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 Wie soll ich Beruf und Kind unter einen Hut bekommen? 

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Registriert: 23.06.2006, 03:00
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Beitrag Wie soll ich Beruf und Kind unter einen Hut bekommen?
Hallo, ich möchte Euch gern um einen Rat fragen.
Ich bin 36, verheiratet, habe einen fast 5 jährigen Sohn und bin in der 6 ½ten Woche schwanger. Mein Mann möchte kein 2. Kind; für ihn ist unsere Familienplanung seit Jahren abgeschlossen und wir haben über ein 2. Kind nie gesprochen. Seine Argumentation: wir haben vor 2 Jahren das Haus gekauft und um es zu erhalten, sprich die monatlichen Fixkosten zu decken, müssen wir beide Vollzeit arbeiten. Hinzu kämen die zusätzlichen Kosten des 2. Kindes (u.a. eigene Krankenversicherung, da privatversichert; ich zahle jetzt ca. 12% meines Einkommens in die PKV für mich und meinen Sohn; bei einem 2. Kind wäre ich bei 16%). Wir sind beide Selbständig (Übersetzer), wobei ich von uns beiden das beständigere Einkommen habe. Ich kann die Ängste meines Mannes verstehen; es bringt uns nichts, wenn wir wegen einem 2. Kind in 2 Jahren das Haus aufgeben müssten, und die Kosten lassen sich auch nicht senken.
Die andere Seite der Medaille ist folgende. Unser Sohn war ein Wunschkind, doch nach der Geburt zeigte sich schnell, dass mein Mann - er bezahlte ja im 1. Jahr die Miete und unsere Lebenskosten - damit der Ansicht war, dass dann die Hausarbeit auch bei mir läge. Gleichzeitig musste ich kurz nach der Geburt auch wieder anfangen zu arbeiten, um meine monatlichen Fixkosten (KV, Betriebshaftpflicht, private Altersvorsorge etc.) weiter bezahlen zu können, die mein Mann nicht übernahm. Ich hatte also das Baby, jeden Tag ca. 4 Std. Arbeit und den Haushalt und war nach etwa 9 Monaten total am Ende mit mir und der Welt und wir standen kurz vor der Trennung. Unser Sohn kam mit 1 Jahr in die Krippe, aber das 1. Jahr verlief so im Rhythmus 1 Woche gesund, 1-2 Wochen krank. Und Krankheit, ob eigene oder die meines Sohnes, bedeutet für mich Verdienstausfall bzw. puren Stress, da es finanziell in der Privaten nicht abgedeckt ist und zweitens kann ich keinem Kunden: sorry, Kind krank, sagen. Ich bin an Termine gebunden und das bedeutete für mich oft Nachtschichten, denn mein Mann war nur ganz selten mal bereit, die Krankheitsbetreuung zu übernehmen. Also die ersten 2-2 ½ Jahre waren eigentlich harte Arbeit, um alles zu schaffen, aber ich liebe meinen Sohn über alles. Jetzt ist er fast 5, recht selbständig, und ich bekomme derzeit meine Arbeit, den Haushalt und die Zeit, die ich mir für ihn nehme, zumeist ganz gut unter einen Hut, wenngleich ich merke, dass mein Immunsystem in den letzten Jahren enorm abgenommen hat (ständige Erkältungen, 'ne schwere Gürtelrose im letzten Jahr).
Meine Mutter und meine Schwester raten mir beide gegen eine 2. Schwangerschaft. Sie sagen, mein Mann wird sich nicht ändern, zumal er dieses Kind nicht einmal will (mir die Entscheidung aber freistellt, was es nicht einfacher macht). Meine Mutter meinte alternativ, ich könnte mich auch für das Kind entscheiden und meinen Mann verlassen, aber hilft mir das? Meine wie seine Verwandtschaft leben alle in anderen Städten und nicht gerade um die Ecke. Es ist für mich auch insofern ein unsinniger Vorschlag als ich kein Kind bekommen möchte, wenn ich jetzt schon weiß, dass es ohne Vater aufwachsen wird. Einerseits sträubt sich bei mir alles gegen einen Abbruch; andererseits bin ich nicht so naiv zu glauben, es wird schon alles gut. Ich weiß, dass ich bei jedem zukünftigen Streit um mehr Engagement seinerseits zu hören bekommen werden: nun, Du wolltest es doch, also musst Du Dich auch drum kümmern. Das geht aber nicht. Ich muss von ihm verlangen, dass er sich insbesondere in der Anfangszeit nach der Geburt verstärkt um unseren Sohn kümmert; ich muss mehr Engagement im Haushalt einfordern, und ich glaube er weiß das auch und die Vorstellung gefällt ihm gar nicht. Momentan ist ja alles so schön bequem. Was würdet Ihr mir raten?


