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 3. Kind - absolut ungwollt 

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Beitrag 3. Kind - absolut ungwollt
Hallo, ich bin 33 und in der 7 Woche Schwanger. Seit ich davon weiss, fühle ich nichts mehr. Ich bin innerlich wie tot. Ich habe 2 tolle Kinder von 3 und 6 Jahren und kann mir nicht vorstellen noch einmal ganz von vorne anzufangen. Unser Kinderwunsch war mit dem 2. Kind erledigt. Gespräche für eine Unterbindung haben schon statt gefunden und jetzt das. Ich weiss nicht was ich tun soll. Für Montag habe ich einen Termin bei einer Schwangerschaftskonfliktberatung. Ich hoffe sehr, das mich das in die richtige Richtung lenkt.


25.09.2008, 15:11
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Hallo Maya,

auch ich war in deiner Situation. Exakt genauso.

Heute hasse ich meine Entscheidung.

Heute früh traf ich eine, die ihr drittes Kind bekam. Es ist genauso alt, wie meines jetzt wäre. Als sie dann erzählte, dass es total easy sei, weil sie durch ihre beiden Kids Übung hat und es ihr Leben völlig bereichere, dachte ich, ich wolle sterben, SOFORT.

Maya, es ist nicht leicht zu entscheiden unter Schwangerschaftshormonen. Die Gründe gegen ein Kind, die dir heute so gewichtig erscheinen kommen dir nach einem Abbruch so nichtig und unnötig vor. Bedenke das!!!!!!!!

Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, du bist in der Lage, nochmal in dich hineinzuhören.

Noch hast du Spielraum, was die Zeit anbelangt.
Was sagt der Kindsvater dazu???

Liebe Grüße
IRAD


26.09.2008, 16:43
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Hallo maya,

es ist dein drittes Kind.......sag das dir laut vor, es bleibt es, auch nach dem Abbruch.
Es wird dich immer begleiten......
Wo möchtest du es haben, hier bei dir?
Dann lass den Abbruch!
Oder möchtest du zwei Kinder und eins, an das du ständig denkst, das nie da ist.
Du wirst es nie vergessen, das ist dir klar?
Ich habe mein drittes Kind verloren durch Fehlgeburt (18. W.), dann ein Folgekind bekommen, nach vier Jahren wieder schwanger.....wir hatten auch abgeschlossen,
es wäre sehr schwer geworden, meine Angst hat mich dazu gebracht den Abbruch zu machen....und jetzt?
So langsam komm ich klar damit, doch es fehlt.......und meine Kinder leiden, denn sie haben die Mutter verloren, die sie vorher hatten.

LG
Uschi

_________________
Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels


27.09.2008, 00:47
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Hallo IRAD.

Mein Mann steht absolut hinter meiner Entscheidung - egal wie diese ausfällt. Das soll nicht heissen, das er sich vor einer Entscheidung drückt. Ganz zu beginn haben WIR schon gesagt, das wir dieses Kind nicht wollen. Als dann aber Zweifel in mir aufkamen hat er das völlig verstanden. Er ist wenn nötig berei, dieses Kind mit mir zu bekommen, ist aber auch mit einem Abbruch einverstanden. Am Freitag habe ich mich eigentlich für einen Abbruch entschieden - irgendwie meine ich geht es mir seither besser. Was mir schwer fällt ist meine und seine Eltern zu belügen (die meinen es sei alles in Ordnung). Das ist alles eine sehr schwierige Situation. Es ist schön, sich wenigstens so austauschen zu können, denn ausser unseren Eltern weiss auch niemand von der Schwangerschaft. Dies verbergen zu können grenzt schon an Kunst, da Übelkeit, Müdigkeit und Schwindel im Moment mein Leben bestimmen. Es wäre schön wieder von Dir zu hören.


27.09.2008, 15:16
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IRAD hat geschrieben:
Maya, es ist nicht leicht zu entscheiden unter Schwangerschaftshormonen. Die Gründe gegen ein Kind, die dir heute so gewichtig erscheinen kommen dir nach einem Abbruch so nichtig und unnötig vor. Bedenke das!!!!!!!!



Dieser Aussage schliesse ich mich voll und ganz an. So war es bei mir...

Gruß
cindy


27.09.2008, 16:09
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Liebe Maya,

dennoch denke ich, dein Mann macht es sich leicht.
Er sollte dir den AB mal lieber ausreden.

Ich wünsche dir so sehr, dass dich nach dem AB nicht all jene Gefühle einholen, die mich und auch all die anderen hier einholten.

Ich wünsche es dir.

Keine leichte Entscheidung und ich würde sie dir gerne nehmen und dir sagen, krieg das Kind, denn ich kenne die Hölle danach.

Lass all deine Gedanken raus, egal wie du entscheidest, wir sind da.

Dein Mann gehört gehörig vermöbelt, ganz einfach!

IRAD


27.09.2008, 16:45
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Beitrag 
IRAD hat geschrieben:
Dein Mann gehört gehörig vermöbelt, ganz einfach!


