dass ich mir irgendwann eingestehen muss, nicht in der lage gewesen zu sein, mein kind gross zu ziehen und es auch ordentlich zu erziehen? in dem fall (worst case) ist auch auf jeden fall der AB die vernünftigere alternative.

aber das es ohne papa auch geht, weiss ich ja selbst ziemlich gut :wink:

@ Gesa
vielen dank erstmal, dass du dir die zeit genommen hast, so ausführlich auf meine fragen einzugehen! :thanks:
- du hast sicherlich recht, wenn du sagst, dass das verantwortungsgefühl nicht in erster linie vom alter abhängt. so habe ich das noch nicht gesehen.
- veränderung: der zeitpunkt ist zumindest nicht der ungünstigste, möchte ich behaupten. das kind käme ende oktober, d. h. meine abschlussprüfung, die ende november ist, könnte ich schreiben. ende februar wäre ich mit der ausbildung fertig. (mit meinem chef habe ich allerdings noch nicht gesprochen, das habe ich aber noch vor!) und was darauf folgt, ist nicht geplant. noch gar nichts ist geplant, ich wollte mich im frühjahr um meine zukunft kümmern, also ob arbeit oder studium usw...
die eltern wissen bescheid. sie haben uns auch, unabhängig von einander, ihre unterstützung zugesagt. und meine mama wird schon wissen, was das bedeutet :wink: es wäre natürlich auch schön, dass die grosseltern noch relativ jung sind und somit auch noch an- und zupacken könnten.
mein freund ist ebenso hin- und her gerissen, wie ich. mal denken wir, dass wir das schon hinbekommen, ein andermal denken wir, dass es bestimmt einen besseren zeitpunkt geben könnten und wir der verantwortung einfach nicht gewachsen sind, ein kind gross zu ziehen. und die finanzielle abhängikeit von den eltern spielt natürlich auch eine rolle, bei uns beiden.

in den vergangen 4 wochen war ich nun alleine, also weg von zu hause, ohne freund und ohne eltern. ich hatte gehofft, dass sich ein gefühl bei mir einstellen würde, so wie meine mama es vermutet hat. doch das ist leider bisher nicht geschehen.
manchmal freue ich micht richtig, wenn ich mir vorstelle, wie wir zusammen so einen kleinen knirps haben und manchmal kann ich es mir eben nicht vorstellen und sehe schwarz... auch was die ganze "vorbereitung" betrifft, also zusammenziehen, arzt- und kursbesuche usw...


29.03.2006, 08:50
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hallo sunshine,

wenn du möchtest, dann kann ich dir etwas Mut machen für das Kind, aber auch nur, wenn du das wirklich möchtest, denn ich möchte dich hier nicht überreden. Wenn du das nicht möchtest, dann ist auch in Ordnung, dann möchte ich dich damit nicht "belasten".

Alles Liebe
Gesa


29.03.2006, 18:38
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Hallo! Ich wollte mal nachfragen ob sich Sephora inzwischen entschieden hat? Wie geht es Dir?
LG Julchen


29.03.2006, 23:38
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liebe Gesa,

gerne "höre" ich mir etwas positives an! und überreden lasse ich mich schon zu nichts ;)
hatte auch, bevor ich gefahren bin, ein gespräch mit einer bekannten. sie ist jetzt 24 und hat eine 3-jährige tochter, dazu einen ganz lieben freund (der auch der papa ist). es war schön zu hören, vor allem zu sehen, wie sie denkt, wie sie sich fühlt usw. (ich sollte dazu sagen, dass die schwangerschaft nicht gewollt war. und genau wie ich hat sie auch sehr viel geraucht und getrunken -party- bevor sie es erfahren hat...)
und du brauchst dir bestimmt keine sorgen machen, mich zu "belasten"! ...habe hier schliesslich auch schon so einiges gelesen.

@ julchen
hast du dich eigentlich schon entgültig entschieden? wieviel zeit ist denn inzwischen vergangen, seit du es erfahren hast?