23.06.2006, 13:57
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Hallo Adson

ist echt ne schwer situation in der du da bist, aber weil du sagtst :

Ich weiß, dass ich bei jedem zukünftigen Streit um mehr Engagement seinerseits zu hören bekommen werden: nun, Du wolltest es doch, also musst Du Dich auch drum kümmern.

Aber es kann auch andersrum kommen, lässt du es wegmachen weil du davor angst hast, kanns auch passieren das du dann sagst:

Du wolltest es doch nicht, hättest du mich mehr unterstützt hätte ich es bekommen... Du bist schuld!!

Bei mir hat sich nach dem AB ein richtiger hass entwickelt gegenüber diesem menschen, wobei wir halt auch noch kein kind zusammen haben kein haus und nix vielleicht ist es dann da anders.

Überleg es dir gut ich würde dir so gerne helfen, aber leider kann ich es nicht! weiß nicht was ich an deiner stelle machen würde den es spricht ja eigenlich wirklich viel dagegen dieses kind zu bekommen.

versuch mit ihm zureden er soll dich damit nicht allein lasse, es ist ja euer beider kind und da sollte er dich net allein lassen und sagen mach was du willst!!!!

Drücke dir die daumen das alles gut wird und du egal mit was für ner entscheidung zurecht kommst!


23.06.2006, 14:16
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liebe adson!

erstmal möchte ich dich ganz herzlich willkommen heißen und dir sagen, daß du nicht allein bist!
du bist in einer schwierigen situation und es ist natürlich recht schwierig dir etwas zu raten.
mein erster gedanke, nachdem ich deinen beitrag gelesen habe war (und ich hoffe, es ist dir recht, daß ich sehr ehrlich bin) "warum hilft ihr mann ihr denn so wenig"??? wieso hat er dir denn nicht unter die arme gegriffen, als euer wunschkind kam???
das dein mann dir jetzt die entscheidung allein überlässt, finde ich alles andere als fair! es ist euer kind, ihr habt es zusammen "gemacht", also steht ihr doch auch beide in der verantwortung, darüber zu entscheiden, was jetzt geschieht.

ich würde mich an deiner stelle mit ihm hinsetzen und erstmal grundsätzlich klären (unabhängig von der tatsache, daß du schwanger bist), daß er dich mehr unterstützen muss! es kann doch nicht sein, daß du dich kaputt machst, um euer aller leben so angenehm wie möglich zu gestalten und er nur seinen "pflichtteil" zusteuert, wenn überhaupt.
eine familie bedeutet doch "zusammenhalt", "liebe", "geborgenheit" und vorallem "gemeinsame problemlösung". also unabhängig davon, ob ihr euch für oder gegen das kind entscheidet, musst du ihn mehr fordern!

dann muss natürlich auch die situation mit der schwangerschaft ganz ausführlich besprochen werden. es kann nicht sein, daß er dich mit dieser entscheidung allein lässt. das musst du ihm auch sagen.

schlußendlich kannst natürlich nur du wissen, was du willst. mein rat ist, hör auf dein herz!!!!! dann kannst du nichts falsch machen!

ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen!

alles liebe,

melli


23.06.2006, 14:23

Registriert: 23.06.2006, 03:00
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Danke für Eure Antworten.
Wir haben in den letzten 1 1/2 Wochen mehrmals darüber gesprochen und er beharrt auf den negativen Aspekten (dem Finanziellen) und mein Verstand stimmt ihm zu, dass ein weiteres Kind in den ersten zwei Jahren eine enorme Belastung und ein "Risiko" wären.

