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 Sie kapselt sich nach dem AB ab 

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Registriert: 21.09.2007, 03:00
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Beitrag Sie kapselt sich nach dem AB ab
Ich fang vorne an:
Seit 6,5 Jahren sind meine Freundin und ich ein Paar, so perfekt wie eine Beziehung eben sein kann und wir haben langsam ans heiraten gedacht und daran eine Familie zu gründen.
Im Juli hatte Sie dann einen Seitensprung (war mit Freundinnen weg Cocktails trinken und ist irgendwie bei einem Dritten gelandet und schwanger geworden), den sie mir als Sie wusste schwanger zu sein, gebeichtet hat.
Nach einem Gefühlschaos wusste ich, dass ich Sie weiterhin liebe, sagte ihr aber, dass ich sie bei dem Kind nicht unterstützen kann, was sie tut, sei ihre Entscheidung. Für mich war es immer nur das Ding.
Vor 2 Wochen war sie beim Abbruch, erleichtert und traurig zugleich und ich habe seitdem alles für Sie getan, damit Sie die Leere die sie spürt wieder füllen kann. Ihre Lieblingsgerichte, Mankell-Bücher, spazieren, ausgehen in Cafes, Videoabende, mind. 40 Stunden Gespräche mit ihr und und und, doch sie hat alle Freude verloren.
Sie lacht nicht mehr, kann mich nicht mehr lieben und zweifelt daran ob WIR wieder zueinander finden können, ihre Familie ist ihr sch**egal, Freunde auch. Ihre ganze Welt stürzt zusammen, aber sie will es alleine daraus schaffen, keine Hilfe (von Familie, Freunden, mir) annehmen.
Um ihre eigenen Worte zu verwenden "sie funktioniert nur noch" und ich verliere die Kraft.

Was kann ich in der Situation noch machen? Gibt es einen Weg wieder zu ihr durchzudringen Hilfe zu akzeptieren oder sie wieder zum LEBEN zu bringen?
Wenn nicht, dann zerbreche ich daran und kann die Beziehung mit meiner Traumfrau nur noch beenden.


21.09.2007, 12:05
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hallo jakomo,

schön, dass du hier her gefunden hast. herzlich willkommen erstmal. leider weiß ich im moment auch nicht recht was ich dir raten soll. erstmal finde ich es ja gut, dass sie dir dann doch noch von dem seitensprung erzählt hat. wie viele frauen tun das nicht und schummeln ihrem partner ein fremdes kind einfach unter. was ich auch bewundernswert finde.... das du bei ihr geblieben bist. denke, dass es nicht leicht war für dich. auch wenn du sie noch liebst... weh tun tut es ja trotzdem wenn man weiß, die frau, die man liebt, ist schwanger von einem anderen mann. also, hut ab.
was nun deine freundin betrifft... wie stand sie denn eigentlich zu dem kind ? hätte sie es lieber behalten oder war für sie gleich klar, dass sie es nicht bekommen möchte ?
ich find es sehr lieb, dass du dich so um sie danach bemüht hast. wirklich. was mich allerdings sehr verletzten würde ist, wenn du von dem "ding" sprichst. sicher, ich kann dich auch irgendwie verstehen.. die umstände waren nunmal daneben und du bist auch gekränkt. aber du sprichst trotzdem über ihr kind. das verletzt dann sehr...

lg blossom


21.09.2007, 13:11
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lieber Jakomo

die Vorstellung, dass ein Abbruch einfach nur die Konsequenzen der Entscheidung FÜR ein Kind abwehrt, ignoriert VÖLLIG, wie es sich anfühlt, das wachsende Leben in sich abzubrechen.

