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 Ich hab Angst 

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Beitrag Ich hab Angst
Hallo

Ich weiß gar nicht richtig wie ich anfangen soll.
Ich bin vollkommen verwirrt, muss mir das Ganze irgendwie von der Seele schreiben und vlt kann mir irgendwer, irgendwie, irgendwas raten oder einen Denkanstoß geben.
Ich bin, inzwischen in der 7. Woche schwanger.
Ich weiß es seit 14 Tagen und stehe neben mir.
Mein Sohn ist 3 Jahre, ich lebe in Scheidung und Anfang des Jahres dachte ich den Mann meiner Träume getroffen zu haben. Es lief alles so gut.
Wegen meines Sohnes haben wir uns meist bei mir getroffen, waren wir bei ihm, ich habe nichts merkwürdiges gesehen.
Anfang letzten Monats erhielt ich eine annonyme Nachricht während er bei der Arbeit war. In ihr stand das er seit einem Jahr verheiratet sei.
Als er nachmittags herkam stellte ich ihn zur Rede und e rgab alles zu.
Er hätte nicht gewusst wie er mir das sagen soll. Es war als nicht mehr als eine lockere Affaire gedacht, aber es wurde so viel mehr daraus. Er würde mich lieben, wolle mich nicht verlieren ...
... ich hatte mir, seit mein Mann mich betrogen hat, immer gedacht ich würde niemals die andere Frau sein, doch nun saß er vor mir und alles was ich wollte war ihn nicht gehen lassen.
Es stimmt mit der Zeit überein wo ich meine Pille wieder anfingen musste.
Seit ich ein teenager war leide ich unter Magersucht. Sobald ich unter seelischem Streß stehe verweigert mein Körper jegliche Nahrung und esse ich, muss ich mich übergeben. Aus Angst nahm ich die Pille bereits abends weil morgens und über den Tag verteilt war es schon immer am schlimmsten.
Er weiß davon, aber nicht das ich so gelitten habe das ich einen Rückfall hatte.
Aus Angst etwas zu falsches zu sagen und ihn in die Ecke zu drängen, schwieg ich das Thema seiner Ehe anfangs und nun auch jetzt wieder tot.
Zwischendurch sprach er es, weil ich in Tränen aufgelöst war, von sich aus an. Er sei nicht glücklich, aber könnte das mit der Trennung nicht. Er sagte neulich er würde mich heiraten wollen wenn es ginge.
Ich wurde immer weinerlicher, dachte aber es lege an der Situation, an dem seelischen Streß denn nun wusste ich das er, wenn er hier weck fährt abends nicht allein zu haus war.
Ich verlies mich auf meine Pille und auf die Aussage der Ärzte das ich geringe Chancen hätte noch einmal auf natürlichem Weg schwanger zu werden da mein Körper Schwangerschaften nicht gut verkraftet und es ablehnt schwanger zu sein (Fehlgeburten, eine höllische Schwangerschaft bei meinem Sohn und ein Jahr versuche mit meinem Exmann wieder schwanger zu werden).
Ich wurde dennoch immer sensibler. Weinte ununterbrochen und wegen allem, war pausenlos müde, wachte nachts auf mit heißhunger, übergab mich morgens, meine Brüste spannten.
Am 13. sollte meine Periode einsetzen, doch bereits am 10. machte ich einen normalen 25er Test der positiv war. Am Tag darauf machte ich einen weiteren Test, ebenso positiv. Daraufhin rief ich meinen Frauenarzt an der 2 Tage später einen Bluttest machte da nichts beim Ultraschall zu sehen war.
Ich erhielt die Ergebnisse einen Tag später und natürlich sagte der Test das was ich schon wusste: ich bin schwanger.
Am letzten Donnerstag war ich noch einmal dort zum Ultraschall und da war es. Eine 1 cm große Fruchtblase. Noch kein Baby zu sehen, aber eine Fruchtblase.
Seitdem habe ich Angst.
Einerseits freue ich mich, andererseits hatte ich selten solche Angst.
Wenn ich ihn sehe nehme ich mir immer wieder vor ich sage es ihm heut', dann ist er da und ich kann nicht.
Ich weiß nicht was ich tun soll. Vorgestern hatte ich ein Beratungsgesprech wegen der Konflikte in denen ich mich befinde - es half mir nichts.
Einerseits möchte ich sagen Augen zu und durch, andererseits möchte ich das alles ungeschehen machen und das Ganze beenden.
Die Schwangerschaft verläuft bisher problemlos und normal und ich frage mich ob es vlt endlich mal gut laufen würde.
Ich liebe ihn über alles, so schlecht auch das Ganze Drumherum ist, ich würde sein Kind so gern bekommen.
Auch weil: es ist ein kleines Leben das nichts für diese Umstände kann !
Aber ich habe Angst.
Und dann steht mir noch bevor es ihm zu sagen.
Ich weiß nicht wie. Wir hatten das Thema einfach so mal angesprochen und er hatte eine Höllenangst davor.
Ich habe Angst das dann alles aus ist zwischen uns.
Manchmal denke ich ich sollte es ihm gar nicht sagen, ihn nicht an der Entscheidung beteiligen, aber auch das fühlt sich nicht richtig an und früher oder später würde er es ja auch merken.
Am Dienstag nächste Woche habe ich einen weiteren Termin bei meinem Frauenarzt, dann sollte ich ihm mitteilen wie ich mich entschieden habe.
Ich weiß nicht wie ich sowas entscheiden soll ... über Leben und Tod entscheiden.