Meine erste Schwangerschaft lief super. Ich habe bis 2 Tage vor der Geburt meines Sohnes gearbeitet. Ich war aber auch deutlich fitter als heute. Was soll ich auf Fragen meines Mannes wie : "Und was machst Du, wenn die SS nicht gut läuft und Du vielleicht die letzten 2 Monaten im Krankenhaus verbringst? Das sind 2 Monate Verdienstausfall und ich muss mich zudem um Thibault (unser Sohn) und das Haus kümmern." Was soll ich sagen? Wie soll ich das vorausberechnen?

Das Problem ist: ich liebe eigentlich meinen Mann und er liebt Thibault. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob er mich noch liebt, denn ich habe bei solchen Fragen den Eindruck, dass es ihm mehr darum geht, dass ich "funktioniere" und nicht darum, dass es mir gut geht.

Im Grunde ist mir in den letzten Tagen bewusst geworden (auch wenn ich es noch nicht richtig wahrhaben will), dass unsere Ehe bei der Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch über kurz oder lang in die Brüche gehen wird, und wenn ich das Kind bekomme, wird dasselbe eintreten in ca. 1 1/2 - 2 Jahren.


23.06.2006, 15:11
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Dann, liebe Adson, musst Du die Entscheidung für Dich treffen! Blende Deinen Mann einen Moment lang aus. Stell Dir vor, Du und Thibault ihr seid allein. Bist Du bereit für ein weiteres Kind? Schaffst Du die Belastung? WILLST Du ein Kind als alleinerziehende?
Solche Fragen musst Du Dir stellen, wenn Du Dir sicher bist, daß über kurz oder lang eure Ehe in die Brüche gehen wird.

Und dann entscheide! Aber vergiss nie: Egal was Du entscheidest, daß wichtige ist, daß DU die Entscheidung für Dich als richtig empfindest!

Alles gute!

Melli


23.06.2006, 15:17

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Liebe Adson,

sei hier herzlich willkommen.

Das ist bei Dir eine wirklich ganz schwierige Situation. Da ich auch selbständig bin, weiß ich, wie problematisch das ist, wegen der ganzen finanziellen Belastungen. Leider gibt es ja für uns kaum finanzielle Hilfen, besonders, wenn es noch ein zweites Einkommen gibt. Als ich im April vor der Entscheidung stand, war es auch noch nicht mal klar, ob die Elterngeldregelung auch für Selbständige gilt, wir bekommen ja auch kein Arbeitslosengeld und sonstiges. Und wenn doch, ist die Frage, wie das berechnet wird, da Selbständige ja kein festes Einkommen haben. Eventuell gibts nur die 300 EUR Grundbetrag und ich weiß, daß man davon noch nicht mal die private Krankenkasse bezahlen kann. Wer weiß, ob das jetzt schon geregelt ist, vermutlich ja nicht.

Und dann stellt sich noch die Frage, wenn Du aussetzt, ob Deine Auftraggeber Dich nicht ausklinken. Bei mir wäre es so gewesen. Ich denke also, finanziell würde das tatsächlich kaum für Euch machbar sein.

Was Deinen Mann betrifft, so denke ich, kannst Du absolut nicht auf ihn rechnen und mußt bei der Entscheidung davon ausgehen, daß Du, falls Du Dich für das Kind entscheidest, Dich alleine um die beiden kümmern mußt.

Dann ist aber letztendlich noch die Frage, wie Du mit einem evtl. Schwangerschaftsabbruch fertig wirst. Es ist eine enorme psychische Belastung. Mit der Entscheidung muß man sein ganzes weiteres Leben verbringen. Das ist nicht einfach. Hier gibt es zwar viele sehr liebe Frauen und man ist nicht alleine aber insgesamt ist es schon sehr traumatisch.