Ich finde besser, wenn der Partner sagt, er stehe hinter jeder Entscheidung, als wenn er sagt, er will das Kind nicht! Die meisten hier werden von dem Partner gedrängt und ich finde es schon ehrbar mal nicht lesen zu müssen, das der Partner nur dagegen ist - sondern bereit ist, in jedem Fall hinter ihr zu stehen.

Meine Meinung, ;)

Gute Nacht wünscht Jessi

_________________
Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
AB †07.12.2001 | Abort †20.12.2007 (23+4) | Missed Abort †02.07.2010 (9+6)


28.09.2008, 00:07
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Hi Jessi,

naja...stimmt schon...besser als in meiner Situation, in der ich unter Druck gesetzt wurde.
Nur irgendwie ist das doch auch nichts Greifbares, wenn der Mann so gar keine Position bezieht, oder? Und innerlich wünscht man sich als Frau doch, dass er einen vor nem Abbruch bewahrt...

lg

Viel Kraft für diese Entscheidung!


28.09.2008, 09:44
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Beitrag 
Hi Maya,

stimmt...den Teil, dass dein Mann ne Position bezieht, habe ich mit nem Frauenauge wohl überlesen.

Es freut mich...nun genau gelesen zu haben und zu entdecken, dass er völlig hinter dir steht. Das macht sicher Einiges etwas leichter.

Fühlt euch gedrückt!


28.09.2008, 09:47
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Hallo Maya33,

egal wie du dich entscheidest, es ist und bleibt dein 3. Kind.........ob an der Hand oder im Herzen.
Diese Entscheidung kann dir leider keiner abnehmen.
Ich hoffe, dein Mann hält, was er versprochen hat. Hinter jeder deiner Entscheidung zu stehen.

Schreibe dir alles von der Seele.......das hilft ungemein........

Hier im Forum ist immer jemand, der dir zuhört, der dich versteht.........egal, wie du dich entscheidest


Liebe Grüße von kalli


28.09.2008, 22:46
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Hallo Ihr alle.
Ich bin wirklich sehr erfreut so viel Anteilnahme zu erfahren (egal in welche Richtung). Ich finde es gut Meinungen in jede Richtung zu bekommen und bin mir sicher - egal wie meine Entscheidung ausfällt - es ist jemand da der mich versteht. Ich denke schon, dass mein Mann ein große Hilfe für mich ist und ich weiß das er zu jeder Entscheidung steht. Am Sonntag habe ich meiner Mutter von meinem Entschluss erzählt. Sie war sehr verständnisvoll hat mir jedoch zu bedenken gegeben das eine Abtreibung das ganze Leben verändert. Heute Mittag habe ich meinen Beratungstermin. Ich habe keine Angst davor aber Sorge das mich das Gespräch doch noch in Zweifel bringt. Ich melde mich wieder. Nochmals dank Euch allen !!!


29.09.2008, 10:26
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Beitrag 
Viel Kraft!


29.09.2008, 21:28
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Hallo maya33,

wir sind hier, wenn du uns brauchst

Liebe Grüße von kalli


29.09.2008, 21:32
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Beitrag 
Hallo Maya,

ich war auch in dieser Situation, ich habe mich gegen mein drittes entschieden, .....und bereue es so sehr, das ich schon wieder weinen könnte.
Bei uns stand die Entscheidung jedoch nie richtig fest, wir waren hin und her gerissen, Wenn musst du wirklich ganz sicher sein, nur dann kannst du wenn überhaupt dazu stehen.

Jetzt sieht für Dich die Entscheidung dagegen viel einfacher aus, als alles dannach ist.

Meine Mutter hat uns und unsere Gründe auch verstanden, aber sie hat mir gesagt das ich damit nie fertig werde, und ich hätte auf sie hören sollen, denn sie kennst mich.

Auch wenn du jetzt denkst du bist mit deinen beiden aus den gröbsten raus, und alles ist wie vorher mit dieser Entscheidung....so wird es nicht sein.
Ich möchte Dir nix einreden, sondern Dich vor einem Fehler bewahren, ich wünschte mir ich hätte mich vor meinem Abbruch hier angemeldet und all diese Beiträge gelesen.

Ich hoffe es war nicht zuviel und zu durcheinander..... :)


29.09.2008, 23:04
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Hallo Ihr !!!
Habe mich lange nicht gemeldet. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Ich hatte mein Beratungsgespräch und habe gestern den Abbruch vornehmen lassen. Meine Eltern bzw. Schwiegereltern haben wir eingweiht - Sie stehen auch weiterhin hinter uns. Mit geht es ganz gut und ich bin mir nach wir vor sicher, das die Entscheidung für uns die bessere war. Es ist als wäre eine große Last von mir genommen worden. Als ich gestern gesehen habe, was in der Praxis los war, habe ich mich noch weniger "schlecht" gefühlt. Wir hatten einen wirklich sehr sehr netten Arzt und die Praxis war zum bersten voll. Auch wenn man öffentlich nicht über einen Abbruch reden darf - die Realität sieht anders aus und ich finde es sehr schlimm das man das was man nun getan hat verstecken muss. Aber leider ist das in unserer Gesellschaft nunmal so. Ich hoffe, das es einige von Euch gibt, die meine Entscheidung verstehen werden. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, und dies war meine. Machts gut und bis bald.


08.10.2008, 22:33
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