Zwei Wochen nur? ist es her, seit Deine Freundin sich gegen ihr eigenes Kind entschieden hat? Für Dich? Für Euch?
Kannst Du Dir vorstellen, wie es sich anfühlen muss, sein eigenes Kind zu geben für einen Mann, den man liebt, für die Beziehung?
Hart gesagt, Jakomo, würdest Du das Leben DEINES Kindes hergeben, weil die Frau, die Du liebst, es sich nicht vorstellen kann, Euch beide willkommen zu heissen?
Und stell Dir dabei vor, Du nähmest Dein Kind an die Hand, und gingest mit ihm ins Spital, um Deine Entscheidung wahr zu machen.
(das klingt jetzt krass - aber es kann sein, dass es sich für Deine Freundin so angefühlt hat)
Wie würdest Du Dich zwei Wochen nach Deiner Tat denn fühlen?
Könntest DU denn einfach so zu dieser Frau gehen, OHNE irgendwelche andere Gefühle?
Könntest Du Dir vorstellen, dass Du auch Wut empfinden würdest?
Unendlicher Schmerz, der Dich fast zerreisst?
Trauer?
Bis in die Grundmauern Deiner selbst geschockt über Dich selbst, DASS Du so entschieden hast?
Schuld, über das Leben eines andern entschieden zu haben? Der Beziehung zuliebe, in der Hoffnung, diese Entscheidung sei die richtige?

Und erst danach zu realisieren, was es einem war, dieses Leben?


Ganz ehrlich, Jakomo, würde der Mensch, der Dir am nächsten ist, eines natürlichen Todes sterben, hättest Du denn auch den Anspruch an Dich, nach zwei Wochen sei alles wieder gut? Würdest Du nicht auch ein wenig mehr Zeit brauchen, um darüber hinwegzukommen?

Und dann stell Dir vor, DU hättest eben über jenes Menschen Leben entschieden, und Deine Entscheidung habe dieses Leben unterbrochen....

und dann...

.. dann sage mir, wieviel Zeit sind dann ZWEI Wochen?


Tut mir leid, Jakomo, aber Deine Freundin hat viel gegeben, in der grossen Hoffnung (und gross musste sie dafür sein) und im Glauben an EURE Beziehung.
Ich denke, jetzt ist es an Dir, Deinen Beitrag dazu zu geben.
Und er muss genauso gross sein wie sich ihrer in ihr anfühlt.

Und noch etwas, die Entscheidung für den Abbruch war die Entscheidung FÜR die Beziehung. Und daran hast Du Deinen Anteil, Jakomo.
Auch wenn Du gesagt hast, dass es die Ihrige alleine ist, hat sie sich für Dich entschieden und ist damit mit sich selber sehr weit gegangen.
Du wolltest, dass sie sich für Euch entscheidet, Jakomo und hast die Bedingungen gestellt.
(Hättest Du wirklich Deine Traumfrau gehen lassen können, wenn sie sich für das Kind entschieden hätte? Gab es da keine einzige Stimme, die leise versuchte vorzuschlagen, es doch so zu versuchen?)
Damit bist Du - aus meiner Sicht - jetzt auch ein Mitstreiter FÜR die Beziehung, was heisst, auszuhalten, dass eine Entscheidung für den Abbruch die Wirkung einer Bombe haben kann in dem Leben, das mit dem jenem wachsenden verbunden ist.

Erzähl ihr von dem Forum hier, Jakomo.
Ich glaube, dass Du im Moment eine Doppelrolle innehast, die es sehr schwer macht, sie zu erreichen.
Du bist derjenige, der klargemacht hat, unter welchen Bedingungen Du einen Weg siehst, damit hast Du im Moment die Rolle von einem Menschen, der DIESEN Weg nur mit einem "Opfer" gesehen hat, das zu sehr erschüttert, schmerzt.
Du bist derjenige, für den sie so entschieden hat.

Rede mit ihr.
Was sie durchlebt, sind keine Folgen einer Blinddarmoperation.
Es wird viele Gespräche brauchen, Jakomo.
Und von Dir viel, viel Mitgefühl, Geduld und viele ehrliche, mutige Versuche, zu verstehen.
Auch die Offenheit, dass sie Wut empfindet, was ihr vielleicht sehr schwer fällt, eine Wut zu fühlen... auch eine Wut auf sich, auf Dich, vielleicht, Jakomo.

Versuch zu lernen, was sie durchmacht, Jakomo.
Mit der grossen Offenheit, dass sie ALLE Gefühle durchleben muss, und vorallem OHNE zu werten und OHNE zu meinen, so, jetzt müsste sie damit klarkommen. Zu lernen, dass Deine Massstäbe der Dinge hier nicht messen können, weil Du nie so erleben wirst, wie es Deine Freundin gerade erlebt - für Euch.