Danke für's zuhören, oder viel mehr lesen und ich hoffe das mir vlt irgendwer was sagen kan das mir irgendwie hilft.





26.11.2008, 00:07
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Süße,

lass deinem Verstand nicht die Übermacht.
Denn gerade, wenn dein Herz das Baby will, wirst du höllische Probleme im Anschluss bekommen, all das zu verarbeiten.
Vor allem überlasse die Enstcheidung nicht IHM.
Er ist verantwortungslos und du weißt innerlich auch schon, wie er reagieren wird, sonst würdest du nicht so lange warten, es ihm zu erzählen.
Wenn die SS gut läuft...vielleicht tut sie dir ja sehr gut??? Dein Sohn ist in exakt dem richtigen und tollen Alter...es würde perfekt passen!
Außerdem hast du lange gekämpft, schwanger zu werden, es sollte nicht sein. Nun bist du es...aus irgendeinem Grund sollte diese Seele nun zu dir kommen!

Viel Kraft
IRAD


26.11.2008, 01:19
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Beitrag 
Danke schön.
Es sind eben genau diese Gedanken die mir auch durch den Kopf gehen. Es sollte mit meinem Ex nicht sein. Kurze Zeit darauf haben wir uns getrennt. Ich habe aber gedacht ich würde nie wieder lieben können, nun liebe ich einen Mann mehr als ich jemals angenommen habe, mehr als meinen Ex in 10 Jahren Beziehung.
Ich habe Angst ihn zu verlieren.
Naja, ich habe schon Angst vor seiner Reaktion, auch wenn ich sie kein Stück einschätzen kann. Da es ungeplant ist und er keinen Anschein macht etwas für uns zu tun - natürlich denke ich da es wäre das Schlimmste was nun sein könnte und er würde denken ich will ihm das Kind anhängen. Doch dies ist gewiss nicht so. Ich bin so weit zu sagen das, selbst wenn er nein sagt und sich gegen mich entscheidet, ich ihn dann als Vater leugnen würde. Es wissen wenige von uns und selbst wenn, das Jugendamt etc würde es nicht wissen. Ich würde ihm nicht mit dem Kind zur Last fallen.
Ich habe aber auch so höllische Angst.
Mein Ex hat mir Schulden aufgebrummt, die Scheidung findet einfach nichts statt weil er alles verschlampt ... ich bin im Moment arbeitslos, wollte im Herbst mit einer umschulung anfangen, auch das müsste ich verschieben.
Und dann; habe ich in der Beziehung zu meinem Ex in einem goldenen Käfig gelebt. Ich hatte alles und durfte nichts.
Seit diesem Frühling habe ich das erste Mal getan wa sich wollte, bin ausgegangen mit Freundinnen, der Kleine schlief bei seinen Großeltern ... es war ein aufregendes neues Leben und nun wäre auch das wieder vorbei. Ich würde mit 2 Kindern, von 2 Männern da stehen, vlt allein und ich habe Angst.
Die freunde die von der Schwangerschaft wissen versprechen mir alle Hilfe falls ich wieder krank werden sollte und auch danach wenn das Baby da ist, doch ist darauf Verlaß ? Wie oft sagt man sowas und dann passiert nichts ?
Ich habe Angst.
Und ich habe große Angst auch davor nein zum Baby zu sagen und nie wieder schwanger zu werden.
Mein Sohn wäre sicher glücklich. Er liebt andere Kinder und von Babys ist er so fasziniert, er ist meine geringste Sorge und vlt wäre es für ihn sogar gut denn mehr als uns haben wir nicht.
Ich bin so verzweifelt das ich nur noch weinen kann und er (der Vater) merkt das etwas nicht mit mir stimmt, doch ich traue mich nicht etwas zu sagen.