Ein bißchen Zeit hast Du ja noch für die Entscheidung. Du kannst ja auch erstmal schon zu einer Beratungsstelle gehen, um Dich nach den Möglichkeiten für Dich zu erkundigen. Aber höre bei der Enscheidung ganz alleine auf Dich und laß Dich durch niemanden zu etwas drängen, was Du nichts selbst willst.

Liebe Grüße
Hina


23.06.2006, 16:04
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hallo meine liebe..

keine leichte situation und die entscheidung hat sich hier auch keiner leicht gemacht.. diese schwankungen empfinde ich langsam als "normal"..

wie sag ich immer so schön "männer kommen, männer gehen - familie und kinder bleiben".. du musst diese entscheidung wirklich ganz für dich alleine treffen, denn eine garantie, das es weiterhin funktioniert zwischen euch, wirst du nie haben!.. ich kann mir gut vorstellen, das dir gerade in der jetzigen situation bewusst wirst, das eure ehe vielleicht nicht mehr das ist was sie einmal war.. vielleicht weil man sich als paar vergessen hat.. vielleicht würde euch ja auch eine paartherapie helfen über eure probleme, deine sorgen, deine ängste zu reden.. vielleicht hättet ihr dann einen andren "angriffspunkt"..

bei deiner entscheidung für das kind oder dagegen, wird es dir aber wahrscheinlich nicht viel weiterhelfen.. ich kann dir nur sagen, was mir auch sehr viele gesagt haben : hör auf dein herz, denn du musst ein leben lang mit deiner entscheidung leben, egal wie du dich entscheidest..

ich wünsche dir von herzen wirklich nur das beste


23.06.2006, 16:42
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Ganz lieben Dank für Euren Rat und Hinweise und dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, als Außenstehende zu antworten.
Es gibt mir wenigstens das Gefühl, nicht total meschugge zu sein mit meiner Zerissenheit.
Mein Mann, aber auch meine Schwester und meine Ma (und bei ihnen weiß ich, dass sie dabei an 1. Stelle an mein Wohlergehen denken) scheinen das Ganze recht nüchtern zu sehen. Und 'ne Pro und Contra -Liste hilft auch nicht viel, weil die Contra-Liste viel länger ist und auf der Pro-Seite nur ein emotionales "Bauchgefühl" steht und die Gewissheit, dass ich es bereuen würde.

Apropos Arbeiten, Hina, es stimmt, auch ich kann kein ganzen Jahr aussetzen - weder finanziell (auch mit dem neuen Elterngeld nicht) noch in Bezug auf meine Auftraggeber; selbst ein halbes Jahr ist kritisch. Man ist dann einfach weg vom Markt. Aber das bekommt man hin, wenn sonst die Rahmenbedingungen stimmen.

Ich hatte gestern den Beratungstermin und werde das Wochenende noch zum Grübeln nehmen und dann entscheiden.


23.06.2006, 17:11
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hallo nochmal..

auch ich kann kein ganzes jahr aussetzen, wenn alles gut läuft maximal ein halbes jahr.. danach wird sich halt meine mama soweit kümmern..

es kann dir definitiv keiner die entscheidung abnehmen, auch wenn andre dein wohlergehen sehen, oder meinen zu wissen was für dich gut oder schlecht ist, könne nsie es nicht beurteilen.. nur du alleine.. denn nur du alleine wirst damit leben können..

aus deinen worten spricht, das dein bauch, dein herz weiß, das du den abbruch bitter bereuen wirst.. und auch das war der ausschlaggebende punkt, warum ich es nicht gemacht habe.. ich weiß wer ich bin, ich weiß wie emotional ich bin und ich hatte solche angst einen abbruch nicht überstehen zu können.. zur not hättest du ja noch die möglichkeit einer pflegefamilie oder adoption.. das hört sich jetzt schlimm an, aber ich denke die möglichkeit hat jeder..

ich wünsche dir, das du am wochenende weiter kommst.. wobei dein herz schon sehr deutlich zu uns spricht.

alles alles liebe


23.06.2006, 19:31
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Auch von mir erst mal ein leises Hallo!