30.03.2006, 08:23
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Hallo Sunshine,

ich möchte dir gerne etwas von mir erzählen, vielleicht baut dich das ein wenig auf.
Ich war damals 18, als ich schwanger wurde. Ich war im 12. Jahrgang und wollte in 1,5 Jahren mein Abi machen. Ich hatte einen festen Freund, jedoch lief es nicht so wirklich gut bei uns. Als ich erfahren habe das ich schwanger bin, da habe ich mich auf der einen Seite gefreut, denn ich habe es als ein Zeichen gesehen, dass es doch noch etwas werden könnte mit mir und meinem Freund, denn ich habe sehr viel nachgedacht und habe Gott um ein Zeichen gebeten, ob ich es noch einmal mit ihm versuchen soll oder nicht und dann, als ich den positiven Test in den Händen hielt, da habe ich das als Zeichen für uns gesehen. Auf der anderen Seite war ich natürlich auch total durch den Wind, denn ich war ja erst 18 und hatte noch keine Ausbildung und noch nicht einmal mein Abitur. Es ist also so ähnlich wie bei dir, denn du bist ja auch noch nicht mit der Ausbildung fertig. Ich habe es dann meiner Mitter erzählt und sie hat mich nur in den Arm genommen und gesagt "Wir schaffen das schon." Sie haben mir also ihre Unterstützung angeboten und ich denke, dass wir sie dann auch annehmen können. Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du jetzt die Hilfe von deinen Eltern an nimmst. Sie helfen dir jetzt und du hilfst ihnen vielleicht später. Du schreibst, dass deine Eltern noch jung sind, ja, das sind meine auch. Und es ist sehr schön zu sehen, wie die jetzt mit meiner Tochter spielen können, wie fit sie jetzt noch sind, was sie noch alles mit ihr machen können. Andere bekommen mit 42 selbst noch ein Kind und meine Mutter ist mit 42 Oma geworden, ja, so ist das Leben.
Ich habe mich also damals für das Kind entschieden, aber ehrlich gesagt stand ich damals auch gar nicht vor der Entscheidung, Kind ja oder nein, es war klar, dass ich das Kind behalte.
Ich habe dann in der Schule ein Jahr ausgesetzt und mache jetzt, ein Jahr später als sonst, mein Abi. Morgen schreibe ich meine letzte Abiprüfung und es geht. Und es geht bei mir auch nicht nur irgendwie, sondern ich bin glücklich. Ich bin glücklich, dass ich damals nicht überlegt habe, glücklich, dass ich meine Tochter habe. Es gibt Momente, in denen denke ich, dass es ohne Kind leichter wäre, aber ich möchte meine Tochter auf jeden Fall nicht wieder hergeben. Ich gehe gerne den schweren Weg für meine Tochter, denn das was sie mir alles geben kann, das ist unbezahlbar. Es ist einfach nur schön, wenn man morgens durch ein "Mama" geweckt wird und wenn man ganz herzlich umarmt wird, wenn man von der Schule kommt. Wenn man das Gefühl hat, dass man gebraucht wird, dass man Verantwortung für jemanden hat, das da jemand ist, der einen braucht, für den man da sein muss. Es ist viel, viel, viel Verantwortung, aber ich trage die Verantwortung gerne und versuche wirklich das best möglichst zu machen. Ich versuche meiner Tochter gerecht zu werden und aus dem Grunde habe ich auch den Abbruch gemacht vor 3 Monaten. Ich war wieder schwanger. Hätte aber diesmal keine Unterstützung mehr bekommen. Es wäre verdammt schwierig geworden und ich hatte Angst, dass meine Tochter ihren Papa verliert und noch vieles mehr. Ich denke jetzt, dass es auch mit noch einem 2. Kind gegangen wäre, aber ich habe damals anders gedacht.
Ich bin alleinerziehend und wohne mit meiner Tochter alleine in einem Haus. Ich bin mitlerweile 20 Jahre alt und meine Tochter ist 1,5 Jahre und es ist sehr schön. Das einzige was mir zur Zeit zu schaffen macht ist der Abbruch vor 3 Monaten, aber mit meiner Tochter ist es einfach nur schön. Es geht also auch, wenn man jung ein Kind bekommt und wenn dein Freund und deine Eltern hinter dir stehen, dann geht es sogar auch sehr gut. Mein Freund hat sich getrennt als unsere Tochter ein 3/4 Jahr alt war, stand also am Anfang auch noch hinter mir und das macht es natürlich noch um einiges einfacher, aber es geht auch ohne Mann. Manchmal kann es mit Mann sogar noch schwieriger sein, wenn er so anstrengend ist und man dann sozusagen noch ein "2. Kind" hat.