26.11.2008, 01:46
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Beitrag 
Liebe Sophie,

eines ist mir an deinem Posting aufgefallen:
Zitat:
Einerseits möchte ich sagen Augen zu und durch, andererseits möchte ich das alles ungeschehen machen und das Ganze beenden.


Alles ungeschehen machen...das kannst du nicht, egal was passiert. Auch wenn du diese Schwangerschaft beendest, du machst sie nicht ungeschehen.

Vielleicht würde dir ein lebendes Kind wesentlich mehr Kraft geben als ein totes?

Du schreibst auch immer wieder, du hast Angst. Angst als hauptsächlicher Beweggrund ist kein guter Ratgeber. Du hast auch Sorge, die Freunde, die dir Hilfe versprechen, würden dich im Stich lassen. Hast du Grund, so zu denken, haben sie dich schon einmal im Stich gelassen?
Wir sind in unserem Leben IMMER auf andere Menschen angewiesen und müssen ihnen vertrauen (solange sie uns keinen Anhalt für das Gegenteil geben). Kein Mensch kann ganz allein für sich existieren. Die Kunst besteht darin, herauszufinden, wem man vertrauen kann und wem nicht.

Was die Beziehung zu deinem Freund angeht: ein Kind kann eine Beziehung meist nicht retten, aber ein AB gegen das eigene Gefühl in der Regel noch viel weniger.

Alles Gute und was du auch tust, ignoriere nicht deine Gefühle.
LG, Barbara


26.11.2008, 10:36
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Danke auch dir.
Ich weiß, rückgängig zu machen ist das nicht und selbst ein Abbruch wäre ein Davonlaufen. Etwas das ich nicht möchte, aber ich sehe so viele Probleme von denen ich nicht weiß wie ich sie bewältigen soll.
Sie müssten aufgeschoben werden, doch das werden sie schon jetzt weil ich keinen Weg finde.
Nein, das ganz sicher nicht - also das ich den Gedanken hätte durch das Baby nun endlich Klarheit in unsere Beziehung zu bringen, bzw eine richtige Beziehung daraus werden zu lassen.
Als ich das 1. Mal schwanger wurde (Fehlgeburt im 4. Monat) waren mein (inzwischen hoffentlich bald Exmann) und ich noch nicht verheiratet und ich wollte auch nicht wegen des Kindes heiraten.
Bei meinem Sohn waren wir dann schon lange verheiratet und auf einer Ebene ... da stimmte alles.
Als wir es nach ihm versuchten wollte es nicht klappen und in unserer Ehe war bereits eine riesen Kluft so das ich schließlich sagte wir schieben es auf. Es endete damit das er sich einmal mehr eine Geliebte suchte und ich mich von ihm trennte. Ein Kind zu dem Zeitpunkt zu bekommen erschien mir wie ein krampfhafter Rettungsversuch und eine solche "Last zu tragen" hat kein Kind verdient.
Was nun passiert ist, ist passiert. Gestern Abend als ich ins Bett ging sah ich an mir herab und zum ersten Mal sprach ich mit meinem Bauch.
Freundinnen die es wissen und mich kennen meinen das meine Entscheidung, so wenig sie mir nun auhc klar ist, offensichtlich ist denn keine von ihnen kann sich vorstellen das ich damit leben könnte ein Kind abzutreiben.
Nein, eigentlich hat mich noch keine von ihnen im stich gelassen, doch jahrelang meine Familie, selbst mein Mann. Vertrauen dennoch zu haben in etwas das nun in erster Linie trotzdem heißen würde das ich allein mit 2 Kindern bin, ist eine sehr sehr schwere Aufgabe für mich.
Abe rich danke dir für deine Worte. Sie haben mir sehr geholfen und ich fühle mich ein wenig mehr in mich gestärkt.
Dankeschön !