Eine sehr schwierige Lage. Allerdings schreibst du, das dur dir nicht sicher bist, ob dein Mann dich überhaupt noch liebt. Das allerdings, ist mir schon in deinem 1. Text ziemlich deutlich geworden.

Ich habe damals auch für meinen Mann das Baby weggegeben, um es mal so zu nennen. Heute weiß ich, ich hätte das niemals tun dürfen. Zum Glück hat unsere Liebe bestand, dass mein Mann mich liebt, das weiß ich zum Glück sicher. Auch wenn er das Geschehene verdrängt und meinen Kinderwunsch immer weiter in die Zukunft drängt.

Dein Mann verlangt, dass du für dich selbst sorgst, (Krankenversicherung,...???!!!) und den Haushalt sowie Erziehung eures Sohnes. Wo bitte ist da eine Partnerschaft? Mein Mann war wenigstens der Meinung, er würde es mit drei Kindern nicht schaffen und ich würde es gesundheitlich nicht gut überstehen(Reuma).

Bitte versuche dir eine alternative zu suchen, wie du deinen Beruf, vielleicht in einer anderen Form, vielleicht als Angestellte, ausüben kannst. Dass du vielleicht heute oder aber in 2 Jahren ohne Mann dastehst, dass ist doch, wie ich es gelesen habe, im Rahmen des denkbaren, oder? Also solltest du nun für dich, dein(e) Kind(er) denken, und handeln. Ich glaube, dass du es auch alleine und mit zwei Kindern schaffen könntest, auch wenn du vielleicht umziehen musst und eben anders arbeitest als bisher!

Glaub an dich und deine Kraft!!!

LG
Tine

_________________
Mit Luc und JoC fest an der Hand und Peace & Jason für immer im Herzen


24.06.2006, 15:00
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liebe adson, auch wenn die Kontraliste um vieles länger ist, vergisst nicht, wie sehr das Bauchgefühl auf der Pro-Seite wiegt. Gefühle wirken sich auf alles aus!

Ich wünsche dir eine Entscheidung, mit der DU leben kannst. Und hier hast du immer ein offenes Ohr, das dir gerne ein Feedback zu deinen Sorgen gibt.

Lg Lia


24.06.2006, 15:02

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Also irgendwie hat er Dich ja schon lange allein gelassen, dazu hat er Dich auch noch belastet. Du hast ja schon 2 Kinder zu Hause, wenn ich das mal so krass ausdrücken darf. Der Stress geht an die Nieren, die Aufopferung, all das ist verdammt schlecht für das Immunsystem. Ich glaube fest daran, dass ein schwaches Immunsystem oft an der Psyche hängt (eigene Erfahrung). Also mich würde das fertig machen, wenn mein Mann so gar nichts mit der Familie will, ausser es ist angenehm, aber zahlen und Haushalt usw. davor drückt er sich. Offensichtlich hast Du es gut geschafft mit Deinen zwei Kindern (Mann und Sohn) bisher, und auch mehr verdient als Dein Mann, dann werd doch den Kerl los und krieg das BAby. Ich will Dich zu nichts drängen, aber Du hörst Dich so an, als ob Dein Herz schon ja gesagt hätte und Du sehr leiden würdest, wenn Du es nicht bekommst....und dann auch noch wegen ihm. Also, der soll mal etwas Verantwortung übernehmen. Sorry, ich bin normalerweise vorsichtiger in meiner Ausdrucksweise, aber sowas ärgert mich dermassen, da krieg ich die Krise.
Der lässt sich von vorne bis hinten verwöhnen und will nur Deine Aufmerksamkeit und dass Du ihm die Socken hinterherträgst und Dich allein um Euer Kind kümmert...wenn Du jetzt wieder ein Baby hast, dann kriegt er weniger Aufmerksamkeit.
Ich wünsch Dir viel Kraft. Ich hoffe Du findest die richtige Entscheidung für Dich. Alles LIebe Julchen


24.06.2006, 17:48
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Liebe Adson,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich glaube, ich verstehe Deine Situation sehr gut, bei uns ist es momentan ähnlich (beide Beamte, ganze Familie privat krankenversichert und nen Partner, der im Haushalt nicht grad die grösste Hilfe ist- sich allerdings rührend um die Kinder kümmert)- bei uns kommen allerdings noch drei Kinder aus der ersten Ehe meines Mannes dazu, die nen Haufen Unterhalt bekommen- weswegen ich nach Emmas Geburt im Oktober letzten Jahres bis auf die Mutterschutzfrist gar nicht aufhören konnte zu arbeiten, da wir auf mein Einkommen einfach angewiesen sind...