Wenn du es schaffen willst, dann schaffst du es auch, denn du hast die Unterstützung dafür.
Ich habe mich damals sehr verändert während der Schwangerschaft und in der Zeit danach. Man wächst in die Rolle der Mama rein. Man lernt so viel dazu.
Auch bezüglich der Vorbereitungen möchte ich dir gerne etwas Mut machen. Die Arztbesuche sind freiweillig, da musst du also nicht hin, wenn du nicht willst, aber es ist natürlich sehr ratsam. Aber ich habe sie als sehr schön empfunden. Ich habe mich immer darauf gefreut, vor allem auf die Ultraschalluntersuchungen. Es war immer so schön sein Kind zu sehen, sehen wie es wächst. Man kann immer mehr erkennen und das fand ich sehr schön. Und die Geburtsvorbereitung habe ich auch als sehr schön empfunden, aber auch die sind freiweillig. Nicht alle Frauen gehen zu einem Kurs hin. Aber man lernt ungemein viel in solchen Kursen, es ist sehr informativ. Ja, und der ganze Stress mit dem zusammenziehen, das habe ich als positiven Stress empfunden. Ich fand es total schön, dieses Gefühl der eigenen Wohnung. Habe mich dadurch auch noch wieder ein Stück erwachsener gefühlt.

Ja, nun habe ich sehr viel von mir erzählt und ich habe dir ja noch längst nicht alles erzählt. Aber dieses ist natürlich sehr positiv geschrieben und ich möchte dich wirklich nicht beeinflussen damit, denn mit Kind ist natürlich nicht alles nur positiv. Es ist auch manchmal nervenzerrend, anstrengend und man muss auch etwas belastbar sein mit Kind. Man kann nicht mehr alles so planen, man kann nicht mehr immer nur Party machen, man führt dann schon ein etwas anderes Leben, als die meisten anderen in seinem Alter und da muss man sich fragen, ob man dazu bereit ist.

Egal wie du dich entscheidest, du wirst hier nicht verurteilt. Es ist deine ganz persönliche Entscheidung und du musst dich hier auch nicht rechtfertigen. Nur du alleine kannst entscheiden, denn du musst nachher auch die Verantwortung für dein Kind übernehmen, das kann dir keiner abnehmen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, dass du eine Entscheidung treffen kannst und das du mit ihr dann auch zufrieden bist, egal wie sie ausfällt.

Liebe Grüße
Gesa


30.03.2006, 11:53
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liebste Gesa,

herzlichen dank für deinen ausführlichen beitrag!
bsonders schön fand ich:

Zitat:
Egal wie du dich entscheidest, du wirst hier nicht verurteilt. Es ist deine ganz persönliche Entscheidung und du musst dich hier auch nicht rechtfertigen. Nur du alleine kannst entscheiden, denn du musst nachher auch die Verantwortung für dein Kind übernehmen, das kann dir keiner abnehmen.


ich denke, egal wie ich mich entscheide, dass mich keine meiner freundinnen oder meiner freunde, auch die familien nicht, so gut verstehen könnt, wie du, wie alle, hier.

ich habe vorhin mit meiner mama telefoniert und sie gefragt, ob sie oma werden will. die reaktion darauf war nicht sehr berauschend: "ach, frag mich das doch bitte nicht jetzt."
als ich gestern meinen freund hingegen gefragt habe, auch am tel., ob er sich vorstellen kann, papa zu werden und mit mir eine kleine familie zu haben und zu sein, hat er sich einfach nur gefreut!!!
vielleicht liegt es auch einfach nur daran, weil meine mama weiss, was es bedeutet ein kind zu bekommen und gross zu ziehen...

und mein 1. gedanke war, als der arzt mir den kleinen kreis auf dem bildschirm gezeigt hat, das muss weg! so schnell wie es geht!!! aber es ging nicht schnell. habe gleich am darauffogenden tag, am mittwoch, einen termin zum beratungsgespräch bekommen. nach meiner zwischenprüfung (!) habe ich mich mit meinem freund dort getroffen und wir waren auch zusammen dort. der frau konnte ich auch meinen standpunk klar machen und sie hat nicht versucht, mich zu überreden, sehr angenehm. aber da nun 3 werktage zwischen dem gespräch und dem eingriff vergehen müssen, bin ich "unverrichteter dinge" am sonntag abgereist...
und jetzt stehe ich da. voller zweifel, freude, angst, befürchtungen und wunderschönen vorstellungen.

dass du in der damaligen situation abgetrieben hast, halte ich -soweit es mir möglich ist, dies zu beurteilen- auf keinen fall für die falsche entscheidung! wie würdest du denn dann heute da stehen?! keine hilfe, keine unterstützung, gleich 2 kinder, denen du eine gute mutter sein müsstest. und so, wie du selber sagst, geht es euch allen gut, du bist glücklich, deine tochter ist offenbar sehr glücklich, also hast du auch allen grund zur freunde!
(ich hoffe, ich bin dir damit jetzt nicht zu nahe getreten, aber so sehe ich das, nachdem ich deine schilderung gelesen habe. nimm's mir bitte nicht übel!)