26.11.2008, 12:40
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Hallo Süße,

ich habe eine ähnliche Situation erlebt.
FÜR die Beziehung, weil ich ihr eine Chance geben wollte und meinem Sohn damit endlich auch die Chance auf einen Ersatz-Papi habe ich im Juni gegen mein Herz entschieden. Der Verstand sagte : es ist Wahnsinn und ich habe versucht, realistisch ranzugehen. Und habe den Ab durchgezogen...
5 Tage später wurde ich verlassen...

Und nun fühle ich mich verlorener als zuvor. Nichts ist mehr wichtig. Dass er weg ist..? Ist mir egal. Bin nur noch wütend auf ihn.
Und wütend auf mich, dass ich nicht hören wollte, dass die Verstandsgründe "hinterher" nichts mehr wert sind...

Ich würde jetzt kurz vorm Mutterschutz stehen und es quält unheimlich :cry:

Ich komme damit klar, aber wenn ich könnte, würde ich die Entscheidung zum AB rückgängig machen...

Wie schon in einem vorangegangen Posting so schön erklärt: wer gibt Dir mehr Kraft, ein lebendes oder ein totes Baby.
Mit Baby hast Du evtl. harte Zeiten vor Dir, Aber Du weißt aus eigner Erfahrung: das Lächeln Deines Kindes läßt alles verblassen.
Und genau solche Gedanken sind es, die Dich nach einer Abtreibung runterziehen.
Das Du dieses Lächeln nie sehen wirst.
Nach einer AB hast Du definitiv nicht nur eine harte Zeit vor Dir, es wird Dich ein Leben lang belasten.
Ohne Ausweg. Ohne Ausgleich.

Bleib, wenn Du die Kraft dazu hast, bei Deinem Baby.
Es wird nicht einfach, aber Du bekommst einen Ausgleich: die uneingeschränkte Liebe Deines 2. Kindes... :lol:


26.11.2008, 13:42
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Meine Liebe,

du magst zwar am Anfang dann wieder eingebunden sein, aber dieses endet ja auch schnell.
Außerdem unterschätzt du die Entlastung, die du hast, weil dein Sohn ein Geschwisterkind zum Spielen hat Das ist nämlich bei meinen so und es verhält sich prima...

LG


26.11.2008, 21:00
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Vielen liben Dank für eure Antworten !