Viel, viel Kraft, Geduld, Offenheit und den Glauben daran, dass Ihr beide dies schafft, wünsche ich Dir/ Euch.


isabelle


21.09.2007, 13:28
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Registriert: 21.09.2007, 03:00
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Hi blossom,

das ich den falschen Namen für das Kind benutzt habe ist mir im nachhinein auch klar geworden, nur in der Zeit zwischen dem Geständnis ihres Seitensprungs und der Abtreibung (über 4 Wochen)war es das Ding für mich. Es war nicht mein Kind, sondern ein Eindringling in unsere Beziehung und immer wenn wir beisammen waren spürte ich es in ihr.
Also eine gefühlsmäßig verwirrende Zeit (Liebe zu meiner Freundin, Hass auf das Kind) habe ich hinter mir und über all das haben wir auch gemeinsam gesprochen und zumindest ich habe es inzwischen weitestgehend verarbeitet.

Die Abtreibung war bei ihr ein Konfliktthema, einerseits wollte sie das Kind (ihre Gefühlswelt hat sich dadurch vollkommen geändert) nicht verlieren, andererseits hatte sie Angst vor einer Zukunft mit dem Kind. Sie machte sich wirtschaftliche Sorgen, fragte sich ob sie das schaffen kann, sagte so kein Kind zu wollen, Sorgen um den Job, ihre Zukunftsplanung, wie sie dieser und jener sehen würde. Der Zeuger mit dem sie auch sprach (der schmerzvollste Moment für mich zu wissen wo sie hingeht, zu wem) wollte das Kind auch nicht.
Ich konnte ihr bei der Entscheidung für das Kind nicht helfen (sie nicht unterstützen das Kind zu behalten, denn für mich war es der Verrat der verschwinden soll) und im Endeffekt entschied sie sich dann gegen das Kind.

Der Eingriff zu dem sie eine Freundin mitnahm war sehr schrecklich und sie wünschte sich wie viele das jemand die Entscheidung für sie fällt oder anruft "wir behalten das Kind", aber das konnte ich nicht. (Ich wünsche mir selbst ein Kind mit ihr, aber ein Fremdes akzeptieren ging nicht.)

Die ersten Tage war alles ok, sie war erleichtert, hatte es überstanden, wir redeten viel und dann kam mit den Blutungen die große Depression. Und da bekomme ich sie nicht mehr raus, sie zweifelt alles an seit knapp 2 Wochen und so sehr sie meine Nähe sucht und braucht, so wenig bewirke ich. Ich rette sie von Tag zu Tag und sehe keine Besserung bei ihr und selbst fange ich an zu abzubauen, kraftlos zu werden.


21.09.2007, 13:30
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Hallo Jakomo,