30.03.2006, 13:28
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fast vergessen: :idea:

@ JULCHEN
entschuldige meine unaufmerksamkeit! habe gerade mal nachgesehen, bei dir es es gerade mal 2 wochen her, dass du es erfahren hast. ==> die frage hat sich also geklärt ;)
dennoch würde mich interresieren, ob du dich schon entgültig entschieden hast.

@ SEPHORA
...mir ist eigentlich jetzt erst aufgefallen, dass ich dein thread weitergeführt habe :oops:
auch mich interessiert es natürlich, wie du dich entschieden hast!


30.03.2006, 13:41
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Hallo Sunshine,

nein, du bist mir nicht zu nahe getreten.
Ja, uns geht es eigentlich gut. Meiner Tochter geht es blendend und auch zwischen mir und meinem Ex läuft es ganz gut. Ich weiß nicht wie es jetzt aussehen würde, wenn ich mich damals für mein Kind entschieden hätte. Auf jeden Fall anders, aber wie ganau, das weiß ich nicht. Jetzt besucht uns mein Ex immer noch regelmäßig, passt regelmäßig auf seine Tochter auf und auch meine Schwiegermutter passt weiterhin 2x pro Woche auf meine Tochter auf, wenn ich in der Schule bin. Denke aber auch, dass es mit Kind gegangen wäre, dann aber anders. Vielleicht hätten die sich doch anders verhalten, als sie mir "angedroht" haben, ich weiß es nicht und ich versuche mir auch nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, denn das macht mich dann nur traurig, wenn ich mir irgendwas ausmale.
Aber der Verlust meines Kindes fällt mir schon sehr schwer, ich wünsche mir oft, dass ich noch schwanger bin, wäre jetzt in der 25. SSW und es macht mich traurig, dass ich das alles jetzt nicht erleben kann.
Meine Tochter baut mich dann aber wieder auf. Sie hilft mir sehr damit zurecht zu kommen.

Zu dem Telefonat mit deiner Mutter. Ich denke, da deine Mutter ja auch noch jung ist, ist es natürlich jetzt nicht so einfach für sie, denn irgendwie stellt man sich ja unter "Oma" eine alte Frau vor. Als meine Schwiegermutter von der Schwangerschaft damals erfahren hat war sie auch nicht so begeistert, sie hat sich auch schwer getan Oma zu werden. Einmal hat sie ein Freund von meinem Ex "Oma" genannt und das fand sie gar nicht lustig. Jetzt, wo meine Tochter da ist, da freut sie sich, da ist sie stolz "Oma" zu sein und sie ist auch stolz, dass sie so eine junge Oma ist. Deine Mutter muss sich auch erst daran gewöhnen, sich damit anfreunden, ihr fällt es sicher genau so schwer wie dir auch.

Liebe Grüße Gesa


30.03.2006, 17:43
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liebe Gesa,

*puh* schön, dass ich dir damit nicht zu nahe getreten bin!
natürlich kann dir keiner sagen, wie es jetzt wirklich mit einem 2. kind aussehen würde. aber darum geht es auch gar nicht. so, wie es jetzt für euch ist, scheint doch alles perfekt zu sein! dass es dir schwer fällt, mit dem verlust klar zu kommen, ist verständlich, aber vergiss darüber nicht deine tochter, die wirklich da ist.
bei der ein oder anderen geschichte scheint es mir so, dass manche frauen mehr damit beschäftigt sind, zu trauern, als sich um ihre familie, die wirklich da ist und sie braucht, zu kümmern. ich möchte niemanden verurteilen, bstimmt nicht! aber die menschen, die uns hier umgeben, dürfen doch nicht darunter leiden, besonders nicht die eigenen kinder! ...finde ich zumindest. trauern generell ist nicht nur erlaubt, sondern bestimmt für den verarbeitungsprozess dringend noterndig. aber eben nicht auf kosten anderer.
dir unterstelle ich das übrigens nicht! wie gesagt, bei der ein oder anderen geschichte kommt es so rüber...

ja, meine mama. sooo jung ist sie auch nicht mehr ;) aber eine junge oma wäre sie trotzdem. wahrscheinlich hat sie wirklich ein problem mit der neuen bezeichnung "oma"...

morgen geht's wieder nach hause!!! ich freue mich schon so sehr!!!

viele liebe grüsse


31.03.2006, 12:10
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Hallo Sunshine, in welche Richtung tendierst Du denn? Eher AB oder nicht?
LG Julchen


31.03.2006, 18:13
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