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 Die letzten Beiträge des Themas - Abbruch wegen Krankheit der Mutter 
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Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 01.01.2021, 15:00
Re: Abbruch wegen Krankheit der Mutter
Hallo sillaaly,

ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen und finde deine Entscheidung sehr mutig. Du wolltest euch und eurem ungeborenen Kind viel Leid ersparen. Mit den Schuldgefühlen umzugehen ist aber eine ganz andere Nummer. Ich stehe gerade auch kurz vor einem Abbruch (nach medizinischer Indikation) und ich hadere und zweifle stündlich, obwohl ich weiß, dass das für unsere Familie die einzige Entscheidung ist die, uns alle als System einbezogen, einigermaßen vernünftig weiterleben lässt. Ich werde mir für die nächste Zeit definitif psychologische Hilfe holen müssen, denn ich schaffe es auf gar keinen Fall damit alleine klar zu kommen. Als Mutter hat man irgendwie das schwerste Los bei dieser ganzen Entscheidung. Hast du schon einmal darüber nachgedacht zu einer Beratungsstelle oder einem Psychologen/ einer Psychologin zu gehen?

LG Just

Mit Zitat antworten Beitrag Verfasst: 24.12.2020, 02:14
Abbruch wegen Krankheit der Mutter
Hallo ihr da draußen,

ich bin neu hier und wollte meine Geschichte erzählen und vllt ein paar Worte von euch dazu lesen dürfen.

Mein Abbruch war gestern. Ich fühle mich leer, schuldig und alleine.
Der Abbruch fand statt weil ich und mein Partner seit nun 2-3 Jahren mit einer resistenten Form der Scabies zu kämpfen haben. Bitte zweifelt nicht daran, dass wir nicht alles für unsere Ausheilung getan haben. Wir wurden auch schon stationär behandelt, ohne Erfolg :(
Unsere Leidensgeschichte beinhaltet mehrere Umzüge für die Ausheilung, Abgabe des Hundes, Rasur der Kopfhaare, soziale Isolation, dauerhaftes getrenntes Schlafen, keine Textilien in der Wohnung, Entwicklung von Putzzwang, Ausgaben von min. 7000 Euro wegen der Krankheit, Arbeitsverlust, psychische Ausnahmzustände uvm.. Ärzte nehmen uns nicht ernst, verschreiben nur Medikamente. Haben diese über 30 x eingenommen und min. 50x die Creme... Alles wirklich alles probiert!!!!
Nach dem stationären Aufenthalt schlossen wir einfach mental mit der Krankheit ab und verhielten uns nach 2,5 Jahren wieder "normal". Ich suchte mir eine Arbeit. Wir lieben uns wirklich sehr und ich wurde unerwartet schwanger.
Wir freuten uns beide sehr. Doch uns war bewusst, die Krätze ist noch da... Neue Symptome.. :(
Die letzten 2 Wochen waren die Hölle für mich. Ich telefonierte alle Insitutionen in DE ab, die mir helfen könnten: Robert-Koch-Insitut, Charite, Embryotox, Zentrum für unerkannte und seltene Krankheiten, Tropenmediziner, neue Dermartologen, Gynäkologen, Unikliniken die im Bereich der Resistenz forschen, Hersteller der Medikamente usw.
Keiner konnte eine sichere Aussage zu Fruchtschädigung durch die häufige Einnahme der Medikamente sowie der Behandlung bei resistenter Form treffen. Ich dürfte mich in der Schwangerschaft nicht gegen die Erkrankung behandeln (für mich heißt das hohe Gefahr einer Sepsis), müsste mich von meinem Partner isolieren, kein Körperkontakt, wieder Hygienemaßnahmen somit auch während der Schwangerschaft... Das Baby wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit anstecken (also mit einer resistenten Form). Wenn nicht, muss es sich von uns isollieren. Babys können schwer gegen Scabies behandelt werden. Keiner wüsste ob wir das Kind jemals sehen dürften, geschweige denn berühren....
Ich konnte nicht mehr und entschied mich für einen Abbruch bevor das Herz anfing zu schlagen.
Ich dachte ich mache es aus Schutz für das Kind. Für unsere Beziehung und für die Chance auf Ausheilung irgendwann. Ich wollte das Kind nicht in diesen Krätzewahnsinn miteinbeziehen.

Dennoch fühle ich mich schlecht.
Was haltet ihr von meiner Geschichte? Was sagt ihr generell zu Abbrüchen wegen Krankheit der Mutter?

Bin um jedes Wort dankbar.

Liebe Grüße


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