erstmal finde ich es sehr schön, dass es auch Männer gibt, die versuchen wollen, ihren Partnerinnen zu helfen. Ich kann verstehen, dass es eine schwierige Situation jetzt für dich ist, aber vor allem für deine Freundin.
Du hast deiner Freundin den Seitensprung verziehen, was für dich spricht und vor allem auch für eure Beziehung. Es wäre vielleicht auch für sie nur eine einmalige Sache gewesen und sie hätte es schnell vergessen, es vielleicht nie wieder gemacht; aber vielleicht grade die Tatsache, dass durch diesen einmaligen Ausrutscher ein Kind entstanden ist, was in ihr zu wachsen begann, ist für sie sicher eine große Belastung. Sie hat sich für dich gegen das Kind entschieden, weil eure Beziehung sonst wohl daran zerbrochen wäre, stell dir das mal vor, was das für ein Opfer ist. Denn es war nicht nur das Kind des anderen, sondern es war ihr Kind.
Klar wäre es schwierig für euch gewesen, das Kind gemeinsam groß zu ziehen, du hättest vielleicht öfter den Gedanken gehabt, dass du es nicht richtig lieben kannst, weil es nicht dein Fleisch und Blut ist, aber auch ein Mann kann durch eine Schwangerschaft über sich hinaus wachsen und beginnen ein Kind zu lieben, auch wenn es nicht von ihm ist, denn schließlich ist es ein Teil der geliebten Frau an seiner Seite und das Kind kann am wenigsten dafür.
Könnte, wäre, hätte, usw... Nun hat deine Freundin den Abbruch bereits hinter sich, dass sie nicht wieder zur Tagesordnung übergehen kann, ist doch ganz normal. Isabelle hat das schon schön beschrieben.
Was du wirklich für sie tun kannst, ist, viel mit ihr reden und vor allem zuhören, ihr das Gefühl geben, dass sie sich ihrer Tränen nicht schämen muss, ihr eine starke Schulter zum Anlehnen geben, und vor allem akzeptieren wenn sie einfach mal Zeit für sich brauch.
Und wenn sie trauern will, lass sie. Das darf sie. Schließlich hat sie ihr eigen Fleisch und Blut verloren, auch wenn sie es selbst so entschieden hat. Du kannst ihr zum Beispiel auch anbieten, dass ihr zu einer Beratungsstellte geht, wenn sie da nicht alleine hin möchte, und vielleicht auch dieses Forum empfehlen, dass sie Frauen hat, mit denen sie sich austauschen kann, sofern sie das möchte, um zu merken, dass sie nicht alleine ist, auch wenn du sie unterstützt.
Einen Gedanken will ich dir noch mit auf den Weg geben, auch wenn er etwas weit hergeholt ist. Du schreibst, du möchtest mal Kinder mit ihr. Jetzt stell dir mal vor, du seist zeugungsunfähig und ihr müsstet auf eine Samenspende zurückgreifen, dann wär es auch nicht dein biologisches Kind und trotzdem würdest du es lieben. Ich weiß, da spielt eine ganze Menge ihr Seitensprung eine Rolle, in eurer speziellen Situation, aber denk dran, dass sie vielleicht grade durch den Abbruch auch öfter schmerzhaft dran erinnern werden könnte.
Ich wünsche euch und vor allem deiner Freundin ganz viel Kraft für eure Zukunft und dass vor allem sie nicht dran kaputt geht.
Liebe Grüße,
Sabrina


21.09.2007, 14:45
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hallo jakomo,