Ich habe es ihm gestern gesagt und er reagierte wie ich erwartet un dnicht befürchtet hatte. Er war da, nahm mich in den Arm, das Baby will er dennoch nicht. Steht Panik aus das ich es will - mich damit gegen ihn entscheiden würde, weil er möchte es nicht.
Ich war fast wieder so weit das ich sagte: Ja, ich tue es. Doch ich kann es nicht !
Ich kann diesen kleinen Menschen nicht töten.
Es mag unrealistisch klingen, doch ich habe Angst danach in Selbsthass kaputt zu gehen. Ihn zu hassen.
Ich kann meinem Sohn, sobald ich zweifle nicht nahe kommen, es tut so weh.
Ich dachte immer das ich es tun würde weil ich es momentan nicht könnte, ich bin noch verheiratet, arbeite nur auf 400 Euro Basis und im Herbst nächstes Jahr meine Umschulung machen, es spricht alles gegen ein Kind, auch er - doch mein Herz spricht für es.
Immer wieder weine ich, kann ich nicht anders von mir slebst denken als "du Mörderin" es ist so hart und tut so weh.
Ich verurteile niemanden der es tut, abtreiben, ich kann es nur nicht.
Ich habe solche Angst davor.
Nicht vor dem Eingriff, ich fürchte mich vor mir selbst !
Am Dienstag soll ich meinem Arzt sagen wie ich mich entschieden habe, doch ich kann es nicht. Ich würde dennoch sogar das Beratungsgespräch machen, doch ich kann mich nicht ins Krankenhaus gehen sehen.
Kann das jemand verstehen ?


01.12.2008, 03:04
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Hallo Sophie,

ja, ich kann dich sehr gut verstehen. Weisst du was das schlimme ist? Ich hatte einen Termin zum Abbruch freitags. Vor lauter Panik setzte ich alles drann einem am Dienstag, sprich früher, zu bekommen. Panik davor, weil ich im inneren genau wusste, bis Freitag hätte meine Entscheidung Pro Kind ausgesehen.

Der Konflikt macht fast jede Frau Wahnsinnig.

Glaub mir eins, er hat Panik...grosse Panik. Seine Sorge gilt nicht primär dir, sondern "was, wenn seine Frau davon erfährt"? Das wird sie unweigerlich wenn ein Kind entsteht. Wenn du abtreibst, atmet er auf und wird sich garantiert distanzieren.
Natürlich sollst du das Kind nicht als Machtmittel ihm gegenüber benutzen aber die Entscheidung EINZIG UND ALLEIN so treffen, dass du am besten damit leben kannst.

Liebe Grüße
Cindy


01.12.2008, 09:51
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Tu es nicht ihm zuliebe!
Du wirst in hassen und dich auch, wenn dein Herz so für das Kind pocht.
Lass den scheiß Kerl, nimm dein Kind! Folge deinem Herz!

Ich bin so froh, wenn ich meine beiden Kids heute spielen sehe.
Am Anfang war es schwer, aber jetzt ist es klasse. Sie spielen so toll miteinander und können gar nicht mehr ohneeinander. Was hätte ich den beiden genommen? Welche Entlastung hätte ich mir damit genommen? Ich muss nicht den Alleinunterhalter meines Sohnes spielen und ihn nicht rumkutschen, weil ihm langweilig ist. Also....


01.12.2008, 10:30
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Liebe Sophie,

nach dem, was du schreibst, kann ich dir nur raten: nimm deine Gefühle ernst. Du wärest nicht die erste Frau, die an einem AB verzweifelt. Tu dir das nicht an.

Und nicht du entscheidest dich damit gegen deinen Partner, sondern er entscheidet sich höchstens gegen euch - wenn er das will. Denn du wärest ja bereit, weiter mit ihm zusammenzuleben, oder? Wenn er das nicht ist, ist das vielleicht schade, aber es ist SEINE Entscheidung. Wenn er solche Angst vor einer Schwangerschaft hatte, hätte er sich zusätzlich seinerseits um Verhütung kümmern müssen. Jeder weiss, dass die Pille auch mal versagen kann. Lass dir da kein schlechtes Gewissen einreden.

Wenn dein Herz sich für das Kind entschieden hat, dann sag das morgen deinem Arzt. Was für ein Beratungsgespräch meinst du? Hattest du nicht schon das Konfliktberatungsgespräch?
Zitat:
Vorgestern hatte ich ein Beratungsgesprech wegen der Konflikte in denen ich mich befinde


LG, Barbara


01.12.2008, 10:33
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Guten Morgen!