Aber weisst Du was? Wir sind uns einig, dass wir uns immer wieder für Emma entscheiden würden, auch wenn dadurch natürlich noch höhere Fixkosten entstanden sind (KV, tagesmutter etc.).

Ich weiß ja nicht, in welcher Ecke der Republik Du lebst, aber ich habe bei allen Kindern die Erfahrung gemacht, dass eine Tagesmutter in den ersten Jahren beinahe unersetzbar ist- sie nimmt die Kleinen zum indest auch bei den "gängigen" Erkrankungen wie Erkältung, Bronchitis etc...

Vielleicht nur als Denkanstoß- wie star schon einige Male gesagt hat- Männer kommen, Männer gehen- aber Familie bleibt ein Leben lang. Höre tief in Dich rein, ob Du es auch alleine schaffen würdest mit zwei Knuddels, wenn alle Stricke reißen sollten...

Es umarmt Dich

Alex
(10. Woche und keine Ahnung, ob Nr. 4 [!!!!] zur Welt kommen soll oder nicht)

_________________
*29. August 1995
*13. November 2000
*13. Oktober 2005
+04. Juli 2006- Joshua and Leonie, please forgive me!


25.06.2006, 14:23
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Ganz lieben Dank für Eure Zeilen. Sie haben mir wirklich Mut gemacht, mich doch für dieses Kind zu entscheiden. Vor zwei Tagen war ich ziemlich verzweifelt, aber jetzt geht es mir schon besser. Ich werde es meinem Mann so in 2 Tagen sagen; dann fechten mich seine ganzen Gegenargumente nicht mehr an und entweder er kriegt die Kurve und beginnt, sich auch darauf zu freuen oder er lässt es sein und wir ziehen einen Schlussstrich. Ich weiß, dass sich das 1. Jahr nach der Geburt auf keinen Fall wieder so gestalten darf, wie nach der Geburt meines Sohnes, sonst gehe ich vor die Hunde. Und sollte mein Mann nicht bereit sein, mehr Verantwortung zu übernehmen (und ich hoffe, es wird ihm bewust, dass er das muss, wenn er nicht den Ast seiner Ehe selbst absäbeln will), dann kann ich mit meinen Krümeln auch mal für ein paar Wochen zu meiner Mutter gehen, wie sie mir gestern anbot. Sie hat genug Platz und dank moderner Technik kann ich auch von ihr aus arbeiten, und lasse Mann und Haus einfach eine zeitlang allein zurechtkommen. Außerdem werde ich versuchen, im 2. Halbjahr für 2-3 Tage/Woche eine Tagesmutter zu finden.
Ich bin Euch wirklich sehr dankbar.


25.06.2006, 20:08
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Oooooooooooooh Adson,

das hört sich sowas von gut an!!!!!!!!
Ein Tip noch unter Müttern:
Ich hatte nach der Geburt meines zweiten Kindes eine schwere postnatale Depression, die sich beinahe ein dreiviertel Jahr hinzog. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass es gar nix ausmacht, wenn die Bügelwäsche liegen bleibt oder mal einen Tag nicht staubgesaugt wird- so what? DU bist wichtig, die Kinder sind wichtig, und wie die Hütte letztendlich aussieht, ist scheißegal... Als Mutter sollte man seinen Perfektionsdrang einfach ad acta legen :wink:
Ich wünsche Dir alles, alles Gute- und laß weiter von Dir hören...

Alex

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*29. August 1995
*13. November 2000
*13. Oktober 2005
+04. Juli 2006- Joshua and Leonie, please forgive me!


25.06.2006, 21:00
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