es ist wirklich sehr traurig. das schlimme ist, dass ich euch beide so gut verstehen kann. ich kann verstehen, dass das kind ein eindringling für dich war. und ich kann auch verstehen, dass man sich vielleicht nicht vorstellen kann ein fremdes kind groß zu ziehen und sich unter solchen umständen dann auch noch genauso zu freuen und die schwangerschaft zu genießen, wie wenn es das eigene kind ist. besonders natürlich, wenn man gern ein gemeinsames kind haben wollte. das ist schon alles sehr belastend und man wird ja auch immer wieder an den seitensprung erinnert. wie gesagt, ich kann dich verstehen..... du bist ja auch ein mensch mit gefühlen... und es tat dir sicher sehr weh.
was deine freundin betrifft.... du sagtest ja, dass sie das kind eigentlich nicht hergeben wollte. ich denke, die gründe... wirtschaftliche etc. sind dann meistens nur vorgeschoben. die natur hat es nunmal so eingerichtet, dass wir frauen kinder bekommen und eine große bindung sofort besteht .... auch wenn der mann das kind noch nicht sehen kann. ich denke, instinktiv weiß man, dass man dieses kind eigentlich schützen muss und das man es auch bekommen will. die anderen dinge kommen dann von der umwelt.... von den freunden, den familien etc. . wahrscheinlich hätte sie nicht an abtreibung gedacht, wenn du gesagt hättest, dass du das kind als deines annehmen wirst. für sie wäre es sicher das beste gewesen.... aber ich kann es auch nachvollziehen, dass es manchen menschen oder vielen menschen nicht möglich ist so zu handeln.
ich denke, du wirst damit leben müssen, dass sie dir einen großen teil ihres leidens zuschreibt. auch wenn es für dich vielleicht nicht begreiflich ist. du sagst du liebst sie und sie sei deine traumfrau. aber du hast einen teil von ihr abgelehnt. für dich war es wahrscheinlich nur der andere mann, der dir dabei in den sinn gekommen ist.... ein teil von ihm, der in deiner freundin gewachsen ist. für sie ging es aber nicht um den anderen mann...für sie ging es um einen teil von ihr selber.... um IHR kind.
du musst es mal so sehen... sie hat einen teil von sich selber für dich umgebracht. ihr wird wahrscheinlich jetzt bewußt, dass es niemand wert ist... auch wenn man einen anderen menschen noch so sehr liebt.... einen teil von sich selber zu vernichten. beziehungen können scheitern... die bindung zu seinem kind bleibt ein lebenlang... auch zu seinem toten kind.
da das alles noch nicht lange her ist, wird sie zusätzlich auch noch mit der hormonumstellung zu kämpfen haben.
solltet ihr zusammen bleiben, kann ich dir nur raten, dass du dieses thema immer ... egal wie viele jahre auch vergehen mögen... sehr ernst nimmst. mach nie den fehler und sage ihr dinge wie : es ist so lange her, bist du noch immer nicht darüber hinweg oa. . bedenke immer : hättest du ein kind und es würde sterben, dann würdest du auch trauern und dieses kind nie vergessen können. männer realisieren sowas meist nur, wenn sie das kind schon mal gesehen haben...bei frauen ist es jedoch anders.
vielleicht solltest du dir mit ihr rituale überlegen.... oder dir im vorfeld alleine gedanken machen und sie ihr vorschlagen. vielleicht sieht sie dann, dass dir ihr kind auch wichtig ist. schlage ihr vor, dem kind einen namen zu geben oä. .... schau dafür doch einfach mal hier auf der seite unter der rubrik "nach abtreibung". vielleicht schaust du auch mal hier auf der seite unter "sonstiges" bei " downloads. da findest du einen link der hilft die trauer zu verarbeiten ( durch schreiben eines tagebuches etc.). und vielleicht erzählst du ihr auch von dieser seite und sie schaut auch mal vorbei.
ich möchte dir nicht den mut nehmen... aber ich habe erst wieder gelesen, dass 70% der paare sich trennen, wenn es in der beziehung eine abtreibung gab. deswegen.... wenn du diese beziehung retten willst, ist viel einsatz von dir gefragt. aber wie oben auch schon gesagt wurde.... sie hat auch enorm viel für diese beziehung gegeben.... ihr kind. auch wenn sie selber schuld daran war, dass sie von einem anderen schwanger geworden ist. ich denke, dass solltest du abhaken... es ist passiert. jetzt geht es nur noch um ihr totes kind.
ich wünsche euch auch ganz viel kraft und wünsche euch alles erdenklich liebe.
lg blossom


21.09.2007, 14:48
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Lieber Jakomo,

erstmal auch von mir herzlich willkommen. Über die mögliche Gefühlswelt deiner Freundin hat Isabelle schon so eindringlich geschrieben, dass ich mich ganz kurz fassen möchte.
Was kannst du in der jetzigen Situation für sie tun?

Aus meiner Sicht wäre es günstig, wenn sie Ansprechpartner hätte, die ihre Gefühlswelt nachvollziehen können und deshalb nochmal auf anderer Ebene Unterstützung leisten können als es im Moment bei dir möglich ist. Wenn sie eine entsprechende persönliche Beratung ablehnt, könnte das Forum hier eine Alternative sein. Ihr könntet hier auch beide jeweils in privaten Bereichen schreiben, die der andere nicht einsehen kann.

Und das zweite wäre: Geduld haben! Ganz viel Geduld. Ich sehe es wie Isabelle, dass man nicht erwarten darf, dass die akute Trauer nach 2 Wochen abgeschlossen ist. Du musst sie nicht jeden Tag "retten" (wenn du das versuchst, kann ich verstehen, dass du bereits jetzt ausgebrannt bist). Du musst ihre Gefühle auch nicht verstehen, es reicht, wenn du sie akzeptieren kannst. Einfach bei ihr sein, sie in den Arm nehmen, wenn sie das möchte und ihr zuhören, wenn sie reden will. Das wird auf die Schnelle nichts verändern, aber vielleicht reichen dann eure Ressourcen bis zum Licht am Ende des Tunnels.

Ein von mir häufig zitierter Satz lautet: Ein AB beendet eine Schwangerschaft aber er macht sie nicht ungeschehen. Insofern besteht zwar Hoffnung, dass es deiner Freundin eines Tages wieder "besser" geht, aber du solltest nicht erwarten, dass sie wieder "die gleiche" ist, wie vor dem AB.