Geschlafen kaum, leider, viel geweint, des öfteren wach geworden, verschlafen, meinen Sohn zu spät in den Kindergarten gebracht, keinen Nerv mehr einzukaufen obwohl ich es müsste ... und eine SMS von ihm nach der Anderen.
Alles von ich liebe dich, es wird sich danach nichts für uns ändern, ausser das es uns näher zusammen bringt - das ich jetzt schon Hass gegen ihn schüre, das ich verzweifelt bin und nur noch weine, er sieht es nicht, oder will es nicht sehen.
Für ihn wäre danach alles wie zuvor, er müsste nur mit dem schlechten Gewissen leben seine Frau zu betrügen, das er mich damit in ein abgrundtiefes Loch stösst, das will er durch sein da sein wieder gut machen.
Er würde sich hilflos fühlen.
Und ich mich erst.
Auf einmal bin ich dann aber doch die, in deren Händen sein Glück und sein Seelenfrieden liegt.
Seins oder das unseres Kindes und meins ? Die Antwort sollte so klar sein.
Doch wenn sie das ist, warum fällt es mir dann dennoch so schwer ?

Zitat:
Wenn dein Herz sich für das Kind entschieden hat, dann sag das morgen deinem Arzt. Was für ein Beratungsgespräch meinst du? Hattest du nicht schon das Konfliktberatungsgespräch?
Zitat:
Vorgestern hatte ich ein Beratungsgesprech wegen der Konflikte in denen ich mich befinde


Nein, ich habe mich, unabhängig von dem Konfliktgespräch das mir die Abtreibung erlauben würde, mit einer caritativen Einrichtung gesprochen die nicht die Abtreibungsscheine ausstellen darf, sondern die einfach zu hören, mich darüber informiert haben welche Wege ich gehen kann und sei es nach der Geburt das Baby zur Adoption frei zu geben - was ich ebenso wenig könnte, aber besser wäre als es nicht zu bekommen und die mich über finanzielle Möglichkeiten aufgeklärt haben. Denn auch daran liegt meine Entsheidung.
Ich werde meinen Arzt Morgen bitten einen Termin zum Konflikt- und Abbruchsgespräch zu machen, auch wenn mein Herz nein schreit. Es ist nur um mir wirklich vor Augen zu führen was passieren würde, auch wenn ich eine sehr genaue Vorstellung davon habe.


01.12.2008, 12:16
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Meine Liebe,

wenn du das gemacht hast, ist der nächste Schritt nicht allzuweit.
Du weißt doch genau, was bei einem AB passiert!
Dann seine permanente Manipulation!
Irgendwann gibst du nach und hasst dich dafür.
Mein Gott, trete diesem egoistischen Pisser in den Arsch!

Ich ertrage das nicht!
Männer machen es sich einfach.
Dieses Blabla...es ändere sich nichts für euch danach.
Dass ich nicht lache!
Der spielt mit allen Registern, dass seine Frau nichts mitbekommt! Mehr ist das nicht!


01.12.2008, 12:22
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Beitrag 

Danke dir !
Ganz ehrlich. Es ist genau das was ich auch seit Vorgestern denke. Es ist was ich die ganze Zeit denke: verlogenes Stück !
Spätestens jetzt hätte oder sollte er wissen das ich nicht bereit bin dieses Spiel noch länger mit zu machen. Ich kann nicht mehr.


01.12.2008, 12:38
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Genau!
Wut ist der erste Schritt!
Halte sie und ziehe durch, was dein Herz will.
Lass ihn!

Soll seine Welt untergehen, nicht deine.
Er hätte verantwortungsbewusst sein müssen.
Was ist das für ein Mann, der fremdgeht und das ohne Kondom?
Das allein würde mir reichen, ihn zu hassen.
Und jetzt, jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist,
sollst DU ihn durch einen AB vor einem coming out schützen????
Den Triumph würde ich ihm nicht liefern.
Der Preis für dein Herz ist einfach zu HOCH!
DU wirst es ein Leben lang mir dir rumtragen müssen!
Er kann es ad acta legen.
Er musste sich ja dann nicht auf den OP Tisch legen und sich sein Baby stehlen lassen.
Er kann ja noch gar nicht empfinden, wie du!
Für dich ist es DEIN Baby! Deins!


01.12.2008, 13:15
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