Auch ich wünsche euch beiden ganz viel Kraft und Geduld.
Liebe Grüße auch an deine Freundin
Barbara


21.09.2007, 14:49
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DANKE

blossom, isabelle, sabrina, barbara.

ihr habt mir wirklich sehr geholfen, Mann (zumindest ich) sieht einfach manche Dinge nicht so oder interpretiert vieles einfach falsch.

Die Bedeutung des Kindes und was es für sie bedeuten muss, waren mir einfach nicht klar bevor ihr das so gut erklärt habt. Sie selbst spielt das auch immer wieder runter habe ich das Gefühl.

Es braucht wohl einfach viel Zeit, weniger Nähe/Rettungsversuche von mir damit sie eher das findet was sie sucht. Einen Weg ihre Gefühle zu verstehen finden kann.

Den Link zu dem Forum habe ich ihr mal unter ihre Favoriten gespeichert mit ner kleinen Notiz. Vielleicht findet sie ja auch den Weg hierher.

Nochmal Danke.

Nochmals vielen Dank euch allen, aber manchmal braucht man einfach einen Rat von wem der das schon durchlebt hat und


21.09.2007, 17:02
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nichts zu danken, jakomo :)
die seite ist ja dazu da, dass man sich rat holt. und wenn es dir ein wenig die augen geöffnet hat, dann freut mich das umso mehr.
ich hoffe wirklich, dass ihr beide das hinbekommt und wieder glücklich werdet.
lass uns wissen wie es weiter gegangen ist.

lg blossom


21.09.2007, 19:00
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geschieht von herzen gerne, jakomo!

allein, dass Du hierher gefunden hast, birgt doch viel Gutes und Weiterführendes - so seh ich das.


viel, viel davon wünsche ich Dir und Deiner Freundin!

und fester Glaube daran, dass aus dieser schwierigen Zeit etwas entstehen kann, was stärker sein kann als es zuvor war!



isabelle


21.09.2007, 19:18
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hallo jakomo
ersteinmal hallo.
ich wollte dir sagen das ich deine freundin nur zu gut verstehen kannich war auch schwanger und das auch von einem anderen mann ich und mein freund führen eine 3 jährige bezihung und es lief eigentlich immer primma bis zu meinem ausrutscher... er kam auch nicht damit klar und wollte das ich abtreibe ich hatte meinen abruch vor 2 monaten und es geht mir genau so wie ihr ich habe mich von allen die mir mal wichtig waren abgekapselt habe mit meinem partner fast jeden tag streit und sex haben wir seit dem garnicht mehr,er will auch ständig versuchen wieder gut zu machen was ich zerstört habe und ich denke ihm geht es genau wie dir er versucht auch ständig mit mir zu sprächen und will das ich mit ihm rede aber ich gebe dir ein tipp lass sie lass sie ersteinmal ganz in ruhe und wen sie bedarf zum reden hat kommt sie von ganz alleine.
sei aber trotzdem weiterhin für sie da und sage ihr auch das sie jederzeit zu dir kommen kann.
nur setze sie nicht unter druck das is denke ich das lätzte was jetzt hilft.
ich wünsche euch alles alles gute und offe das eure beziehung dieses tief gut übersteht. :roll:


22.09.2007, 15:35
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Beitrag Re: Sie kapselt sich nach dem AB ab
Hi,
habe deinen betrag gerade mal gelesen, und muss ehrlich sagen ich kann deine freundin verstehen!! Den sorry aber Ihr maenner meint vielleicht es ist leicht, wisst ihr ueberhaupt was in einem KAPUTT geht, was einem danach fehlt? Man faengt an, an sich selbst zu zweifeln, den es ist ein MENSCH!! Dem man das leben genommen hat, einfach entschieden *nein du darfst nicht leben* haettest du das kind nicht vielleicht doch lieben koennen ?? Und wer sagt das es nicht vielleicht doch deins gewesen waere? Hast du dir darueber mal gedanken gemacht ??? Ich moechte dich nicht persoenlich angreifen, aber das ist das was ich darueber denke und fuehle!!

_________________
Sammy + 29.09.2007 wir werden dich immer in unserem Herzen tragen!!


04.12.2007, 15:53
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